Japanreisen

18. März 2011 14:53; Akt: 21.03.2011 10:29 Print

Dunkle Wolken über diesjähriger Kirschblüte

von Gérard Moinat - Auch für die Tourismusindustrie ist die Katastrophe in Japan gravierend. Bald beginnen die Kirschbäume zu blühen — eine Attraktion, die jedes Jahr auch tausende Schweizer anzieht.

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Über 5500 Schweizerinnen und Schweizer mischten sich letzte Jahr alleine in den Kirschblütemonaten März und April unter die Japaner. (Bild: Keystone)

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Die Kirschblüte ist die Visitenkarte des japanischen Tourismus. Eine atemberaubende Blütenpracht lädt je nach Breitengrad zwischen Ende März und Mitte April in Parks im ganzen Land zum Bestaunen, Verweilen oder Picknicken ein. Auch dieses Jahr werden die Bäume vielerorts blühen – nur diesmal ohne Touristen, insbesondere ohne Reisende aus der Schweiz.

Fast alle Kundendossiers mit Abflug im März wurden annuliert, sagt Harry Kolb vom gleichnamigen Japanreiseanbieter. Auch der auf Japanreisen spezialisierte Reiseanbieter Prime Travel verzeichnet bisher über 200 Annullationen alleine für diesen Monat.

Auch bei Wettstein, dem Asien-Reisespezialist der Hotelplan-Tochter Travelhouse, annullierten dutzende von Kunden ihre Reise. Daneben wurden auch die Gruppenreisen von Kuoni sowie die Rundreisen von Globus Reisen abgesagt.

Nach dem Beben von letzter Woche, dem Tsunami und den Unsicherheiten um Atomreaktoren rät nämlich das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA von Reisen nach Japan ab.

Jeder Dritte geht für die Blüten

Entsprechend läuten bei hiesigen auf Japanreisen spezialisierten Reisegeschäften die Alarmglocken. Denn jeder dritte Kunde gehe extra zur Kirschblütenzeit nach Japan, sagt Kolb. «Die aktuelle Naturkatastrophe beeinträchtigt unser Geschäft wesentlich.»

Und auch Stefano Casadei von Prime Travel klagt: «Ein Drittel unserer jährlich gut 3000 Kunden reist normalerweise diesen oder nächsten Monat nach Japan.» Ähnlich verheerend tönt es auch beim Reiseveranstalter Japan Tours Switzerland.

26 000 Schweizer gingen 2010 nach Japan

Unter den 8,6 Millionen Touristen, die gemäss der Japan National Tourism Organization 2010 das Land besuchten, befanden sich über 26 000 Schweizer. Die meisten Eidgenossen zieht es jeweils im April und im Oktober nach Japan.

Neben der Kirschblütenzeit im Frühling locken auch die rotgefärbten Blätter der Ahorn-Bäume im Herbst. In den Spitzenzeiten reisen also monatlich rund 3000 Besucher aus der Schweiz nach Japan. Bei Tui geben sie durchschnittlich zwischen 4000 und 5000 Franken für ihre Japanreise aus.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • peter der grosse am 18.03.2011 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    MANMADE "Naturkatastrophen"

    Informiert Euch was der Begriff HAARP auf sich hat...Dann werdet Ihr die sogenannten "Naturkatastrophen" mit anderen Augen betrachten!!! Medien und die Hollywood-Vertrottelungsfabrik haben uns jahrelang suggestiert, dass WIR für die Umweltkatastrophen verantwortlich sind.Dem ist leider nicht so!Das Wetter wird schon sehr sehr lange manipuliert!HAARP,Tesla und die NWO sind Begriffe,die man studieren muss.Danach werdet Ihr langsam aus Eurem Dornröschenschlaf erwachen!Nieder mit der NWO!

  • Daniel am 19.03.2011 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Den Betroffenen helfen statt jammern

    Da jammern Reiseveranstalter und im betroffenen Gebiet starben Tausende durch Tsunami und Erdbeben. Die Folgen der Atompanne sind noch nicht absehbar. Naturkatastrophen können nicht verhindert werden. Pannen in A-Werken jedoch schon. Beide Ereignisse sind Risiken für die Wirtschaft. Jammern ist verfehlt. Zuerst muss den Leuten in Japan geholen werden. Wer jetzt dieses Land als Tourist besucht, der zeigt wenig Wertschätzung und Anstand.

  • Konichiwa am 18.03.2011 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Go Nippon!

    Ich freue mich riesig auf meine Japanferien. Ich werde zwar nicht weiter nördlich als Tokyo reisen, habe aber keinerlei bedenken. Die Lage kommt langsam unter Kontrolle und immerhin ist das Japan und nicht irgendein maroder Ostblockstaat.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 19.03.2011 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Den Betroffenen helfen statt jammern

    Da jammern Reiseveranstalter und im betroffenen Gebiet starben Tausende durch Tsunami und Erdbeben. Die Folgen der Atompanne sind noch nicht absehbar. Naturkatastrophen können nicht verhindert werden. Pannen in A-Werken jedoch schon. Beide Ereignisse sind Risiken für die Wirtschaft. Jammern ist verfehlt. Zuerst muss den Leuten in Japan geholen werden. Wer jetzt dieses Land als Tourist besucht, der zeigt wenig Wertschätzung und Anstand.

  • Konichiwa am 18.03.2011 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Go Nippon!

    Ich freue mich riesig auf meine Japanferien. Ich werde zwar nicht weiter nördlich als Tokyo reisen, habe aber keinerlei bedenken. Die Lage kommt langsam unter Kontrolle und immerhin ist das Japan und nicht irgendein maroder Ostblockstaat.

  • peter der grosse am 18.03.2011 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    MANMADE "Naturkatastrophen"

    Informiert Euch was der Begriff HAARP auf sich hat...Dann werdet Ihr die sogenannten "Naturkatastrophen" mit anderen Augen betrachten!!! Medien und die Hollywood-Vertrottelungsfabrik haben uns jahrelang suggestiert, dass WIR für die Umweltkatastrophen verantwortlich sind.Dem ist leider nicht so!Das Wetter wird schon sehr sehr lange manipuliert!HAARP,Tesla und die NWO sind Begriffe,die man studieren muss.Danach werdet Ihr langsam aus Eurem Dornröschenschlaf erwachen!Nieder mit der NWO!