Nationalbank

15. Dezember 2011 10:16; Akt: 15.12.2011 11:05 Print

Euro-Mindestkurs bleibt bei 1.20 Franken

Die Schweizerische Nationalbank hat ihren Zinsentscheid bekannt gegeben. Der Leitzins bleibt unverändert. Zudem wollen die Währungshüter den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro weiterhin durchsetzen.

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SNB-Chef Philipp Hildebrand will den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro weiterhin durchsetzen. (Bild: Keystone)

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will den Mindestkurs von 1.20 Franken mit aller Kraft durchsetzen. Sie ist hierfür bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Weiter hält sie an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Sie hat das Zielband für den Dreimonats-Libor unverändert bei null Prozent bis 0,25 Prozent belassen und strebt weiter einen Wert des Libors nahe bei Null an. Dieser Entscheid war von Ökonomen erwartet worden.

Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent erwartet

Die Prognose der SNB für das Wirtschaftswachstum (BIP) im Jahr 2011 lautet weiterhin 1,5 bis 2,0 Prozent. Erstmals hat sie auch eine Prognose für 2012 abgegeben. Sie erwartet ein Wachstum von 0,5 Prozent. Die Inflationsprognose für 2011 hat sie hingegen von 0,4 Prozent auf 0,2 Prozent gesenkt.

Für 2012 prognostiziert die SNB weiter eine negative Jahresteuerung von -0,3 Prozent. Die Inflationsprognose für das Jahr 2013 wurde auf 0,4 Prozent nach zuvor 0,5 Prozent gesenkt.

Franken erstarkte

Nach der Ankündigung der SNB, den Mindestkurs von 1.20 Franken mit allen Mitteln zu verteidigen, hat die Schweizer Währung an Wert gewonnen. Innert weniger Minuten fiel der Eurokurs um einen Rappen von 1.2353 Franken auf 1.2255 Franken.

Zwar hat eine Mehrheit der Ökonomen mit einem unveränderten Mindestziel zum Euro gerechnet, verschiedene Marktteilnehmer hatten dennoch gehofft, dass die SNB dieses auf 1.25 Franken oder gar auf 1.30 Franken anhebt.

Am Schweizer Aktienmarkt hat die SNB keine grösseren Aktivitäten ausgelöst. Der SMI verzeichnet derzeit ein Plus von 0,33 Prozent auf 5738 Punkte. Vor dem Entscheid lag der SMI bei 5757 Punkten noch etwas höher.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eric am 15.12.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Die SNB hat recht: Früher mussten sich die Firmen nach der Decke strecken und konnten sich nicht einfach auf die Regierung verlassen, die ihnen das Geld nachbuttert. Ideen waren gefragt. An Ideen mangelt es eben. Es geht nur um satte Gewinne. Hatte man bis jetzt Fr. 10 Mio. oder auch 'nur' Fr. 3 Mio., in Zukunft jedoch 'nur' Fr. 3 bzw. 1 Mio. reicht das halt nicht mehr, um die Teppichetagen zu entlöhnen. Also wird unten gestrichen, obwohl man dort einige Stellen lassen könnte ... Das ist die miese Masche. Wer immer mehr hinblättert, ist das Volk ... allein für die KK-Maschinerie.

  • Marc am 15.12.2011 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Totaler Wahnsinn!

    Das man das nochmals ankündigt? Das bedeutet, alle Kursgewinne in den letzten 2 Monaten werden durch diese Ankündigung zu Nichte gemacht und die Exportindustrie verliert und damit die ganze CH Wirtschaft. Hildebrand gehört ersetzt, der hat keine Ahnung von seinen Aussagen!

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  • J.mOswald am 15.12.2011 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Strategie des Mindestkurs

    Kurse wieder floaten lassen, daher billigere Einkäufe für die Schweizerfertigung, und Export subentionieren wie dies andere Staaten in Asien gemacht haben. Dies kostet die Schweiz viel weniger und kurbelt die lokale Wirtschaft noch weiter an und dies nicht nur in EU Ländern. Versteht eigentlich niemand die Ertragsmechanik?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Eric am 15.12.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Die SNB hat recht: Früher mussten sich die Firmen nach der Decke strecken und konnten sich nicht einfach auf die Regierung verlassen, die ihnen das Geld nachbuttert. Ideen waren gefragt. An Ideen mangelt es eben. Es geht nur um satte Gewinne. Hatte man bis jetzt Fr. 10 Mio. oder auch 'nur' Fr. 3 Mio., in Zukunft jedoch 'nur' Fr. 3 bzw. 1 Mio. reicht das halt nicht mehr, um die Teppichetagen zu entlöhnen. Also wird unten gestrichen, obwohl man dort einige Stellen lassen könnte ... Das ist die miese Masche. Wer immer mehr hinblättert, ist das Volk ... allein für die KK-Maschinerie.

