Stromverteilung

19. Mai 2011 13:56; Akt: 19.05.2011 14:00 Print

Die grösste Batterie der Schweiz

Der Technologiekonzern ABB und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) bauen in Dietikon ZH gemeinsam eine Mega-Batterie.

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In diesem EKZ-Gebäude in Dietikon wird die Mega-Batterie gebaut. (Bild: Handout)

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Batteriespeicher seien ein möglicher Beitrag und ein wichtiger Mosaikstein für zukünftige intelligente Stromnetze (Smart Grid), teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit. Die Mega-Batterie mit einer maximalen Leistung von einem Megawatt wird in das Mittelspannungsnetz der EKZ eingebunden. Die Anlage werde Energie bis 500 Kilowattstunden speichern können und diese ins Netz einspeisen, beziehungsweise von dort beziehen, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit. Der Batteriespeicher soll noch im laufenden Jahr in Betrieb genommen werden.

Die ABB wird die Pilot- und Demonstrationsanlage liefern, erstellen und an Ort weiterentwickeln. Die Betreiberin EKZ will mit der Anlage erhärtete Kenntnisse über den wirtschaftlichen Einsatz von Batteriespeichern gewinnen. Einbezogen werden auch die Hochschulen.

Abfederung von Spitzenlasten

Untersucht werden sollen mit dem Pilotprojekt zwei Aspekte. Zum einen soll geklärt werden, ob Batteriespeicher zur Beeinflussung und Abfederung von Spitzenlasten im Verteilnetz geeignet sind. Zum andern soll untersucht werden, ob sich ein solcher Speicher als Alternative zu einem Netzausbau in Zusammenhang mit der Zunahme von Stromerzeugern wie Sonne oder Wind einsetzen lässt.

Die Anlage werde Antworten geben auf zukünftige Herausforderungen an die sichere Stromversorgung in der Schweiz, heisst es in der Mitteilung. Dezentrale, unregelmässig produzierende Stromerzeuger stellten neue Anforderungen an das Verteilnetz.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Schmid am 19.05.2011 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht hier um einen Versuch

    Die Schweizer Speicherseen haben eine maximale Speicherkapazität von 8'765'000'000 kWh. Die Schweiz ist nicht auf irgendwelche Batterien angewiesen, auch wenn sie ihre AKWs durch erneuerbare Optionen ersetzt. Es handelt sich hierbei aber auch um einen Versuch. Nicht alle Länder Regionen der Welt sind mit Speicherseen gesegnet.

  • Habs geschrieben am 19.05.2011 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Woooow

    Leute willkommen in der Zukunft. Wir haben 2011 und die kommen erst jetzt darauf Batterien im Netz einzuspannen? Ok, ich weiss, früher war das ein Geldproblem und technisch waren wir Menschen auch nicht auf dem geeigneten Stand. (Nur gut, dass der Computer ja auch direkt mit dem Intelchip und Touchscreen erfunden wurde.)

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  • Charly Löwe am 19.05.2011 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kapazität

    Es speichert 500 kW-hr, also 0.5 MW-hr, und hat eine Leistung von 1 MW. Demzufolge kann die Batterie bei voller Leistung eine halbe Stunde laufen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Christian Schleh am 20.05.2011 02:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wasserstoff kann man billiger lagern

    Man sollte eher den überflüssigen Strom zur Wasserstoff Produktion verwenden und diesen in abgedichteten Höhlen oder ausgedienten Bunkern lagern, bis man ihn wieder in Strom Umgewandelt wird oder auch für andere Zwecke verwendet werden kann. Batterien haben ein Haltbarkeitsdatum und nehmen an Leistung ab umgebaute Bunker und Höhlen nicht.

  • Patrick am 19.05.2011 23:23 Report Diesen Beitrag melden

    Demonstrationsanlage

    Ich finde es lustig wie alle in den Kommentaren nur das Negative sehen. Es ist eine Demonstrationsanlage die kurzzeitige Stromausfälle abfedern kann oder Stromspitzen. Und wie gesagt es handelt sich um eine Demonstrationsanlage, das Ergebnis wird sich erst noch zeigen und was es bringt.

