Chronik

09. März 2011 15:45; Akt: 12.05.2011 16:22 Print

Die wichtigsten Etappen der Eurokrise

Im Oktober 2009 begann die Geschichte der ersten Eurokrise in Griechenland.

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Oktober 2009: Die neue griechische Regierung revidiert die Staatsverschuldung drastisch nach oben, das Vertrauen in die Staatsfinanzen beginnt zu sinken.

16. Dezember: S&P's stuft als zweite Ratingagentur Griechenlands Kreditwürdigkeit herab. Spekulationen auf eine Staatspleite werden beflügelt. Der Euro bricht ein.

25. März 2010: Die Eurogruppe sagt Athen ein Hilfspaket aus bilateralen Krediten unter Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu. Eine Taskforce unter Leitung von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy wird eingesetzt. Der Auftrag: Die Reform des Stabilitätspaktes und ein Vorschlag für einen Krisenmechanismus.

23. April: Griechenland beantragt das Hilfsprogramm.

7. Mai: Trotz des Rettungsschirms für Athen rauscht der Euro weiter in den Keller. Spanien und Portugal drohen in den Sog zu geraten. Weltweite Kursverluste schüren die Nervosität. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) warnt vor einer «systemischen Krise». Die EU-Staats- und Regierungschefs beschliessen einen Rettungsschirm für die gesamte Euro-Zone.

10. Mai: Die EU-Finanzminister einigen sich auf einen 750 Milliarden Euro schweren Abwehrschirm unter Beteiligung des IWF.

18. Oktober: Merkel lässt ihre Forderung nach automatischen Sanktionen fallen und erhält Rückendeckung von Sarkozy für Vertragsänderungen sowie eine Beteiligung privater Gläubiger an einem permanenten Rettungsmechanismus. Der Beschluss zur Einbeziehung von Investoren jagt die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen für Euro-Sorgenkinder in die Höhe.

29. Oktober: Der EU-Gipfel gibt grünes Licht für begrenzte Vertragsänderungen und eine Gläubigerbeteiligung. Die Finanzmärkte reagieren nervös, Irland gerät immer stärker unter Druck.

21. November: Irland beantragt Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm.

28. November: Die EU-Finanzminister gewähren Dublin ein Hilfspaket von 85 Milliarden Euro und einigen sich auf eine nur begrenzte Gläubigerbeteiligung bei künftigen Schuldenkrisen.

6. Dezember: Juncker schlägt die Einführung von Euro-Bonds zur Überwindung der Schuldenkrise vor. Merkel blockt den Vorschlag ab.

16. Dezember: Der EU-Gipfel beschliesst eine begrenzte Änderung des Lissabonvertrages und das Aufspannen eines permanenten Rettungsschirms für die Zeit ab 2013.

4. Februar: Der EU-Gipfel gibt grünes Licht für Merkels «Pakt für Wettbewerbsfähigkeit» der Euro-Staaten. Er wird Teil des Gesamtpaketes zur Stabilisierung der Währungsunion, das am 25. März verabschiedet werden soll.

14. Februar: Die Finanzminister der Euro-Staaten einigen sich darauf, den permanenten Rettungsschirm mit 500 Milliarden Euro verfügbaren Mitteln auszustatten. Dafür muss die Summe des befristeten Schirms verdoppelt werden.

dapd/to/mbr

(ap)