Flüge in die Schweiz betroffen

03. Mai 2019 02:55; Akt: 03.05.2019 06:07 Print

Einigung nach tagelangem Streik von SAS-Piloten

Nach zähen Verhandlungen und dem Ausfall von rund 4000 Flügen hat sich die skandinavische Airline SAS mit ihren Piloten geeinigt. Deren Streik wurde für beendet erklärt.

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Sieben Tage hat der Streik bei der Fluglinie SAS gedauert, nun steht ein neues Abkommen. Für die Piloten gibt es mehr Lohn und Planbarkeit ihrer Arbeit. Der Flugverkehr soll damit am Freitag - langsam - wieder anrollen.

Nach tagelangem Streit und dem Ausfall von rund 4000 Flügen wurde der Pilotenstreik bei der skandinavischen Fluggesellschaft SAS mit einer Tarifeinigung beendet. «Ich kann erleichtert darüber informieren, dass wir diesen Konflikt jetzt hinter uns lassen können», sagte SAS-Chef Rickard Gustafson am späten Donnerstagabend auf einer um mehrere Stunden verspäteten Pressekonferenz in Solna bei Stockholm.

Der Flugverkehr in Dänemark, Norwegen und Schweden werde damit am Freitag wieder aufgenommen. Es werde jedoch voraussichtlich mindestens weitere 24 Stunden dauern, bis der Betrieb wieder vollständig angelaufen sei. Man habe auf drei Jahre angelegte Vereinbarungen unterzeichnet, sagte Gustafson. Demnach erhalten die Piloten 2019 eine Lohnerhöhung um 3,5 Prozent, gefolgt von drei Prozent 2020 sowie vier Prozent 2021. Hinzu kommen Zugeständnisse bei der Planbarkeit ihrer Arbeitszeiten im Cockpit.

Feriengäste sassen fest

Der Pilotenstreik hatte dafür gesorgt, dass etliche Urlauber und Geschäftsreisende täglich an den Flughäfen in Stockholm, Oslo, Kopenhagen und anderswo in Skandinavien festsassen. Seitdem die Piloten nach dem Scheitern von Verhandlungen am vergangenen Freitag ihre Arbeit niedergelegt hatten, waren bis einschliesslich Donnerstag 4015 Flüge ausgefallen, mehr als 380'000 Passagiere waren davon betroffen, darunter auch auf mehreren Verbindungen in die Schweiz. Von SAS-Partnern betriebene Flieger konnten dagegen abheben.

SAS selbst kostete der Pilotenstreik einen Millionenbetrag. Wie hoch die finanziellen Belastungen gewesen seien, könne man noch nicht sagen, teilte die Airline mit. Experten schätzten die täglichen Verluste auf umgerechnet rund sechs bis acht Millionen Euro.

Umkämpfter Markt

Die skandinavischen Pilotengewerkschaften, die 545 norwegische, 492 schwedische und 372 dänische Piloten vertreten, hatten unter anderem 13 Prozent mehr Lohn sowie eine bessere Planbarkeit der Arbeitszeiten gefordert. SAS hatte angeführt, die ursprünglichen Forderungen der Piloten würden erhebliche Kostensteigerungen für die Fluglinie nach sich ziehen, die langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und damit die Arbeitsplätze aller SAS-Mitarbeiter gefährdeten. Seit Mittwochmittag hatten die Streikparteien unter Vermittlung eines Schlichters hinter verschlossenen Türen in Oslo über diese Punkte gestritten - knapp anderthalb Tage lang.

SAS-Chef Gustafson sagte, die Fluggesellschaft bewege sich in einem sehr umkämpften Markt, der durch Flugsteuern, hohe Ölpreise und eine schwache schwedische Krone weiter erschwert werde. Nach den Einigungen müsse sich SAS nun verstärkt daransetzen, ein langfristig profitables und nachhaltiges Unternehmen aufzubauen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oje am 03.05.2019 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer

    Nur drei Kommentare? Wenn das Lufthansa gewesen wär wahrscheinlich 3000 ;-)

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  • Maria Stein am 03.05.2019 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade dass das keine Deutsche Fluglinie ist. Da könnten wir wieder so richtig stänkern und anschliessend nach D zum Einkaufen fahren.

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  • marko 34 am 03.05.2019 04:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweden Torte am 06.05.2019 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    und tschüss SAS

    Als direkt Betroffene vom Streik musste ich meine Ferien streichen da kein passender Flug gefunden wurde zum umbuchen. Tja somit hat sich die SAS auf meine schwarze Liste der unzuverläsigen Fluggesellschaften geschrieben. Werde ich nie mehr buchen. Egal wie günstig die Tickets sein werden.

  • Anonymperson am 04.05.2019 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Lesenswerter Beitrag

  • Maria Stein am 03.05.2019 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade dass das keine Deutsche Fluglinie ist. Da könnten wir wieder so richtig stänkern und anschliessend nach D zum Einkaufen fahren.

    • Supermario am 03.05.2019 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      Fahren?

      Dann und wann wäre evtl. fliegen sogar billiger!

    • GenauLeser am 03.05.2019 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Maria Stein

      Was genau hat ein Pilotenstreik mit Einkaufstourismus zu tun???

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  • Oje am 03.05.2019 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer

    Nur drei Kommentare? Wenn das Lufthansa gewesen wär wahrscheinlich 3000 ;-)

    • Ueli Gabler am 03.05.2019 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oje

      Ja und sie wären sicher nicht so freundlich?

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  • Grüne Wiese am 03.05.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Klimastreik

    Die sollten immer streiken den sie machen unsere Luft kaputt. Nein zum Fliegen. Wir müssen unsere Flughäfen schliessen und als Vorbild für die weite Welt dienen.

    • marko 34 am 03.05.2019 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grüne Wiese

      Super

    • Akronymous am 03.05.2019 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grüne Wiese

      Ich bin linksautonomer und muss zugeben, dass dein Kommentar weniger als keinen Sinn ergibt.

    • Supermario am 03.05.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

      Grüne Wiese

      Vor allem fehlt mir auch noch die wirtschaftliche Relevanz :-)

    • marko 34 am 03.05.2019 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grüne Wiese

      Super

    • Viel Schnee am 04.05.2019 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grüne Wiese

      Zurück in die Steinzeit, da war noch alles viel besser. Weniger Menschen, nichts wurde weggeworfen und CO2 kein Thema. Es war zwar nicht gleich gemütlich und jeder musste jeden Tag sein Futter suchen aber alle waren irgendwie beschäftigt. Aber wer will schon aus seiner Wohlfühlzone heraus?

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