  • durazello :) am 19.05.2011 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    was wirklich sinn machen würde...

    was wirklich sinn machen würde, sind kleine dezentrale stromerzeuger, seien das solarpannes, wind, verbrennung von fossilen brennstoffen oder erdpumpen. aber oh oh wer würde da kein cash mehr mit stromverkauf? genau axpo und co. ausserdem wären die milliarden subventionen für kilometerweite stromnetze nicht mehr fällig. aber die zahlt ja der bund und ermöglicht es so einen saubilligen strom zu liefern und dann gross anzugeben dass atomstrom ach so günstig ist...

  • Eidgenoss am 19.05.2011 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    ...dafür brauchts keine Hochschule.

    Solche Batterien nützen nur dort, wo Strom aus Solarenergie gewonnen wird. Den Solarenergie ist die einzige Energiegewinnungsform die direkt Gleichstrom liefert! Das heisst mit dieser Energie kann man direkt eine Batterie Laden. Natürlich ist durch eine Vollweggleichrichtung die Umwandlung von Wechselstrom zu Gleichstrom möglich. Um jedoch die Energie zu Hause nutzen zu können, wird jedoch wider Wechselstrom benötigt. Das heisst das durch das Induktionsprinzip, indem man in einem magnetischem Feld, die Feldlinien durch eine rotierende Leiterschleife ändern muss, um aus Gleichstrom Wechselstrom zu erzeugen . In beiden Prozessen geht Energie in Form von Abwärme verloren. Des weiteren ist diese Art der Energiespeicherung nur sinnvoll, wenn sie zum Beispiel dem aufladen von E- Autos dienen. Und für diese Erkenntnis braucht es keine Hochschule. Denn das hat jeder Automobilechatroniker im ersten Lehrjahr!

    • James Watt am 20.05.2011 00:20 Report Diesen Beitrag melden

      ABB die tun was!

      Sehr gut! Dann müssen Automobilmechatroniker jetzt nur noch Deutsch lernen und unsere Welt ist gerettet! Übrigens ist ABB der führende Konzern im Bereich von Hochspannungsnetzen. Ich glaube die wissen schon wie und wann gleich- bzw. wechselgerichtet werden muss, damit da nicht gleich ein Kühlturm für die Abwärme gebaut werden muss.

    • Hans B. Etter am 20.05.2011 03:43 Report Diesen Beitrag melden

      Ich weiss, dass ich nichts weiss...

      Mein lieber Eidgenoss, dein Horizont ist doch etwas klein. Einerseits ist dein Wissen veraltet: Wechselrichter funktionieren schon lange nicht mehr über Spule und Magnet, sondern sind heutzutage elektronisch. Andererseits: Auch schon mal daran gedacht, dass dieses ganze Wissen nicht von Anfang an da war, sondern zuerst erforscht werden musste? Und weiterhin muss, für immer bessere Technologien. Hätte es in den 50ern keine Hochschulen gegeben, so gäbe es heute auch keine Mechatroniker.

    • chrigi am 21.10.2011 11:21 Report Diesen Beitrag melden

      Gleichstromnetze eigentlich sinvoller

      Wäre sowieso besser ein Gleichstromnetz zu betreiben. Gäbe weniger Verluste beim Transport und ausserdem wäre das auch für die Endgeräte sinvoller. Halbleitertrafos gabs aber leider damals noch nicht, sodass man sich für Wechselstrom entscheiden musste. Das Problem bei einer Umstellung jetzt wäre auch, dass man für die jetzigen Geräte einen neuen Adapter kaufen müsste. Und eine Umrüstung wäre nicht so einfach umzusetzen und sehr teuer. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass dies in den nächsten 30 Jahren zum Thema wird.

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  • Christoph am 19.05.2011 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    .....

    @ Ego Wechselstrom lässt sich problemlos mit gleichrichter zu gleichstrom umwandeln. Die frage ist wie lange diese Megabatterie haltbar ist. Denn ewigs kann man eine Batterie nicht immer wider aufladen und normal entsorgend kann mann sie danach auch nicht ist auch sondermüll.