Gaspedal-Skandal

08. Februar 2011 21:39; Akt: 08.02.2011 21:52 Print

Es waren Fussmatten und Pedale

Aufatmen bei Toyota: Die NASA hat den japanischen Autohersteller vom Vorwurf entlastet, elektromagnetische Störungen hätten die Unfallserie der vergangenen Jahre ausgelöst.

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Unfall mit einem Toyota Camry in Flint im US-Bundesstaat Michigan. Der Unfall bei dem Alberto Guadalupe ums Leben kam, war im Fokus mehrerer Gerichtsverfahren. (Bild: Reuters)

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Eine Studie der US-Regierung hat den japanischen Autobauer Toyota im Skandal um angeblich ungewollt beschleunigende Fahrzeuge entlastet. Ausser den bekannten Problemen, die durch bisherige Rückrufe bereits behoben werden konnten, seien keine neuen Defekte gefunden worden, hiess es am Dienstag im Abschlussbericht nach einer zehnmonatigen Untersuchung der Verkehrssicherheitsbehörde sowie der Luft- und Raumfahrtbehörde NASA.

«Nachdem die besten und klügsten Ingenieure die betroffenen Toyota-Fahrzeuge getestet haben, liegt nun das Ergebnis vor: Es gibt keine auf die Elektronik zurückzuführende Ursache für eine ungewollte Beschleunigung», sagte Verkehrsminister Ray LaHood.

Es habe nur zwei Gründe gegeben, wegen denen die Autos des japanischen Herstellers ohne das Zutun der Fahrer beschleunigt hätten, fuhr LaHood fort: rutschende Fussmatten und klemmende Gaspedale.

Toyota musste seit Ende 2009 wegen Qualitätsproblemen mehr als 12 Millionen Autos zurückrufen und zahlte wegen schlechter Informationspolitik über die Pannenserie in den USA eine Rekordstrafe von 16,4 Millionen Dollar. Kläger werfen dem Konzern vor, dass Probleme mit dem Steuerungssystem zur unfreiwilligen Beschleunigung geführt hätten.

Der Konzern machte hingegen geltend, dass keine Nachweise für diese Anschuldigungen erbracht werden konnten. Die Qualitätsprobleme seien vielmehr auf Fehlverhalten der Fahrer, störende Bodenmatten und klebrige Gaspedale zurückzuführen, hiess es.

(sda/ap)