Nahrungsmittel

31. Juli 2012 15:23; Akt: 31.07.2012 15:24 Print

Dürre in den USA verteuert Weizen weltweit

Noch bis Anfang Juni rechneten die Experten mit sinkenden Lebensmittelpreisen. Die nicht vorhersehbare Dürre in den USA lässt nun aber die Preise weltweit in die Höhe schnellen.

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Die Trockenheit in den USA gefährdet die Weizenernte. (Bild: Keystone)

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Weltbankpräsident Jim Yong Kim fürchtet steigende Lebensmittelpreise weltweit wegen der anhaltenden Dürre in den USA. Er warnte am Montag vor den «verhängnisvollen Folgen» dieser Entwicklung für die Ärmsten der Armen.

Nach Angaben der Weltbank sind die Preise für wichtige Nahrungs- und Futtermittel seit Mitte Juni stark gestiegen: der Preis für Weizen um 50 Prozent, der für Mais um 45 Prozent. Der Preis für Soja kletterte demnach seit Anfang Juni um 30 Prozent, seit Ende 2011 sogar um 60 Prozent.

Bis Anfang Juni hatten die Experten noch mit fallenden Preisen für Lebensmittel gerechnet, erklärte die Weltbank. Die «fürchterliche Trockenheit» in den USA sei vollkommen unvorhersehbar gewesen. Die USA leiden unter der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten.

Grossexporteur USA

Das Land liefert mehr als die Hälfte der Mais-Exporte weltweit und ein Viertel der Weizen-Exporte. Wassermangel herrsche aber auch in mehreren Ländern Osteuropas und in Indien, berichtete die Weltbank.

Eine ähnlich schlimme Krise wie 2008, als die Lebensmittelpreise sehr stark nach oben geklettert waren und es in mehreren Ländern deswegen Aufstände gab, sieht die Weltbank aber noch nicht. Die weltweiten Vorräte an Reis seien «relativ gut». Reis ist in vielen armen Ländern Grundnahrungsmittel; 2008 hatte sich der Preis verdreifacht.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dexter.m am 31.07.2012 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hungertote

    Ich frage mich wieviele Hungertote schon auf das Konto von nahrungsmittelspekulanten gehen nur weil sie möglichst viel Geld absahnen wollen

  • T.B. am 31.07.2012 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    Hat auch positive Seiten

    So lohnt es sich für die ärmeren wieder, selber anzubauen, anstatt auf dem Weltmarkt einzukaufen.

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  • Pia F. am 31.07.2012 23:29 Report Diesen Beitrag melden

    nicht gut.

    Das ist natürlich absolut nicht gut, da Getreide ein Grundnahrungsmittel ist. aber... mir kann's egal sein (persönlich gemeint natürlich, für die Welt ist es mir nicht egal), bin allergisch auf Getreide. Somit kauf ich eh keins.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Margrit am 03.08.2012 00:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wiedermal zum Nachdenken.

    Wo die notwendigen Lebensmittel, herkommen !!

  • Meinung. am 03.08.2012 00:09 Report Diesen Beitrag melden

    Zeit fürs umdenken.

    Das man vernünftig mit den Lebensmitteln umgeht, wo mit viel Arbeitszeit etc. verbunden ist & leider ohne grosse Überlegung, dann im Abfallkübel landet !!!

  • Pia F. am 31.07.2012 23:29 Report Diesen Beitrag melden

    nicht gut.

    Das ist natürlich absolut nicht gut, da Getreide ein Grundnahrungsmittel ist. aber... mir kann's egal sein (persönlich gemeint natürlich, für die Welt ist es mir nicht egal), bin allergisch auf Getreide. Somit kauf ich eh keins.

  • Dexter.m am 31.07.2012 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hungertote

    Ich frage mich wieviele Hungertote schon auf das Konto von nahrungsmittelspekulanten gehen nur weil sie möglichst viel Geld absahnen wollen

  • T.B. am 31.07.2012 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    Hat auch positive Seiten

    So lohnt es sich für die ärmeren wieder, selber anzubauen, anstatt auf dem Weltmarkt einzukaufen.

    • Christa B. am 03.08.2012 08:32 Report Diesen Beitrag melden

      Bedingt aber...

      ...dass sie über urbares Land verfügen...

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