Fusion

19. Dezember 2008 06:54; Akt: 19.12.2008 11:16 Print

Elefantenhochzeit in der Strombranche

Die Grossfusion in der Schweizer Strombranche wird Tatsache: Die Konzerne Atel und EOS werden sich auf Anfang 2009 zusammenschliessen. Der neue Konzern nennt sich Alpiq.

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Das neue Unternehmen wird in der Schweiz für einen Drittel der Stromversorgung verantwortlich sein. Es ist der grösste Schweizer Netzbesitzer. 2671 Kilometer Höchstpannungsnetz werden von Apiq gebaut und betrieben. Alpiq wird in 29 Ländern tätig sein und über 10 000 Angestellte beschäftigen, teilte Atel am Freitag mit.

In ganz Europa betreibt der Konzern Kern-, Wasser-, Gas- und Kohlekraftwerke sowie Anlagen für die Erzeugung von erneuerbarer Energie. Die Gesamtleitstung aller Kraftwerke beträgt 5270 Megawatt (MW), ihre Jahresproduktion liegt bei rund 20 Terrawattstunden (TWh).

In Atomkraftwerken wird 31,7 Prozent der Stromproduktion von Apiq erzeugt, 27,5 Prozent beruhen auf Wasserkraft beziehungsweise erneuerbarer Energie. Die beiden wichtigsten Märkte sind Deutschland und die Schweiz.

Alpiq wird in der Stromerzeugung und -übertragung, dem Stromvertrieb und -handel sowie mit Energiedienstaleitungen aktiv sein. Zusammen erzielten Atel und EOS 2007 einen Umsatz von mehr als 16 Mrd. Franken. Die Alpiq Holding wird ihren Sitz in Neuenburg haben. Die Geschäftsleitung ist in Olten. Operativer Start ist am 1. Februar. Verwaltungsratspräsident soll EOS-Chef Hans Schweickardt werden, während Atel-Chef Giovanni Leonardi als CEO des neuen Konzerns amten wird. Die Fusion wurde seit mehreren Jahren vorbereitet.

(sda)