SBB

04. August 2016 05:43; Akt: 04.08.2016 05:43 Print

Droht den Starbucks-Waggons das Aus?

von V. Blank - Seit knapp drei Jahren betreiben die SBB rollende Starbucks-Filialen. Laut Brancheninsidern wird das Projekt in der jetzigen Form nicht weitergeführt.

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Sie wurden als «neuer Meilenstein der Bahngastronomie» angekündigt: Die beiden Speisewagen, die die SBB zu Starbucks-Filialen umgebaut haben. Im Winter 2013 und im Frühling 2014 waren sie in Betrieb genommen worden. Seither verkehren täglich zwei «Starbucks Coffee Houses» auf der Strecke Genf–St.Gallen.

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Braucht es Starbucks-Kaffee im SBB-Speisewagen?
19 %
47 %
22 %
12 %
Insgesamt 3040 Teilnehmer

Doch jetzt, nach nicht einmal drei Jahren, droht den fahrenden Starbucks-Filialen das Aus. Ihr Einsatz werde wohl im September zu Ende sein, schreibt die «Schweizer Eisenbahn-Revue». Dem Vernehmen nach sollen die mit damals grossem Aufwand umgebauten Waggons für ein neues Speisewagen-Projekt verwendet werden, so die Fachzeitschrift. Sogar vom Umbau eines dritten Wagens sei die Rede.

SBB geben sich bedeckt

Ein SBB-Mitarbeiter, der anonym bleiben will, hat ebenfalls Wind von bevorstehenden Änderungen bekommen. Soweit er informiert sei, werde der Starbucks-Wagen in der jetzigen Form ab Herbst nicht mehr weiterbetrieben, sagt er zu 20 Minuten. Gemäss Branchengerüchten sei beispielsweise angedacht, das derzeitige Angebot aus dem Starbucks-Sortiment mit Produkten anderer Anbieter zu ergänzen.

Ganz aus den SBB-Waggons verschwinden sollen Getränke und Gebäck des US-amerikanischen Kaffeerösters nicht, sagt auch SBB-Sprecherin Franziska Frey: «Es ist nicht vorgesehen, die Zusammenarbeit mit Starbucks zu beenden.» Wie die Zukunft der Wagen aussehen soll, will sie aber nicht verraten. Man habe bereits im Januar kommuniziert, dass das SBB-Gastronomiekonzept neu ausgerichtet werde. Über die Details werde das Unternehmen im Herbst informieren.

Nicht die erste Zusammenarbeit

Die fahrenden Starbucks-Filialen bei den SBB sind die weltweit einzigen ihrer Art. Im Unterdeck des Doppelstöckers gibt es für die Passagiere einen Take-away, im Oberdeck ein bedientes Café. «Wir sind überzeugt, dass es funktionieren wird», hatte Jeannine Pilloud, Leiterin SBB Personenverkehr, bei der Präsentation des neuen Speisewagens im November 2013 gesagt.

Die SBB arbeiten im Bereich der Gastronomie nicht zum ersten Mal mit einem multinationalen Unternehmen zusammen. Anfang der 1990er-Jahre verkehrten zwei McDonald's-Speisewagen auf dem Schweizer Schienennetz. Das Projekt war aber nicht erfolgreich. Passagiere störten sich unter anderem am Friteusengeruch, der sich im Zug ausbreitete.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Mander am 04.08.2016 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Wir haben gute Kaffeeanbieter in Europa und dazu noch solche mit fair gehandeltem Kaffee und günstigerem Preis. Da braucht es keinen amerikanischen Anbieter auf den Schienen.

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  • Martin L. am 04.08.2016 07:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    war abzusehen

    Zugfahren ist nicht zu Teuer aber ein Kaffee bei Starbucks aus meiner Sicht schon. Ich kann gut nachvollziehen dass Verpflegungsmöglichkeiten im Zug in der Schweiz leider schwer wirtschaftlich zu betreiben sind.

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  • YZ am 04.08.2016 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Basel, Luzern, Chur,...

    Wieso fahren diese Wagen immer die gleiche Strecke? Habe daher noch nie die Möglichkeit gehabt einen zu besuchen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sam Süffi am 05.08.2016 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    Ein SBB -Flop mehr das zu Ende gehen dürfte. Bundesbetrieb, der viele Fehlplanungen aufweist. Immer mehr ausgliedern bewährt sich oft nicht.

  • Schwiizer Kafi am 05.08.2016 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rätsel

    Ist mir ein Rätsel, wie man von diesem Amerikaimport Fan sein kann. Unsägliches Getue mit dem Namengekritzel, viel zu teuer, mindere Qualität.

  • Pebo am 05.08.2016 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuern

    Starbucks zahlt keine Steuern. Am besten gleich alle Filialen schliessen!

  • Hildi am 05.08.2016 01:11 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Webung für Starbucks

    Wie viel die SBB wohl von Starbucks für diese "Gratiswerbung" erhalten hat, dass sie trotzdem "die Zusammenarbeit mit ihm weiter führen will?", obwohl das Konzept nun schon wieder geändert oder ergänzt wird? Mich stört auf jeden Fall der Geruch von Starbucks und ich würde in der SBB tausend Mal lieber individuelles heimisches Essen und Snacks konsumieren, anstatt diesem genormten Starbucksfood.

  • VollBlau am 04.08.2016 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopfenträmle

    wie währs mit einem Bierwagen mit diversen Biersorten aus der Schweiz...mit SBB spez. das an Board gebraut wird....proscht

    • marc am 05.08.2016 09:30 Report Diesen Beitrag melden

      Wäre super, aber

      Wo denkst du hin, so gute ideen hat die sbb leider nicht!

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