Bauboom im Emirat

06. Juli 2014 16:20; Akt: 06.07.2014 22:06 Print

Dubai plant grösste Shopping-Mall der Welt

Dubai stellt sein nächstes Mega-Projekt vor: In der Mall of the World sollen rund 100 Hotels ihren Platz finden.

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Shopping im Superlativ: In Dubai soll auf 740'000 Quadratmetern ein weiteres gigantisches Einkaufszentrum entstehen. Die Pläne für seine Mall of the World mit vollklimatisierten Strassenzügen stellte Herrscher Scheich Mohammed bin Raschid al-Machtum am Wochenende vor.

Dort sollen künftig 100 Hotels und Apartments entstehen, eine ganze Passage mit Wellnessangeboten, ein Theaterviertel und Einkaufsmeilen nach dem Vorbild der Londoner Oxford Street. Zu den Kosten und dem Fertigstellungstermin gab es allerdings keine Angaben.

«Fest entschlossen, Vision zu verwirklichen»

«Das Wachstum bei Familien- und Einkaufstourismus unterstreicht die Notwendigkeit, Dubais Tourismusinfrastruktur so bald wie möglich zu verbessen», erklärte Scheich Mohammed. «Dieses Projekt ergänzt unsere Pläne, Dubai in ein kulturelles, touristisches und wirtschaftliches Zentrum für die zwei Milliarden Menschen in der Region zu machen. Wir sind fest entschlossen, unsere Vision zu verwirklichen.»

Entwickelt wird der Komplex von der Dubai Holding, die vom Herrscher kontrolliert wird. Er soll ganz in der Nähe der Mall of the Emirates, des Burj Khalifa – des höchsten Gebäudes der Erde – und der Dubai Mall entstehen, die derzeit die grösste in dem Wüstenemirat ist. Dort gibt es unter anderem ein Dinosaurierskelett, eine Eisbahn und ein mehrstöckiges Aquarium.

Vorbereitung für Expo 2020

Dubai setzt seit längerem auf sehr teure und profilierte Bauprojekte, um sein Wirtschaftswachstum anzukurbeln und sich als internationales Reiseziel zu etablieren. Die Finanzkrise hatte den Ambitionen einen kräftigen Dämpfer verpasst, doch inzwischen erholt sich die Konjunktur in dem Emirat.

Dubai will seine Hotelkapazität auch mit Blick auf die dort ausgerichtete Expo 2020 weiter ausbauen. Das Emirat erwartet Einnahmen von 23 Milliarden Dollar (gut 20 Mia Fr.) in den Jahren 2015 bis 2021 und Kosten von 8,4 Milliarden Dollar (7,5 Mia. Fr.).

(sda)