Neue Regeln

25. Dezember 2018 10:16; Akt: 25.12.2018 10:47 Print

Diese Änderungen gibt es für uns 2019

von Dominic Benz - Rauchverbot an den Bahnhöfen oder tiefere Radio- und Fernsehgebühren – das neue Jahr bringt einige Änderungen. Ein Überblick.

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Silvester steht vor der Tür. Mit dem neuen Jahr gibt es in der Schweiz einige Änderungen für die Konsumenten. Das sind die wichtigsten: Ab Juni 2019 werden die Bahnhöfe in der Schweiz rauchfrei. Auf den Perrons dürfen dann die Raucher nicht mehr frei qualmen. Je nach Grösse oder Länge der Perrons, werden aber ein bis zwei Raucherbereiche eingerichtet. Das Rauchen ist dann nur noch in diesen markierten Bereichen sowie vor den Bahnhöfen erlaubt. Auf ein komplettes Rauchverbot hat der Verband öffentlicher Verkehr aber bewusst verzichtet. Man wolle niemanden vor den Kopf stossen, so die Verantwortlichen. Ab Anfang Jahr sinkt der Bahnstrompreis. Das entlastet laut Bundesamt für Verkehr den regionalen Personenverkehr und den Fernverkehr um je 8 Millionen Franken pro Jahr, den Güterverkehr um 5 Millionen Franken. Die Senkungen werden laut SBB sowohl dem regionalen Personenverkehr, dem Fernverkehr als auch dem Güterverkehr zugute kommen. Anders gesagt: Im Personenverkehr sollen die günstigeren Strompreise in Form von Preissenkungen, insbesondere durch Sparbillette an die Kunden weitergegeben werden. Ausserdem soll weiter in die Qualität, etwa in die Reinigung von Zügen, investiert werden. Die Regeln zur Abgabe von bestimmten Medikamenten werden ab 1. Januar gelockert. So können die Konsumenten rund 500 bisher rezeptfreie, aber apothekenpflichtiger Arzneimittel neu auch in Drogerien kaufen. Das hat Swissmedic, die Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel in der Schweiz, beschlossen. Bei rund 100 bisher frei verfügbaren Medikamente wie etwa Hustensäfte mit Codein wird die Abgabe hingegen leicht verschärft. Werden diese Mittel nicht von einem Arzt verschrieben, muss der Apotheker ein Beratungsgespräch durchführen. Die Abgabe muss dann vom Apotheker dokumentiert werden. Postfilialen, Agenturen und Zahlungsstellen sollen ab 2019 für die Kunden grundsätzlich besser erreichbar sein. Der Bundesrat hatte eine Teilrevision der Postverordnung gutgeheissen. Bisher mussten Poststellen und Agenturen für 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von 20 Minuten zu Fuss oder mit den ÖV erreichbar sein, Zahlungsstellen innerhalb 30 Minuten. Neu soll der Zeitaufwand auch bei Zahlungsstellen auf 20 Minuten verkürzt werden. Wo etwa Einzahlungen nicht in diesem Zeitfenster möglich sind, muss die Post diese Dienstleistung an der Haustüre oder etwa in Kooperation mit einer Bank anbieten. Auch die Grundversorgung soll verbessert werden. Pro 15'000 Einwohner oder Beschäftigte muss es mindestens einen Zugangspunkt geben. Bei einer Überschreitung dieser Schwelle, muss die Post einen weiteren Zugangspunkt schaffen. Der Name Billag erhitzte die Gemüter vieler Schweizer. Das ist nun Vergangenheit. Die Inkassofirma ist nur noch bis Ende Jahr zuständig für das Eintreiben der Radio- und Fernsehgebühren. Ab 1. Januar 2019 übernimmt das die Serafe AG, die Schweizerische Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehabgabe. Zudem müssen sich Schweizer nicht mehr extra für die Gebühren anmelden. Die Meldepflicht fällt demnach weg. Neu muss einfach jeder Haushalt und jede Firma Gebühren zahlen, egal ob ein Empfangsgerät vorhanden ist oder nicht. Damit ändert sich auch die Höhe der Gebühren. Statt wie bisher 451 Franken zahlen die Schweizer noch 365 Franken pro Jahr für den Medienkonsum. Das sind 86 Franken weniger. Ab dem neuen Jahr verkauft die Post keine Kehrichtsäcke und -marken mehr am Schalter. Die Umsetzung der Bereinigung des Sortiments von Drittprodukte hat bereits begonnen und soll Ende 2018 abgeschlossen sein. Wie die Post auf Anfrage sagt, gibt es zu viele Anbieter. Daher lohne es sich nicht mehr, dass man die Produkte weiter im Sortiment habe. Verkauft werden die Säcke und Marken allenfalls nur noch in Gemeinden, wo es Engpässe gibt. Dort suche man in Absprache mit den Gemeinden eine Lösung. Letztlich hat sich der Verkauf der Müllsäcke für die Post nicht mehr gelohnt. «Längerfristig kann die Post keine Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die sich nicht rechnen», sagte ein Post-Sprecher zu 20 Minuten. Die Bankentochter der Post bittet ihre Privatkunden ab Neujahr stärker zur Kasse. So kostet die Gebühr für die Kontoführung neu 5 Franken monatlich. Eine Ausnahme macht Postfinance bei Privatkunden, die Anlageprodukte im Umfang von mindestens 25'000 Franken halten oder bei der Postfinance eine Lebensversicherung oder eine Hypothek abgeschlossen haben.Bisher zahlten auch Privatkunden mit einem Vermögen von über 7500 Franken keine Kontoführungsgebühren. Auch für «Privatkonto Plus»-Kunden mit einem Gesamtvermögen über 25'000 Franken war die Kontoführung kostenlos. Zudem kosten die Kontoauszüge auf Papier neu 1 Franken pro Monat. Saldoauskünfte via Telefon und am Postschalter ohne Postfinance Card kosten künftig 4 Franken. Geschäftskunden zahlen neu 30 Franken pro Jahr für jede Postfinance Card. Die Postbank begründet die Preiserhöhungen mit dem wirtschaftlich und regulatorisch schwierigen Umfeld. : Zum ersten Mal seit 2015 steigen im kommenden Jahr die AHV- und IV-Renten. Wie der Bundesrat im September beschlossen hat, werden ab 1. Januar die Gelder den aktuellen Preis- und Lohnentwicklungen angepasst. Das heisst: Die Minimalrente steigt um 10 auf 1185 Franken. Die Maximalrente erhöht sich um 20 auf 2370 Franken. Für Ehepaare steigt der neue Maximalbetrag von 3525 auf 3555 Franken.

