Einzahlungen

12. Dezember 2019 11:38; Akt: 12.12.2019 15:17 Print

Postfinance erhöht Gebühren am Schalter

Die Empfänger der Rechnungsbeträge müssen in Zukunft mehr bezahlen. Die Postfinance verlangt künftig rund 30 Prozent mehr.

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Die Postfinance erhöht die Gebühren für Einzahlungen am Schalter. Die Empfänger der Rechnungsbeträge, die über diesen Kanal beglichen werden, müssen ab Juli 2020 rund 30 Prozent mehr bezahlen. Postfinance wollte ursprünglich sogar eine noch stärkere Erhöhung der Gebühren.

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Konkret wird zum Beispiel der Tarif für eine 50-Franken-Einzahlung mit einem orangen Einzahlungsschein oder einer neuen QR-Rechnung von 90 Rappen auf 1.20 Franken erhöht. Bei einem roten Einzahlungsschein erhöht sich die Gebühr von 1.50 auf 2.00 Franken. Dies schreibt Postfinance am Donnerstag in einer Mitteilung.

Für die Personen, welche Rechnungen am Schalter bezahlen, blieben die Einzahlungen weiterhin kostenlos, betonte ein Firmensprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Bezahlen müsse nur der Rechnungssteller.

Stark defizitär

Laut Postfinance ist das Geschäft heute stark defizitär. Denn die Zahl der Einzahlungen am Schalter habe wegen der Verlagerung des Zahlungsverkehrs ins Internet stark abgenommen, so der Firmensprecher weiter.

2007 seien an den Schaltern der Post noch 210 Millionen Einzahlungen getätigt worden, im letzten Jahr seien es noch 137 Millionen gewesen «Und dieser Trend wird sich fortsetzen.» Laut dem Sprecher bleibt das Geschäft auch mit den neuen Tarifen defizitär.

Geplant war Erhöhung um 50 Prozent

Postfinance wollte denn auch ursprünglich eine weit stärkere Erhöhung, doch der Preisüberwacher legte dafür sein Veto ein.

Ursprünglich habe die Postfinance eine Anpassung um rund 50 Prozent geplant, teilte der Preisüberwacher am Donnerstag separat mit. Er nimmt für sich in Anspruch, mit der geringeren Erhöhung während der Dauer der Einigung (Sommer 2020 bis Ende 2023) die Rechnungssteller um 50 bis 60 Millionen Franken zu entlasten.

Preissteigerungen seien «leider unausweichlich», anerkennt jedoch auch der Preisüberwacher. Deshalb habe man sich auf die Erhöhung von gut 30 Prozent geeinigt. Auch er verweist auf die Kosten pro Zahlungsvorgang am Schalter wegen der zunehmenden Abwicklung des Zahlungsverkehrs via Internet.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • RS am 12.12.2019 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzockerei

    Das ist eine Frechheit gegenüber der älteren Generation , die kein E- Banking machen , wo ist der Konsumentenschutz und die Soziale Parteien ????

    einklappen einklappen
  • Christian am 12.12.2019 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kriegt Ihr den Hals nie voll?!

    Typisch Post!Ständig Leistungen abbauen,aber auf der andere Seite mehr verlangen! Nur damit die Teppichetage weiterhin unverschämte Honorare kassieren können!

    einklappen einklappen
  • nip am 12.12.2019 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geldregeltdiewelt

    langsam reichts echt mit gebühren erhöhen..ein wunder kostet ein schritt zu fuss noch nichts !!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • P.Fri am 28.12.2019 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Der Staat macht es vor.

    Abzocke = Post! Und das geht schon Jahre so. Höhere Preise, einmal da und einmal dort und runter mit der Leistung ganz synchron. So geht es bei der Post, so geht es bei der Bahn und so geht es in jeder Sparte beim Staat, irgendwie müssen sie auch diese unangemessenen Löhne finanzieren. Das kommt noch schlimmer.

  • TomTom am 19.12.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Die Firmen überwälzen Kosten auf alle

    Ein Witz, dass für die Personen, welche Rechnungen am Schalter bezahlen und Kosten verursachen, die Einzahlungen weiterhin kostenlos bleiben, somit zahlen wir alle.

  • L. Oser am 19.12.2019 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Pfeif drauf

    Dem IT-Banking vertrau ich nicht und mein Leben ist in vielen Belangen auch stark defizitär. Bin ich der Einzige?

  • Unternehmer am 19.12.2019 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    nur Briefe und Pakete sonst

    nichts oder gar nichts. Ich meide PTT wo ich kann.

    • Dingo42 am 21.12.2019 14:17 Report Diesen Beitrag melden

      PTT meiden?

      Übrigens: Die PTT gibts schon lange nicht mehr!!! Also kann man Sie nicht meiden.

    einklappen einklappen
  • Giovanni Russo am 16.12.2019 22:51 Report Diesen Beitrag melden

    Die Gebühren Mode

    Das ist nur der Beginn Geld abzuschaffen. Sie zwingen einem alles online zu machen. Ach waren die Achtziger Jahre schön.