Krankenkassenprämien

25. September 2018 17:02; Akt: 25.09.2018 17:02 Print

Diese Versicherten trifft es am härtesten

Die Krankenkassenprämien steigen 2019 moderat. Dennoch gibt es Versicherte, die massiv mehr zahlen müssen.

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Die Erhöhung der mittleren Krankenkassenprämie für 2019 um 1,2 Prozent liegt deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Für die jungen Erwachsenen zwischen 19 und 26 Jahren sinkt die Prämie im nächsten Jahr sogar deutlich.

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Die Prämien ...

Seit 2008 sind die Krankenkassenprämien jährlich um 3,5 Prozent, seit Inkrafttreten der obligatorischen Krankenversicherung im Jahr 1996 sogar um durchschnittlich 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen.

Nicht alle profitieren

Die Veränderungen der Prämien fürs nächste Jahr sind also weniger schmerzhaft als in den Vorjahren. Trotzdem: Längst nicht alle Versicherten in der Schweiz profitieren vom moderaten Anstieg oder gar einer Senkung.

Der Vergleichsdienst Comparis hat für 20 Minuten die extremsten Fälle ausgerechnet (obligatorische Grundversicherung):

• Am stärksten geschröpft wird ein Erwachsener aus dem Kanton Jura, der bei der Swica versichert ist und eine Franchise von 300 Franken gewählt hat. Er zahlt im nächsten Jahr 560.40 Franken mehr pro Jahr.
• Auf Platz zwei der Versicherten, die der Prämienanstieg am härtesten trifft, liegt ein Erwachsener aus dem Kanton Thurgau. Er ist Kunde der Krankenkasse Compact und hat eine Franchise von 300 Franken. Er zahlt im kommenden Jahr 526.80 Franken mehr.
• Auch ein Erwachsener aus dem Kanton Schwyz, der bei der Swica versichert ist, muss deutlich mehr bezahlen. Seine Prämie verteuert sich pro Jahr um 513.60 Franken, wenn er eine Franchise von 300 Franken gewählt hat.

Höchster prozentualer Anstieg

Bei den Prämien für Kinder ist der Anstieg mit plus 2,4 Prozent höher als der mittlere schweizweite Anstieg. So betrifft auch das Beispiel von Comparis mit dem höchsten prozentualen Anstieg ein Kind aus dem Kanton Nidwalden: Wenn seine Eltern das Hausarztmodell gewählt haben und bei der KPT/CPT Kunde sind, zahlen sie nächstes Jahr 20,5 Prozent mehr für die Prämie (+142.80 Franken). Der Anstieg für ein Kind aus dem Kanton Solothurn bei derselben Krankenkasse und mit demselben Modell beträgt 15,6 Prozent (+152.40 Franken).

(vb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max der Dax am 24.09.2018 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    ... steigen um NUR ...

    Nur? Sie steigen trotzdem, Jahr für Jahr - und nicht nur die KK-Prämien. Würde doch auch nur mein Lohn Jahr für Jahr so steigen...

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  • Alice am 24.09.2018 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Staatliche Krankenkasse

    Wäre mal Zeit, dass wir nur noch ein Krankenkasse haben- Staatliche! So könnte man viel Geld und Zeit sparen!

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  • Helene am 24.09.2018 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei

    Die Alten haben das ganze Leben nach dem Solidarprinzip einbezahlt und werden nun nach dem "die habens ja" Prinzip abgezockt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • D.B.g. am 25.09.2018 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht !! Kosten den , was denn ?

    Der Grund würde mich mal Interessieren da deren Begründung eher Lachhaft zum Weinen ist. Forschung, Löhne, Liegenschaften, Gehälter im Fantasie Bereichen zum guten noch an den Börsen weltweit handeln. Dazu braucht es die hohen Premien und nicht für den Kranken Menschen oder seinen Booooboli ! Freie Finazwirtschaft ist schon lange aus den Fugen gesprungen. Das Resultat, wird dem Bürger noch zur Gewalt treiben.

  • Lömu am 25.09.2018 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösung

    Schaut, es gibt eine Lösung: Werbeverbot für Krankenkassen bzw. ein stark dezimiertes Budget dafür. Zusätzlich die Provisione für Makler streichen. Schon nur die 500 Millionen machen auf 8 Millionen Schweizer schon mal über 60 Franken jährlich pro Person...

  • Sumsum am 25.09.2018 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    12TCH Einkommen -1700 Steuern -1500 Zins und Amortisation -1500 Kinder in Ausbildung -3000 Sonstiges ,Swisscom etc -1100 KK Familie -1500 Haushaltsgeld - Bleibt nicht mehr viel!!

  • Silja am 25.09.2018 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einheitskasse

    Ich bin für die Einheitskasse. Die Grundversicherung muss für alle Erwachsenen gleich sein und die Prämie muss auch für den Mittelstand finanzierbar bleiben. Zudem müsste man diejenigen bestrafen, die immer gleich in den Notfall rennen. Wer eine Zusatzversicherung möchte, kann das freiwillig bei einer privaten Kasse anschliessen.

  • Su am 25.09.2018 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wir waren alle mal jung und kamen in den Genuss!

    da gibts nur eins, als jung für die KK sparen wenn man Kinder hat. Den gerade die haben vor nicht langer Zeit als jung davon profitiert. Jetzt jammern sie und greifen das was sie selbst taten an. Es zwingt keiner keinen sich für die Familie zu entscheiden, man muss vorher mal rechnen. Familie haben, heisst für sie auch mal verzichten auf Ferien, teure Handys, Auto, teure Technik etc.. Aber de 5er u ds Weggli kann keiner haben.