Kartellstrafe

11. Dezember 2013 18:15; Akt: 11.12.2013 18:15 Print

Emmi muss in Österreich 210'000 Euro zahlen

Emmi hat sich in Österreich mit den Händlern über Verkaufspreise abgesprochen. Jetzt muss das Innerschweizer Unternehmen eine Kartellstrafe von 210'000 Euro zahlen.

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Eine Emmi Angestellte beim Abfüllen von Jogurt im Emmi Produktionszentrum in Emmen. (Bild: Keystone/urs Flueeler)

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Der Innerschweizer Milchverarbeiter Emmi hat in Österreich die Preise abgesprochen. Wie die «Handelszeitung» in einem Vorabruck der Ausgabe vom Donnerstag (12. Dezember) schreibt, verständigte sich das Unternehmen mit den Händlern über die Verkaufspreise diverser Milchprodukte und stimmte Aktionspreise ab.

Gemäss dem Kartellgericht in Wien setzten die Händler die Preisvereinbarungen «in vielen Fällen» um, weshalb Emmi gemäss Recherchen der Zeitung 210'000 Euro (254'738 Franken) Strafe zahlen muss. Das Kartellverfahren wurde aufgrund eines Vergleichs beendet.

Emmi bestätigte den Sachverhalt gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP, streicht aber hervor, als relativ kleiner Akteur in Österreich kaum die Möglichkeit zu haben, die Preisgestaltung seiner Abnehmer zu beeinflussen. In Reaktion auf die Geschehnisse seien die Compliance-Massnahmen verstärkt worden, so Emmi.

(sda)