Jahresabschluss

08. Februar 2019 06:54; Akt: 08.02.2019 10:47 Print

Ems-Chemie macht deutlich mehr Umsatz

2018 konnte der Spezialchemiekonzern den Umsatz um acht Prozent steigern. Die Prognosen für das laufende Jahr sind jedoch nicht ganz so optimistisch.

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Die Ems-Chemie hat auch 2018 kräftig Gas gegeben. Der Spezialchemiekonzern steigerte Umsatz und Gewinn deutlich. Allerdings bremst die Verlangsamung beim Wirtschaftswachstum auch das von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geführte Unternehmen aus.

Die Wachstumsraten für das vergangene Jahr können sich trotz Gegenwind aus der Automobilindustrie und höheren Rohstoffkosten sehen lassen. Der Umsatz legte um 8,0 Prozent auf 2,318 Milliarden Franken zu. Den grössten Teil davon erzielt Ems mit Polymeren, aus denen etwa Autoteile, Skischuhe oder Spielkonsolen gefertigt werden. Zudem ist Ems auch in der Spezialchemie tätig. Im Vorjahr hatte das Umsatzplus 8,2 Prozent betragen.

19,75 Franken pro Aktie

Der Betriebsgewinn kletterte auf Stufe EBIT um 6,6 Prozent auf 620 Millionen Franken. Damit blieb leicht weniger vom Umsatz als Betriebsgewinn übrig als im Vorjahr, die entsprechende Marge sank von 27,1 Prozent auf 26,8. Allerdings ist dies auch rechnerischen Effekten durch die Weitergabe der teureren Rohstoffe in Form von Preiserhöhungen geschuldet. Unter dem Strich blieben 522 Millionen Franken – ein Plus von 7,8 Prozent.

Die Aktionäre sollen davon über eine ordentliche Dividende von 15,50 Franken pro Aktie und einer ausserordentlichen Dividende von 4,25 Franken profitieren – also insgesamt 19,75 Franken. Im Vorjahr hatte es 18,50 Franken pro Aktie gegeben. Das bedeutet auch Millionenausschüttungen für Firmenchefin Martullo-Blocher und ihre beiden Schwestern, die zusammen über 60 Prozent von Ems besitzen.

2019 rechnet EMS mit mindestens Vorjahreswachstum

Mit den Zahlen hat Ems die Erwartungen von Branchenbeobachtern beim Umsatz knapp erfüllt und beim Gewinn und der Dividende übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 2,319 Milliarden, einen EBIT von 614,5 Millionen und einen Reingewinn von 508,1 Millionen Franken vorausgesagt. Bei der Dividende tippten sie auf 19,63 Franken.

Der Abkühlung der Weltwirtschaft und der Verlangsamung im Automobilsektor, der rund 60 Prozent zu den Gruppenumsätzen beiträgt, kann sich allerdings auch Ems nicht komplett entziehen. Für das laufende Jahr geht Ems von einer weltweit verhalteneren und unsicheren Wirtschaftsentwicklung aus. Vor allem im ersten Halbjahr dürften ungeklärte politische und wirtschaftliche Beziehungen unter den Grossmächten auf die allgemeine Konsumstimmung drücken, wie Ems in der Mitteilung schrieb.

Erstmals seit einigen Jahren rechnet Ems nicht mehr zwingend mit einem weiteren Wachstum, sondern erwartet nun den Nettoumsatz und den EBIT mindestens auf Vorjahresniveau. Analysten hatten allerdings im Vorfeld befürchtet, Ems könnte rückläufige Ergebnisse prognostizieren. Ems sei zuversichtlich betreffend eigener Geschäftsentwicklung, hiess es in der Mitteilung. Ems wolle die globalen Märkte mit neuen, hochmargigen Produkten und Anwendungen weiter erschliessen.

(vro/sda)

sentifi.com

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bärgbur am 08.02.2019 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erhält Arbeitsplätze...!

    das ist Gold für den Standort Schweiz, bravo ,nur weiter so!

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  • Kunibert Megaglättli am 08.02.2019 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Lustig

    Macht die EMS Gewinn, darf man das kommentieren,. Macht eine Kantonalbank noch viel mehr Gewinn, darf man das nicht kommentieren. Hellblau Neoliberalien könnte ja etwas 'verschnupft' werden und würde nicht mehr soviel 'sponsored content' liefern, resp. bezahlen

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  • Sepp Dreyer am 08.02.2019 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Details

    Nachdem die EMS Chemie, fast die Hälfte der Mitarbeiter entlassen hat um in Polen ein Werk zu eröffnen, damit es EU Subventionen gibt und vor allem wegen tieferen Lohnkosten...ist es kein Wunder das die Rentabilität steigt. Fazit: EMS Chemie ist längst eine EU Firma.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • schönen Wahl- Sonntag! am 10.02.2019 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    alte Kamellen

    Man kann es glauben oder nicht. Doch es kommt mir vor, dass die Ems Chemie hauptsächlich wegen den Blochers und Martullos in den Medien sind. Ich gönne es allen, die viel Umsatz oder Gewinn machen. Leider ruft es auch Neider und Missgünstler auf den Plan. Es wird eine Endlosschlange.

  • Cris am 09.02.2019 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein wunder

    wenn die Besitzer direkt im Bundeshaus sitzen, hats da auch genug Lobbyarbeit

    • Augen auf! am 09.02.2019 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Cris

      Hinter einem Pseudonym lässt sich wunderbar und ungestraft Schwachsinn verzapfen. Die Ems-Chemie ist nicht erfolgreich, weil die Chefin im Nationalrat sitzt, aber weil sie erfolgreich ist, kann die Chefin ein Nationalratsmandat tragen.

    • Jörg Frei am 09.02.2019 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Cris

      jap und dislike kommt von den rechten!!!

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  • Ugur der sprechende Papagei am 09.02.2019 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtiger Riecher

    Super gemacht. Bin so froh hab nach der Firma Gründung genügend Aktien gepostet.

  • peter am 09.02.2019 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    ems

    ems ist gut ok für Werke in Europa wären es Leute bin CVP würde nicht geschriehen

  • Wieso am 09.02.2019 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso wird so ein Aufstand

    Wegen den Ems Zahlen gemacht. Es gibt in der Schweiz X Firmen die ein Mehrfaches an Umsatz und Gewinn erwirtschaften. Liegt das daran das diese Firma einen wegen extreme teamfähikeit abgewählten Bundesrat und eine Möchtegern Bundesrätin in der Geschäftsleitung hat.

    • Der SeheR am 09.02.2019 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wieso

      Der nach Ihrer Meinung nicht Teamfähige Bundesrat hatte wenigstens sein Departement im Griff. Und er stand und steht immer noch für die Unabhängigkeit der Schweiz ein. Ich mag übrigens FÄHIGE Bundesräte mit eigener Meinung.

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