  • J.mOswald am 15.12.2011 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Strategie des Mindestkurs

    Kurse wieder floaten lassen, daher billigere Einkäufe für die Schweizerfertigung, und Export subentionieren wie dies andere Staaten in Asien gemacht haben. Dies kostet die Schweiz viel weniger und kurbelt die lokale Wirtschaft noch weiter an und dies nicht nur in EU Ländern. Versteht eigentlich niemand die Ertragsmechanik?

    • realist am 16.12.2011 12:03 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      100 % einverstanden

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  • Andreas Gasser am 15.12.2011 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut ok

    Es ist vollkommen egal, ob der Mindestkurs nun bei 1.20, 1.30 oder noch höher liegt. Allein die Tatsache, dass dieses Grenze verteidigt wird, sorgt dafür, dass a) die Unternehmen mittelfristig kalkulieren können und b) dass den frechen Währungsspekulanten ihr Spiel versaut wird. Für mich ist die Taktik der SNB absolut ok.

  • Christian Gallati am 15.12.2011 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich nach oben mit der Untergrenze

    Aber schnellstmöglich! So wie jetzt kann die Exportbranche nicht überleben. Habe keinen Bock auf Kurzarbeit und Jobverlust. Deshalb: jetzt anheben. Besser heute als morgen.

    • eArl am 15.12.2011 11:52 Report Diesen Beitrag melden

      ? Ja, wenn man ein loch hat wirft man

      solange was rein bis es gestopft ist....und man wirft und wirft ...und was wenns nie voll wird? Nichts für ungut, aber die Lösung ist diletantisch und löst das Problem in keiner Art und Weise. Wenn sie Angst um den Job haben sollte der Fokus darauf liegen die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die Produktivität zu steigern. Wenn einer lahmt ist es sinnlos allen vorzuschreiben gleich langsam zu laufen.

    • Michael Burger am 15.12.2011 12:18 Report Diesen Beitrag melden

      Falsches Gejammere

      Na na, nicht so vorschnell. Die Schweiz hat wenige Ressourcen, also wird alles importiert. Dies geschieht aus dem Euro - oder Dollarraum. Also konnte die jammernde Export-Industrie noch NIE so günstig oder gar billig einkaufen wie heute. Die Marge bleibt gleich, gejammert wird nur damit man beim Staat die hohle Hand machen kann.

    • alex am 15.12.2011 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      SNB-Euro

      Da muss die Exportindustrie auch mal selber tätig werden und die Kosten senken. Und nicht immer von anderen verlangen und rummotzen. Die machen doch genug Gewinn keine Angst. Ansonsten wird es wieder auf den kleinen Arbeiter abgewälzt der entlassen wird, sonst reicht es für die Boni nicht mehr.

    • Beno am 15.12.2011 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      Berechtigtes Gejammere

      Falsch. Bin auch im Export tätig. Jedoch exportieren wir Dienstleistungen - da ist nix mit Wareneinkauf.

    • peter mueller am 15.12.2011 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      mindestkurs muss rauf!

      arbeite in einer spedition und leider habe ich viele kunden verloren.die fluege sind zum teil viel guenstiger im ausland wegen dem hohen wechselkurs.wir kriegen leider keine verguenstigungen und koennen nicht noch mehr runter

    • Pirmin Z. am 16.12.2011 12:02 Report Diesen Beitrag melden

      Gebt meinem Chef Geld

      denn ich arbeite auch in der Exportindustrie. Es ist zwar eine ineffizente Art aber mein Chef hat gesagt solange Er 1Mio. in Jahr hat (Lohn+Bonus;-)) wird er niemand entlassen. Also gebt ihm Geld liebe Politiker. Ach --- da fällt mir gerade ein, dass auch ich mit einer Mio. recht gut auskomme. Besser gebt sie MIR direkt anstatt den Umweg über meinen Chef. Somit muss NUR mein Gehaltskonto angepasst werden. Nicht der Wechselkurs.

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  • Marc am 15.12.2011 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Totaler Wahnsinn!

    Das man das nochmals ankündigt? Das bedeutet, alle Kursgewinne in den letzten 2 Monaten werden durch diese Ankündigung zu Nichte gemacht und die Exportindustrie verliert und damit die ganze CH Wirtschaft. Hildebrand gehört ersetzt, der hat keine Ahnung von seinen Aussagen!

    • Ueli K. am 15.12.2011 12:17 Report Diesen Beitrag melden

      Verluste

      Der Euro ist gegenüber dem Dollar auf dem absoluten Tiefpunkt und fällt immer weiter. Hier gibt es nichts mehr zu verteidigen. Die SNB sollte die Anbindung aufheben und ihre Verluste offenlegen...

    • Chris am 15.12.2011 13:13 Report Diesen Beitrag melden

      Genau!

      Die Verluste würden mich auch interessieren!

    • Bankywanky am 15.12.2011 19:03 Report Diesen Beitrag melden

      kleine Beträge

      was interessieren uns die gut 400 Milliarden?

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