Stern von Laufenburg

11. November 2013 11:59; Akt: 11.11.2013 12:01 Print

Die Wiege von Europas Stromnetz wird saniert

In Laufenburg AG wurden 1958 die Stromnetze Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz zusammengeschaltet. Jetzt wird die Anlage in Laufenburg AG für 36 Millionen Franken saniert.

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Der «Stern von Laufenburg» wird saniert. (Bild: Keystone)

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Der «Stern von Laufenburg», die grosse Schweizer Strom-Freiluftschaltanlage im Kanton Aargau, wird teilweise erneuert. Die Stromnetzbetreiberin Swissgrid baut für 36 Millionen Franken eine neue gasisolierte 220-Kilovolt-Schaltanlage. Der Spatenstich fand am Montag statt.

In Laufenburg im aargauischen Fricktal wurden 1958 die Stromnetze Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz auf der 380-Kilovolt-Spannungsebene zusammengeschaltet. Das gilt als Geburtsstunde des europäischen Stromnetzes. Das zentrale Schaltfeld ist bei den Fachleuten als «Stern von Laufenburg» bekannt.

So gross wie drei Fussballfelder

Erneuert wird nun die in den 1950er-Jahren erstellte 220-Kilovolt-Freiluftschaltanlage. Diese besteht aus elf Schaltfeldern und zwei Kuppelfeldern auf einer Fläche von fast 25'400 Quadratmetern. Das entspricht einer Fläche von mehr als drei Fussballfeldern.

Die neue gasisolierte Schaltanlage wird in einem Gebäude installiert. Mit 615 Quadratmetern beansprucht die Anlage gerade mal 2,5 Prozent der Fläche der bestehenden Freiluftschaltanlage. Die Anlage wird aus acht Schaltfeldern und einem Kuppelfeld bestehen.

Meilenstein in der Stromgeschichte

Die Anlage soll bis 2016 fertiggestellt sein. Nach der Inbetriebnahme des Neubaus soll die bestehende Freiluftschaltanlage zurückgebaut und fachgerecht entsorgt werden. Vom Projekt nicht betroffen ist die grössere 380-Kilovolt-Schaltanlage.

Der «Stern von Laufenburg» ist ein bedeutender Knotenpunkt im europäischen Übertragungsnetz. Vor drei Jahren hatte das Institute of Electrical and Electronic Engineers mit Sitz in New York die Anlage als historischen Meilenstein in der Stromgeschichte gewürdigt. Die Schaltanlage habe mit ihrer damaligen Technologie erste weltweite Standards in der Hochspannungstechnik gesetzt, hiess es.

Netzausbau notwendig

Laut Swissgrid sind in der Schweiz Investitionen von rund 4,5 Milliarden Franken für die Erneuerung und rund 1,5 Milliarden Franken für den Ausbau des Übertragungsnetzes notwendig. Mit Blick auf das strategische Netz 2020 stehen 40 Ausbauprojekte im Übertragungsnetz an.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Giovanni am 11.11.2013 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Grüner Strom

    Ich muss immer Lachen wenn jemand schreibt ich beziehe nur noch grünen Strom. Wie soll das gehen? Sagt Ihr dem Windkraftwerk in der Nordsee er soll den Strom and die Adresse XY senden? Das ist nur abzockerei! Der Strom nimmt den weg des geringsten Widerstandes!

  • Oski, 11,11,2013 Lu am 11.11.2013 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Stromzusam,

    Zahlen muss man so oder so, Ich habe Grünen Strom von EWL, da gibt es Spezial Leitungen Grüne da wird angezapft, darum bezahle ich mehr. Der Hauswart Sagte passen sie bei einer Stromenge auf wir haben dann AKW aber Sie?? Also Grüner Strom aus der Dose woher kommt der und wie weiss ich das der Grün ist ,EWL oder CKW...

  • siwss grid am 11.11.2013 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Autsch

    Haha, zuerst ein riesiges Projekt in den Sand gesetzt, sehr viele Mitarbeiter mit fadenscheinigen Gründen entlassen und nun das Ganze sanieren, obschon ein Umzug nach Frick angedacht war!? Hoppla, die können echt nicht mit Geld umgehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • siwss grid am 11.11.2013 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Autsch

    Haha, zuerst ein riesiges Projekt in den Sand gesetzt, sehr viele Mitarbeiter mit fadenscheinigen Gründen entlassen und nun das Ganze sanieren, obschon ein Umzug nach Frick angedacht war!? Hoppla, die können echt nicht mit Geld umgehen.

  • Oski, 11,11,2013 Lu am 11.11.2013 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Stromzusam,

    Zahlen muss man so oder so, Ich habe Grünen Strom von EWL, da gibt es Spezial Leitungen Grüne da wird angezapft, darum bezahle ich mehr. Der Hauswart Sagte passen sie bei einer Stromenge auf wir haben dann AKW aber Sie?? Also Grüner Strom aus der Dose woher kommt der und wie weiss ich das der Grün ist ,EWL oder CKW...

  • Giovanni am 11.11.2013 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Grüner Strom

    Ich muss immer Lachen wenn jemand schreibt ich beziehe nur noch grünen Strom. Wie soll das gehen? Sagt Ihr dem Windkraftwerk in der Nordsee er soll den Strom and die Adresse XY senden? Das ist nur abzockerei! Der Strom nimmt den weg des geringsten Widerstandes!

  • Lucki, 11,11,2013 am 11.11.2013 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Zusammenlegung der Strom,,,,

    Ja Toll da kann man doch alle AKWS der CH Abstellen, nehmen wir AKW Strom aus vive la France, und dem geliebten Deutschland, wenn ich den Toster am Morgen anlasse denke ich an Angi, und beim Kochen an Cousine la France.

    • Dani M. am 11.11.2013 14:13 Report Diesen Beitrag melden

      Genau meine Meinung

      Ja genau und Winterthur geht mit gutem Beispiel voran. Bezieht nur noch deutschen Strom statt von der Axpo. Nur das der grüne Strom aus Deutschland gar nicht zu uns transportiert werden kann, da die Netze in den Süden überlastet sind. Also kommt er aus alten Kohledreckschleudern. Sehr gün! Und wo sind die versprochenen Arbeitsplätze in der Schweiz? Wo zahlen die deutschen Firmen wohl Steuern. Sicher nicht an die Kantone, welche Eigentümer der Axpo sind.

    • DK am 11.11.2013 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      AW: Stromimport

      Atomstrom importieren ist auch keine Lösung.

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