Versicherungsbranche

18. März 2011 16:46; Akt: 21.03.2011 14:04 Print

Die teuersten Erdbeben der Welt

von Gérard Moinat - Versicherungen haben es derzeit schwer: Innert Jahresfrist ereigneten sich wohl vier der fünf teuersten Erdbeben überhaupt. Ein Überblick.

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Seit Menschengedenken bebt die Erde. Seit nicht so langer Zeit können sich die Menschen gegen deren Schäden auch versichern lassen. Doch gerade in letzter Zeit häufen sich die verheerenden Naturkatastrophen.

Mit dem Beben in Japan von letzter Woche dürften gar vier der fünf teuersten Erdbeben der letzten 30 Jahre allein in den letzten 13 Monaten stattgefunden haben.

Das schätzt Robert Hartwig, Präsident des in New York ansässigen Brancheninformationsdienstes Insurance Information Institute. Das aktuelle Erdbeben mit nachfolgendem Tsunami und dem drohenden Atom-GAU in Japan dürfte sogar als eines der teuersten überhaupt in die Geschichte eingehen. Nach Einschätzung der Weltbank hat die Katastrophe in Japan Schäden in der Höhe von bis zu 235 Milliarden Dollar angerichtet. Die Kosten für die Privatversicherer schätzt die Institution auf bis zu 33 Milliarden Dollar.

Gute Versicherungsleistungen sind am kostspieligsten

Hartwig nimmt das Beben zum Anlass, einen Blick zurück auf die teuersten zehn Beben der letzten 30 Jahre zu werfen (siehe Bildstrecke). Dabei zeigt sich: Die Beben mit der grössten Zerstörung und den teuersten Schäden ereigneten sich jeweils in dicht besiedelten Gegenden. Beziehungsweise dort, wo viele Gebäude den Erschütterungen nicht standhalten konnten.

Für die Versicherer sind Beben natürlich besonders dort kostspielig, wo die Versicherungsleistungen den grössten Teil der Schäden decken. Japan belegt dabei gleich mehrmals einen Platz in den Top Ten der teuersten Beben. Aber auch Neuseeland und Kalifornien sind mehrmals vertreten.

Das teuerste Beben überhaupt war übrigens das von Kobe im Jahr 1995: Gut 100 Milliarden Dollar kostete es. Zum Vergleich: Die grösste Naturkatastrophe in der Schweiz, das Hochwasser vom August 2005, kostete bloss 3 Milliarden Franken.