Devisenmarkt

13. Juli 2012 14:42; Akt: 13.07.2012 15:20 Print

Dollar ist beinahe wieder einen Franken wert

von Hans Peter Arnold - Als ob der Dollar den Schweizer Franken als sicheren Hafen abgelöst hätte: Die US-Währung ist nur noch rund einen Rappen von der Parität zum Franken entfernt.

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Der Dollar notiert so hoch wie seit Dezember 2010 nicht mehr.

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Die US-Währung wird stärker und stärker: Der Dollar ist im heutigen Handel bis auf 98.60 Rappen gestiegen. Auf diesem Niveau tendierte er letztmals im Dezember 2010. Nur noch gut ein Prozent trennt ihn von der Parität.

Die aktuelle Erholung des Dollars erklärt sich unter anderem mit dem Kommentar der US-Notenbank am Mittwoch: Der Markt hatte neue geldpolitische Lockerungen erwartet, was die US-Währung schwächen sollte. US-Notenbankchef Ben Bernanke wollte sich aber nicht explizit dazu äussern. Bereits am 5. Juli sorgte die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank für einen Schwächeanfall der Gemeinschaftswährung und für eine Erstarkung des USD.

Weniger Arbeitslosenanträge

Gehe es um ein erhöhtes Sicherheitsdenken, so ziehe der Markt den US-Dollar den meisten anderen Währungen immer noch vor, schreiben die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) im Marktkommentar vom Freitag. Der Euro, welcher schon wegen der nicht lösbar scheinenden Schuldenkrise massiv unter Druck ist, muss weiter Federn lassen.

Der Dollar wurde auch dank guter Arbeitsmarktdaten vom Donnerstag wertvoller. In der vergangenen Woche stellten nur noch 350 000 Amerikaner neue Anträge für die Arbeitslosenunterstützung, so wenig wie seit März 2008 nicht mehr. Noch müsse sich dieser Trend bestätigen, heisst es bei der ZKB. Und weiter: «Aber es ist doch zumindest eine Zahl, welche Hoffnung auf eine Besserung der Situation am gebeutelten US-Arbeitsmarkt macht.»

Franken in Sippenhaft

Im vergangenen Jahr verlor die US-Währung wie auch der Euro gegenüber dem Franken dramatisch an Wert. Am 9. August sackte der Dollar auf 70.70 Rappen ab. Der Franken wurde zur Fluchtwährung. Kurz darauf war die Nationalbank gezwungen, den Franken an den Euro anzubinden. Mit dem Effekt, dass die Schweizer Währung angesichts der Schuldenkrise in Sippenhaft genommen wurde und seither parallel mit dem Euro floatet.

Dem wieder erstarkten Dollar zum Trotz: Der Langfristtrend der US-Währung zeigt abwärts. Zum Vergleich: Im Jahr 2001 war der US-Dollar fast 1.80 Franken wert.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.B. am 16.07.2012 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Export - Import

    Die SNB gibt Milliarden aus, um den EURO zu stützen und den Kurs bei 1.20 CHF zu halten. Wozu? Wir sind grundsätzlich ein Importland. Aus den meisten EU-Ländern importieren wir für mehr Geld waren, als dass wir dorthin exportieren. Die vielen Millarden könnten auch direkt den Firmen (z.B. als zinsloses Darlehen) zur Verfügung gestellt werden, um so die Euro-Export-Krise zu überstehen. Gleichzeitig merkt der Endverbraucher kaum etwas vom tiefen Eurokurs. Der scheint bei den meisten Läden immer noch bei 1.50 bis 2.00 CHF zu liegen.

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  • anonymous am 13.07.2012 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaaaaa

    Und da der Dollar dank der Entscheidung Gab es überhaupt eine Volksabstimmung?! Es ist schlussendlich UNSER Geld - Wir "einfachen" Arbeiter von denen der Mittelstand lebt und die Hochständigen lezten Endes , ernährt! Wie dem auch Sei - Durch die Kopplung an die ENB wird dies früher oder später noch Teuer zu stehen kommen

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  • Gugu Gaga am 15.07.2012 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    Euro kaufen oder Löhne runter

    An alle die, die SNB wegen dem Eurokaufen kritisieren, was sollen wir den dagegen tun? Bringt mal Vorschläge wie wir unsere Exportwirtschaft unterstützen könnten, mein Vorschlag wäre: Alle Löhne um 2/3 kürzen damit wir auf Euroländer Niveau sind, die Preise werden sich dann schon anpassen!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • D.B. am 16.07.2012 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Export - Import

    Die SNB gibt Milliarden aus, um den EURO zu stützen und den Kurs bei 1.20 CHF zu halten. Wozu? Wir sind grundsätzlich ein Importland. Aus den meisten EU-Ländern importieren wir für mehr Geld waren, als dass wir dorthin exportieren. Die vielen Millarden könnten auch direkt den Firmen (z.B. als zinsloses Darlehen) zur Verfügung gestellt werden, um so die Euro-Export-Krise zu überstehen. Gleichzeitig merkt der Endverbraucher kaum etwas vom tiefen Eurokurs. Der scheint bei den meisten Läden immer noch bei 1.50 bis 2.00 CHF zu liegen.

