Tieferer Gewinn

28. August 2013 07:32; Akt: 28.08.2013 07:54 Print

Emmi bekommt den Preisdruck zu spüren

Milchverabeiter Emmi weist im ersten Halbjahr 2013 deutlich mehr Umsatz aus. Einzig die steigenden Milchpreise drücken beim Luzerner Unternehmen den Gewinn.

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«Auf Kurs»: Emmi-Chef Urs Riederer will die Ertragsziele für 2013 erreichen. (Bild: Keystone)

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Lebensmittelkonzern Emmi hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres den Umsatz deutlich gesteigert. Er legte um 17 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken zu.

In der Schweiz ergab sich ein Rückgang um 1,6 Prozent auf 891 Millionen Franken, im Ausland war es - bedingt durch eine Übernahme - ein Plus von 56 Prozent auf 676 Millionen. Der Reingewinn ging um 0,8 Prozent auf 39 Millionen Franken zurück.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 5,3 Prozent auf 65,0 Millionen. Daraus resultierten eine Ebit-Marge von 4,2 Prozent (Vorjahr: 4,6 Prozent) und eine Reingewinnmarge von 2,5 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent), wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

Hoher Preisdruck

Der Preisdruck sei - nicht nur im Heimmarkt Schweiz - gross und dies bei allgemein steigenden Milchpreisen. Diese gegenläufigen Entwicklungen hätten sich auf die Ertragssituation ausgewirkt, da Preiserhöhungen in verschiedenen Märkten nur mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung realisiert werden könnten.

Die Märkte, in denen Emmi aktiv ist, haben sich laut Mitteilung sehr unterschiedlich entwickelt: Während die Konsumstimmung in Südeuropa verhalten war, entwickelten sich die Umsätze in den USA sowie in Tunesien, Chile und Fernost «erfreulich».

Emmi-Chef Urs Riedener sagte zum Ergebnis: «Die Umsatzentwicklung in unserem Kerngeschäft ist auf Kurs. Die Erträge sind nicht ganz unerwartet durch den starken Wettbewerb, besonders im Heimmarkt Schweiz, geprägt. Trotzdem werden wir die für 2013 gesetzten Umsatz- und Ertragsziele erreichen», liess er sich im Communiqué zitieren.

(sda)