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Mit dem neuen Jahr treten einige neue Gesetze und Regeln in Kraft. So werden etwa die Raucher fast vollständig aus den Schweizer Bahnhöfen verbannt. Auf den Perrons ist das Qualmen ab 2019 nur noch in markierten Zonen erlaubt. Zudem werden die Gebühren für Radio- und Fernsehkonsum im neuen Jahr gesenkt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martina am 25.12.2018 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frohes neues 2019

    Minimalrente 1185.- Maximal Rente: 2370.- und dies muss noch versteuert werden. BR erhält im Jahr über 200'000.- das in Rente, es bleibt eine Sauerei auch im 2019. Frohes neues Jahr

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  • Bundesratabfindung am 25.12.2018 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Super sozialsystem

    Ich bin so stolz auf die Schweiz. Unsere Pensionierten kriegen 1185.- monatlich. Welche sie ende Jahr noch versteuern dürfen. Ich hatte im 3.Lehrjahr mehr Geld und das ist auch schon wider 10 Jahre zurück. Macht euch mal Gedanken was nicht stimmt!

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  • Maria am 25.12.2018 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    AHV Rente

    AHV-Rente steigt um Fr. 10.- bis Fr.20.- nach jahrelangen Diskussionen im Parlament.Wau und sonst werden Milliarden ins Ausland verteilt. Und versteuert muss dieser Batzen auch noch. Einfach nur traurig.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jule am 27.12.2018 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bedeutung ist verloren gegangen

    Was für ein jammerei... Verbote hier, Verbote da... und in den zwischen Zeit verlieren wir unsere Integrietät, Freiheit, Leben. Wir werden eifach so gequält von Verbote, Massnahmen, aber die wichtige Sache werden nicht berücksichtigen: Familie, Leben, Frieden, Gesundheit. Immer allen gegen allen. Frage: Für was? In Asia sterben die Menschen durch Naturkatastrophe ... und was tun wir? Verboten und Massnahmen erteilen. Super oder? Anstatt an die neue Generationen sensibilisieren. Das muss gemacht werden. Die junge Generation weiss nicht mehr die Bedeutung Leben, zusammen leben und respekt

  • Jule am 27.12.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Verbot mehr...

    Was mich stört sind immer diese neue Regeln, denen nicht wirklich sinn macht. Ja klar, für den Staat macht schon Sinn. Er will alle und alles unterkontrolle haben. Wie eine moderne Sklave. Aber was mich am meistens stört ist, dass die Mächtiger und Reicher alles machen können auch wenn es nicht erlaubt ist. Und wenn sie geschnapt sind, passiert nichts... oder sehr wenig. Sie haben doch Geld! Die Gerechtigkeit ist nicht für alle da.

  • Post Telephon Telegraph am 27.12.2018 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Haustüre = irgendwann zw. 8 und 12h

    Postdienstleistungen an der Haustüre machen nur für jene Sinn, die zwischen ca. 8 und 12 Uhr ständig zuhause sein können. Jene, die die Zeit dafür haben, hätten auch die Zeit, um in eine weit entfernte Filiale zu gehen. Einzig für Senioren und Mobilitätseingeschränkte bringt das etwas.

  • Auswanderer am 27.12.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ich freue mich auf das neue Jahr

    dann wird mein 2. Auge grauer Star) operiert. Nur noch Lesebrille nötig. Danach wandere ich weiter nach Südafrika habe ein 4-Jahres Visa).

  • Captain Hindsight am 27.12.2018 06:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser das Nichts erreichen?

    Super. Nachdem dieses Jahr meine Postfiliale geschlossen wurde, wird die Erreichbarkeit verbessert. Ich hätte einen Tipp für die Umsetzung! Macht die Postfiliale wieder auf, dann ist die Post für mich besser erreichbar.