    • Anna am 16.07.2012 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Export-Land

      Die Schweiz ist ein Export-Land. Informier dich mal besser.

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  • mueller am 16.07.2012 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Franken sinkt mit dem Euro ab.

    Korrektur: Der Schweizer Franken sinkt dank der Euroankopplung, der US Dollar ist immernoch gleich viel wert. Dank der SNB verliere ich zurzeit ein Haufen Privatvermeogen!

    • Marc Spiro am 16.07.2012 15:02 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch angelegt

      Falsch angelegt...Klumpenbildung vermieden ist das 1x1 im Handel. Vielleicht hast Du aber ohnehin viel Mehr als wir?!

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  • p.moser am 16.07.2012 01:43 Report Diesen Beitrag melden

    soviel zum thema

    starker franken. alles wischi waschi. der dollar ist nach wie vor die leitwährung zudem ja auch das öl und andere dinge über den dollar abgewickelt werden. frau hildebrand wusste schon warum sie dollars kaufte. hahha einzig das volksvermögen wird verbraten und auch das gold ist längst weg. dafür hat man tonnenweise us staatsanleihen (wertloses papier) und jene wertlose währungen zu millarden angehäuft um angeblich den ach so starken franken zu schwächen. der wird noch richtig schwach, keine angst, die inflation kommt bestimmt. da nutzen dann auch schliessfächer nichts mehr.

  • no ami land am 16.07.2012 00:19 Report Diesen Beitrag melden

    aber egal solange die eu die sponsert

    also um genau zu sein ist 1 dollar genau 4 cents wert klar die drucken einfach noten ohne ende

    • Supermario am 16.07.2012 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Nein; 100 Cents! Bleibt nur noch die Frage wieviel Rappen den ein Cent wert ist :-)

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  • Gugu Gaga am 15.07.2012 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    Euro kaufen oder Löhne runter

    An alle die, die SNB wegen dem Eurokaufen kritisieren, was sollen wir den dagegen tun? Bringt mal Vorschläge wie wir unsere Exportwirtschaft unterstützen könnten, mein Vorschlag wäre: Alle Löhne um 2/3 kürzen damit wir auf Euroländer Niveau sind, die Preise werden sich dann schon anpassen!!

    • swiss made am 15.07.2012 16:30 Report Diesen Beitrag melden

      orientierung am schwächeren?

      wieso löhne kürzen? 1fr = 1$, wo sind unsere 99rp. shops und kleider anstatt für 60-120 für 20? also entweder preise senken oder löhne erhöhen

    • Mäxu am 15.07.2012 19:08 Report Diesen Beitrag melden

      @ Gugu Gaga

      Wie wärs, wenn die Milliarden für den Euro-Kauf in Betriebe gesteckt würde? Oder gar an alle Schweizer verteilen? Was hilft unserer Wirtschaft mehr: der widersinnige Euro-Kauf oder das Ausgeben an Schweizer, natürlich mit einer Frist zum Investieren?

    • M.......... K................. am 16.07.2012 10:46 Report Diesen Beitrag melden

      Umdenken

      da das Geld eh wertlos ist, kann mann es genau so gut an die Bevölkerung verteilen. kommt jedem zu Gute. Bedinungsloses Einkommen. Die Kaufkraft wird erhöht, die Schulden werden abgebaut und die Wirtschaft wird gestärkt.Die SNB eien Volksbank soll sich fürs Volk einsetzen und nicht nur für die Banken, welche das Volk Betrügen mit Zins und Zinseszins.Reiner Betrug am Bürger.

    • Hans Meier am 16.07.2012 11:51 Report Diesen Beitrag melden

      Anders Investieren, Umverteilung IM LAND

      @Gugu Gaga Alles andere ist besser, als in eine Verlierer Währung wie den Euro zu investieren. Der Euro ist zum Untergehen verdammt, jeder der über den Euro, die Entstehung, die EURO Gesetze, welche von Ländern wie Deutschland NICHT eingehalten wurden usw. bescheid weiss, weiss dass der Euro nicht mehr zu retten ist und dem Untergang geweiht ist. Wieso in eine Währung welche Untergehen wird, investieren? Was soll das bringen, erst recht, auf lange Zeit gesehen. Von Freier Markwirtschaft kann in der Schweiz sowieso nicht mehr die Rede sein, also Geld im Import weg, ab zum Export, Problem gelöst

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