Unpraktischer Schein

23. August 2018 09:56; Akt: 23.08.2018 09:56 Print

Diese Gründe sprechen gegen die 200er-Note

von Dominic Benz - Die ersten Schweizer haben die neue Note bereits im Sack. Praktisch ist sie aber nicht. 20 Minuten sagt warum und nennt Nötli-Alternativen.

Das sagen die Leute zur neuen 200er-Note (Video: 20 Minuten).
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Seit Mittwoch ist die neue 200er-Note im Umlauf. Schon kurz nach der Präsentation durch die Schweizerische Nationalbank erhitzten sich die Gemüter am Schein: Für die einen ist er ein Prunkstück im Portemonnaie, für die anderen ein Paradebeispiel für misslungenes Design. Eins ist aber klar: Die Note ist unpraktisch. 20 Minuten nennt mit einem Augenzwinkern fünf Gründe:

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• Zu grosser Betrag
Im kleinen Kiosk an der Ecke will der Kunde einen Kaugummi kaufen. Der Kassiererin streckt er den 200er hin. «Haben Sie es nicht kleiner?», fragt sie entsetzt. Sie könne nicht auf so viel herausgeben. «Nein», sagt der Kunde. Dann solle er gefälligst beim nächsten Geldautomaten einen 20er oder so rauslassen, erwidert die Kiosk-Frau. Konsterniert zieht der Kunde von dannen und probiert es beim nächsten Lädeli. Aber auch dort Fehlanzeige. Mit einem 200er kommt man einfach nicht weit.

• Risiko für falsches Rückgeld
In der schummrigen Bar drängen sich die Gäste. Der Barkeeper ist gestresst. Wer jetzt mit einem 200er zahlt, muss vorsichtig sein. Schnell steckt der Barkeeper die grosse Note ein und lässt sie in der Kasse verschwinden. Und dann ist es zu spät: Er gibt 150 Stutz zu wenig raus. Im Zwielicht hat er doch glatt die Note für einen 50er gehalten. «Hey, ich hab im Fall einen 200er gegeben», wehrt sich der Gast. Den Barkeeper kümmerts nicht, er zapft bereits das nächste Bier.

• Der vermeintlich Gutbetuchte
Im Restaurant bestellen die Kumpels die Rechnung für die Getränke. Einer zückt die 200er-Note, während die anderen im Hosensack nach Münzen grübeln. Sie tun das absichtlich ganz umständlich. Ei, hat der andere viel Knete dabei, denken sie sich. «Übernimm doch gleich alles», heisst es plötzlich im Kanon. Der vermeintlich Gutbetuchte will ja nicht den Knausrigen geben und übernimmt die Rechnung.

• Nicht mal Bluffen geht
Den früheren Arbeitskollegen hat er seit seinem Gang in die Selbstständigkeit nicht mehr gesehen. Beim heutigen Treffen zum Business-Lunch will er bei ihm Eindruck hinterlassen. Er ist ja schliesslich erfolgreich. Da machen sich zwei 200er im Portemonnaie doch ziemlich gut. Als er beim Zahlen das Nötli zückt, hat der Kollege nur ein müdes Lächeln übrig. «Lass stecken, ich übernehme», sagt dieser und nimmt seinen 1000er hervor. Gopf, nicht mal zum Bluffen ist der 200er zu gebrauchen.

• Ungeeignet für die Unterwelt
Die Unterwelt schätzt grosse Noten. So setzt sie für das Bunkern von Schwarzgeld nicht auf 200er-Noten, sondern auf 1000er. Die sind viel praktischer und brauchen weniger Platz: Ein Bündel im Wert von 100'000 Franken ist rund ein Zentimeter dick. Da ein Schliessfach bei Schweizer Banken meist 4 Zentimeter hoch und 20 Zentimeter breit ist, passt locker mehr als eine Million Franken rein.

Diese Alternativen zur 200er-Note wären nützlicher:

5er-Note – der «Papier-Schnägg»:
Der «Papier-Schnägg» löst das Münzen-Pendant ab. Endlich. Denn die grossen Fünfliber sind unpraktisch. Vor allem bei Männern, die das Münz in der Hosentasche tragen, zieht das Gewicht der Geldstücke am Gürtel. Die 5er-Note bringt da die Erleichterung.

9.90er-Note – das «Shopping-Nötli»:
Mit dem «Shopping-Nötli» kann man bequem einkaufen gehen. Denn viele Produkte kosten 9.90 Franken. Die 10 Rappen Rückgeld fallen dann weg. Die grosse Münzsammlung im Portemonnaie wird damit endlich kleiner.

150er-Note – das «Beizen-Nötli»:
Das sogenannte «Beizen-Nötli» ist echt praktisch. Denn in Städten wie Zürich kostet das Essen in der Pizzeria mit allem Drum und Dran schnell mal 70 Franken pro Person. Geht man zu zweit, kann man nur noch den 150er auf den Tisch legen – Trinkgeld inklusive. Mühsames Rückgeld brauchts nicht mehr.

500er-Note – der «Hälftler»:
Die EU hat ihre 500er-Note abgeschafft. Gerade darum brauchen wir den «Hälftler». Das untermauert die Einzigartigkeit des Frankens. Die 500er-Note ist zudem die goldene Mitte bei der Barbezahlung: Nicht zu wenig und nicht zu viel.

10'000er-Note – der «Einer»
Endlich das Auto und das Sofa bequem in bar zahlen. Mit dem «Einer» ist das kein Problem. Vorbei sind die Zeiten, in denen man mit Haufen von Notenbündeln herumlaufen musste. Auch das Bunkern von Bargeld zu Hause geht mit der 10'000er-Note ganz einfach. Das Dutzend Aktenkoffer kann man sich dann sparen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Not aus Gang am 23.08.2018 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Völlig wertloser Artikel

    Ich fasse es nicht, dass ich den tatsächlich gelesen habe......total nutzlos

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  • Küsä am 23.08.2018 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Nix los

    Absolut unnötiger, unnützer Artikel. Informationsgehalt tendiert gegen Null. Unterhaltungswert ebenfalls.

  • Toni am 23.08.2018 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    ewige Nörgelei

    Jetzt ist aber mal gut mit dieser ewigen Nörgelei wegen den Noten. Die sind gut! Alle! Auch der 200er und 1000er. Und dass man heute nicht mal mehr auf 200 rausgeben kann als Geschäft, finde ich reichlich seltsam. Ist ja nicht so, dass das ein riesen Betrag wäre.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dejan am 24.08.2018 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Twint

    Twint find ich besser.

  • Bert Füller am 24.08.2018 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    200er - wer braucht denn hier kein Geld?

    Alles eine Farce und Augenwischerei, in der Schweiz gibt es wohl keine wichtigeren Angelegenheiten, als sich über einen wertvollen Papierfetzen zu erhitzen.

  • Fridolin am 24.08.2018 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ewige Nörgeler

    Was habt ihr für ein problem mit drr 200er Note,hauptsache sie ist 200 Fr. Wert und nur das zählt

  • E.H. am 24.08.2018 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Geht das Ausland gar nichts an!

    Ewige Motzer und Neidhammel. Und das Ausland geht das überhaupt nichts an! Die sollen endlich bei sich selber für Ruhe und Ordnung schauen.

  • Klario am 24.08.2018 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Satire

    Ist doch ganz klar Satire, nehmts mal mit Humor!

    • Thomas H. am 24.08.2018 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Klario

      Satire wäre gekennzeichnet und in der Rubrik Spass. Nein, das ist tatsächlich ernst gemeint.

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