Milliardenbetrüger

11. Mai 2011 14:30; Akt: 11.05.2011 14:31 Print

Ein Weintropfen auf einen heissen Stein

Der Weinkeller des inhaftierten US-Milliardenbetrügers Bernard Madoff kommt unter den Hammer. Der riesige Schaden, den der Finanzjongleur angerichtet hat, wird damit um weniger als ein Nichts kleiner.

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Die kostbarsten Flaschen in Madoffs Weinkeller. (Bild: Keystone)

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Um 65 Milliarden Dollar hat Bernard Madoff tausende von Anleger geprellt. Auf 1000 Dollar wird die teuerste Flasche seiner Weinsammlung geschätzt, die am 18.Mai im Internet versteigert werden soll, wie ein New Yorker Weinhändler am Dienstag mitteilte.

Zum Aufruf kommen 58 Lose, die von einzelnen Flaschen Château Petrus von 1975 für einen Schätzpreis zwischen 700 und 1000 Dollar pro Stück bis zur Kiste Château Mouton Rothschild von 1996 für geschätzte 3200 bis 3600 Dollar gehen. Angeboten werden aber auch wesentlich weniger prestigeträchtige Tropfen wie mehrere Flaschen Cinzano für 60 bis 80 Dollar. Manche der Flaschen seien vermutlich eher wegen ihrer Herkunft als wegen ihres tatsächlichen Wertes für Käufer interessant, räumte das Weinhandelshaus Morell and Company ein.

Schneeball-System

Bernard Madoff war im Dezember 2008 festgenommen worden, nachdem er über Jahre hinweg mit Hilfe eines ausgeklügelten Schneeball-Systems und phantastischen Renditeversprechen tausende Anleger um geschätzte 65 Milliarden Dollar geprellt hatte. 2009 wurde er verurteilt.

Im Prozess hatte er gestanden, die ihm anvertrauten Summen niemals angelegt zu haben. Zu seinen Opfern zählten Banken, Privatleute und Wohltätigkeitsorganisationen.

(sda)