Boeing

18. Januar 2011 15:55; Akt: 01.04.2011 14:52 Print

Dreamliner wird immer mehr zur Zangengeburt

Die Fluggesellschaften in aller Welt müssen noch länger auf den neuen Langstrecken-Jet 787 «Dreamliner» von Boeing warten.

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Grosser Bahnhof für ein Dreamliner-Modell im Jahr 2007 in Everett (USA). (Bild: Keystone)

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Der Dreamliner ist vom Pech verfolgt. Boeing beklagte von Anfang an massive Probleme mit den eingesetzten Verbundmaterialien sowie mit unzuverlässigen Zulieferern. Zuletzt hatte ein Brand in der Bordelektronik einer Testmaschine das gesamte Programm zurückgeworfen. Nun soll die Stromversorgung überarbeitet und eine neue Kontrollsoftware eingespielt werden.

Der US-Hersteller gab am Dienstag bekannt, dass sich die Erstauslieferung auf das dritte Quartal verschiebt. Das ist mehr als drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan.

Luft eingeplant

Boeing will auf jeden Fall neuerliche Enttäuschungen bei den Fluggesellschaften vermeiden. «Wir haben etwas Luft eingeplant», sagte «Dreamliner»-Programmchef Scott Fancher. Vier der sechs Testmaschinen sind bereits wieder flugbereit, die verbleibenden zwei Maschinen sollen in den kommenden Tagen abheben.

Die andauernden Verzögerungen hatten Boeing bereits einen Milliardenbetrag gekostet. Das Ergebnis des abgelaufenen Jahres solle aber nicht nennenswert in Mitleidenschaft gezogen werden, teilte Boeing mit. Der Airbus-Rivale legt seine Bilanz am 26. Januar vor.

(sda)