Deine Lehre – Vorort

20. Januar 2018 22:05; Akt: 20.01.2018 22:05 Print

Diese Lehre absolvieren nur fünf Jugendliche

von R. Knecht - Es ist ein Handwerk, das aus einer anderen Zeit stammt: jenes des Wagners. 20 Minuten hat einen der ganz wenigen Lehrlinge besucht und mitgearbeitet.

Florian zeigt am Beispiel von Kanonenrädern, was ein Wagner alles können muss. (Video: rkn)
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In der Schweiz gibt es nur fünf und Florian (16) ist einer von ihnen: Schreinerlehrlinge, die das Handwerk des Wagners lernen. Zurzeit restauriert er die angefaulten Räder der Munot-Kanonen. Im Video zeigt er die verschiedenen Arbeitsschritte.

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Da sehr viel von Hand gemacht wird, ist kaum ein Bauteil gleich wie das andere. Selbst Florians Lehrmeister, Thomas Koch, sagt, er mache fast jeden Tag etwas Neues.

Ausser Wagenrädern arbeitet Florian auch an Möbeln

Die Arbeit als Wagner ist Teil von Florians Schreiner-Ausbildung. Es handelt sich dabei um eine spezielle Fachrichtung. In seinem Lehrbetrieb, der Wagnerei und Antikschreinerei Koch, hat Florian ausser mit Rädern vor allem auch mit antiken Möbeln zu tun.

Machst auch du eine Lehre, die nicht viele andere in der Schweiz machen? Erzähl uns davon! Wir besuchen dich vor Ort, begleiten dich einen Tag lang bei der Arbeit und machen ein Video über deinen speziellen Job.

Ein Gerücht, das sich hartnäckig halte, sei, dass Wagner auch Holzfässer herstellen. In Florians Freundeskreis hätten praktisch alle gemeint, dass das einer der Hauptbestandteile seines Berufs sei. Florian bezeichnet dies allerdings als Unsinn.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petterli am 20.01.2018 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Handwerkerberufe lohnen sich

    Toller Artikel und cooles Video! Schön, dass auch mal die handwerklichen Berufe von der positiven Seiten gezeigt werden...

  • Enkel am 20.01.2018 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Opa hatte eine Wagnerei

    und was die Handwerker damals mit simpler Technik geleistet haben, kann heute keiner mehr. Die Arbeit wäre heute auch unbezahlbar, wenn man die Stunden rechnen würde bis z.B. so ein Wagenrad fertig wäre. Aber sie machten auch Leitern, Stiele für Äxte, Gabeln, Rechen, Holzböden und Bordwände für Lkw-Pritschen.

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  • Se am 20.01.2018 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Sher schön

    Finde ich super=) habe eine Ausbildung als handbuchbindnerin gelernt ist auch eine selten heut

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Colin Münger am 23.01.2018 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Heute will jeder studieren um einen leichten Büroj

    Nach zweimaligen Wechsel des Studienfaches (Informatik, BWL) hab ich eine Lehre zum Industriemechaniker angefangen, da ich gemerkt habe, dass ich mit Studienabschluss nicht wirklich die besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe. Als Industriemechaniker habe ich direkt nach zwei Monaten nach der Lehre eine Anstellung bei einem Hersteller für Logistiklösungen gefunden und seit dem sind zwei glückliche Jahre vergangen. Meine ehemaligen Studienkollegen mussten wieder zu ihren Eltern ziehen, da sie keine Anstellung finden & sind verschuldet und müssen sich mit kleinen Jobs über Wasser halten.

  • LEXMEX am 23.01.2018 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Es war ein mal...

    ..ein Junge, er wollte was seltenes lernen und bildete sich zum Industrieschmied aus. Im Jahr 2000 war er der einzige Lehrling der diesen Beruf abschloss und er war auch der letzte seiner Art. Jetzt ist der Industrieschmied "ausgestorben".. doch heute arbeitet er als Head of Customer & System Integratuon und besitzt einen EMBA FH Titel. So ändert sich die Welt (gezwungenermassen) auch wenn man es ursprünglich so nicht geplant hat.. aber eine coole Erfahrung war es dennoch.

  • Tina am 23.01.2018 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wir brauchen keine Lehrabsolventen mehr

    Mich nervt es sehr das die Gesselschaft unseren Kindern einredet eine Lehre sei besser als ein Studium. Die Schweiz fehlt es an Akademikern. Fast alle unsere Ärzte kommen aus dem Ausland. Mich persönlich nervt das, deshalb versuche ich vom Gegenteil zu überzeugen.

  • D. Enkmalnach am 22.01.2018 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist so eine Sache...

    Es hat eindeutig zuviele Studierte und zuwenig Gescheite! Wer den Handwerksberuf nicht ehrt - und nur ein Schulbuch-Schläuling ist - soll sich mal bitte überlegen, WAS er wohl isst - wenn er dann irgendwann die Arbeiter und Produzenten vermisst!

    • D. Wagner am 27.01.2018 23:39 Report Diesen Beitrag melden

      @D. Enkmalnach

      Zu viele Studierte? In einem Land wo gerade mal 20-30% der Schüler das Gymnasium durchlaufen und eine höhere Bildung absolvieren, kann man wohl kaum von "zuviel" reden. Aber gut gibt es so viele Billiglöhner wie dich, dann werden wir wohl kaum irgendwann Arbeiter und Produzenten vermissen.

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  • alfred bolliger am 22.01.2018 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Schreibmaschinen Mechaniker

    habe eine Lehre als Schreibmaschinen Mechaniker gemacht gibt es nicht mehr

    • Zoe am 23.01.2018 16:02 Report Diesen Beitrag melden

      Weiterbildung.

      Ich hoffe sie haben eine entsprechende Weiterbildung gemacht.

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