Interaktive Werbung

27. Mai 2019 10:13; Akt: 27.05.2019 16:20 Print

Darum hat es neu eine Box über der Plakatwand

Das schwarzen Kästchen oberhalb der Werbeplakate am HB in Zürich kann Werbung aufs Smartphone senden. Die neue Technologie stammt von Swisscom.

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Seit kurzem prangen oberhalb einiger Plakatwände am Hauptbahnhof in Zürich kleine schwarze Kästchen. Bereits am Wochenende fragten sich viele 20-Minuten-Leser, was es mit den Boxen auf sich hat. Jetzt ist klar: Hinter den Kästchen steckt die Plattform Beem von Swisscom. Diese macht es möglich, klassische Werbekampagnen direkt auf das Smartphone der Nutzer zu bringen.

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Mit Beem lässt sich Werbung also interaktiv machen – sei es, indem Nutzer auf dem Smartphone weitere Informationen oder Angebote anfordern können, Coupons erhalten, Käufe tätigen oder an einem Wettbewerb teilnehmen können.

Keine Zusatz-App nötig

Beem-fähige Plakate der APG senden ein hochfrequentiges Ton-Signal ausserhalb des Hörbereichs von Erwachsenen sowie ein Bluetooth-Signal aus. Empfangen werden diese Signale von der Beem-Plattform, die in die Apps von 20 Minuten, Bluewin und Watson integriert wurden. Hat ein Nutzer eine dieser Apps geöffnet, erscheint ein Hinweis, sobald das Signal empfangen wird. Klickt der Nutzer auf den Hinweis, öffnet sich die Plattform Beem, wo aktuelle Angebote passend zum gesehenen Plakat angezeigt werden. Das Signal reicht etwa 20 bis 30 Meter.

Weitere Einsatzmöglichkeiten von Beem sind laut Swisscom Kinospots oder TV-Werbung. Bereits nutzbar ist die neue Technologie demnach auf 3+. Die erste Plakatkampagne mit Beem startet am 3. Juni am Hauptbahnhof Zürich.

Analog und digital verknüpfen

Swisscom hat sich mit Beem zum Ziel gesetzt, die analoge und digitale Welt zu verschmelzen. Das umfasse auch Einsatzmöglichkeiten ausserhalb der Werbung. Die Nutzung von Beem sei überall da möglich, wo Menschen mit ihren Smartphones interagierten und eine zusätzliche Informationsebene nutzen wollten. Auch an Events oder in Museen würde sich die Technologie beispielsweise anbieten.

(20M)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klinge Ling am 27.05.2019 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Klingeling

    "ein hochfrequentiges Ton-Signal ausserhalb des Hörbereichs von Erwachsenen" - und allen Kindern klingelts in den Ohren? Gehts noch?

    einklappen einklappen
  • Peter Basler am 27.05.2019 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    En Basler

    Kurz ausgedrückt, eine Frechheit. Noch immer will ich bestimmen was auf mein Smartphone kommt

    einklappen einklappen
  • Hirnwäsche am 27.05.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Nein, danke!

    Dinge die die Welt nicht braucht...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Arthur Dent am 28.05.2019 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ein kleiner Schritt zur Kiste mit Kamera

    Ich werde jede private Kamera zerstören, mich filmt und gleichzeitig identifiziert. Soweit das möglich ist.

  • Max Meyer am 28.05.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz?

    Haha...und zuerst ahnungslos im 1. Artikel darüber berichten, was das für ein Kästchen sein soll. Als hättet Ihr es nicht schon bereits gewusst. Dass ich nicht lache!

  • unglaublich,, am 28.05.2019 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Kopfschmerzen..

    Mir schmerzen sogar die Katzenscheuchen in meinen Ohren und bin schon 40ig. ...ein weiterer Grund zum Autofahren

  • Name am 28.05.2019 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Denk mol 5 Minute nöd an Chole

    Ich finde Werbung teilweise amüsant, meistens ist sie aber nur bescheuert. Da ich meinen Fernseher schon vor Jahren eliminiert habe, bin ich da wenigstens vor Werbung verschont. Ansonsten Ad Blocker. Ich weiss selber, was ich möchte und was nicht.

  • Net am 28.05.2019 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr bedenkliche Technologie

    Das bedeutet also, dass die 20 Minuten und die Watson App konstant auf das Mikrofon zugreifen, damit sie ein allfälliges Beem-Signal wahrnehmen können? Wer gewährleistet, dass die App nicht auch Gespräche mitschneidet? Das finde ich aus Sicht des Datenschutzes höchst bedenklich, abgesehen davon, dass dies zusätzlich am sowieso schon zu schnell leeren Akku des Smartphones zerrt... Das empfinde ich als eine sehr unschöne Angelegenheit, ich hoffe doch sehr, dass es diese Technologie nicht über die Pilotphase hinweg schafft!