Massenentlassung

25. April 2012 13:55; Akt: 25.04.2012 15:45 Print

Ex-Serono-Boss Bertarelli «traurig und überrascht»

Der Ex-Besitzer von Serono, Ernesto Bertarelli, der das Unternehmen 2006 für 10 Milliarden Franken an Merck verkauft hatte, wurde von der Schliessung des Hauptsitzes überrascht.

storybild

Ernesto Bertarelli ist traurig über das Schicksal der vom Stellenabbau in der Schweiz und vor allem am Standort Genf betroffenen Mitarbeiter. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ernesto Bertarelli, ehemaliger Chef und Hauptaktionär von Serono, hat sich am Mittwoch überrascht und traurig gezeigt über den Schliessungsentscheid von Merck Serono in Genf. Der Schritt zeige, dass niemand vor Problemen der globalen Wirtschaft gefeit sei.

Es sei unglücklich, sagte Bertarelli in einem Interview in der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» vom Mittwoch. Er sei traurig über das Schicksal der vom Stellenabbau in der Schweiz und vor allem am Standort Genf betroffenen Mitarbeiter. Genf habe die Firmengeschichte wesentlich geprägt.

Keine verantwortliche Rolle mehr

Selbst könne er als ehemaliger Besitzer nur noch Kenntnis nehmen von dem Entscheid. Seit dem Verkauf im Jahr 2006 habe er keine verantwortliche Rolle im Unternehmen mehr inne. Der einstige Sieger der Segelregatta America's Cup zeigte sich aber sehr überrascht, über den «einzig von ökonomischen Gesichtspunkten» motivierten Schliessungsentscheid.

Der Konkurrenzdruck sei indessen gross. So schützten die einzelnen Länder ihre Interessen. Damit ist für ihn auch erklärbar, warum der deutsche Konzern Merck den Standort Genf über die Klinge springen lässt.

Bertarelli konstatiert im weiteren, Merck habe seit 2006 in Genf bedeutende Investitionen getätigt. Seit der Übernahme sei die Zahl der Beschäftigten um ein Viertel gestiegen. 2006 seien zwischen Merck und Serono aber keinerlei Übereinkünfte über den Erhalt des Standorts Genf getroffen worden. Das sei keine Bedingung gewesen, da es als Selbstverständlichkeit gegolten habe.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Petitprince am 25.04.2012 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Egoist

    Wieso gibt man Beratrelli überhaupt ein Sprachrohr in der Presse, er hat 2006 das ganze Unternehmen für 10 Milliarden über die Klinge springen lassen. Besser kann man es den Mitarbeitern gar nicht zeigen, dass sie einem egal sind. Dann einen auf traurig machen und gut ist ? Sorry, aber einer der 10 Milliarden nimmt und ein ganzes Unternehmen anderen überlässt, ist kein Unternehmer, sondern ein Egoist...

  • Beatrice Müller am 25.04.2012 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kohle auf der Seite

    Was kümmert Bertarelli das Schicksal der vom Stellenabbau betroffenen? Er hat ja seine Kohle auf der Seite - alles andere ist denen doch egal!

  • Marcel am 25.04.2012 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Immer wieder und nichts passsier!

    Einmal mehr: Abzocken, Aushöhlen und auf dickem Fuss leben und am Schluss zahlen die treuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und der Steuerzahler. Vermögenszuwachs von mehr als 200'000.- / Jahr sollte dem Staat abgeliefert werden. Denn mehr kann mit ehrlicher Arbeit nach Abzug der Lebenskosten schlicht nicht gespart werden. Nur so hört dieses moderne Raubrittertum auf!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beatrice Müller am 25.04.2012 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kohle auf der Seite

    Was kümmert Bertarelli das Schicksal der vom Stellenabbau betroffenen? Er hat ja seine Kohle auf der Seite - alles andere ist denen doch egal!

  • Reto Petitprince am 25.04.2012 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Egoist

    Wieso gibt man Beratrelli überhaupt ein Sprachrohr in der Presse, er hat 2006 das ganze Unternehmen für 10 Milliarden über die Klinge springen lassen. Besser kann man es den Mitarbeitern gar nicht zeigen, dass sie einem egal sind. Dann einen auf traurig machen und gut ist ? Sorry, aber einer der 10 Milliarden nimmt und ein ganzes Unternehmen anderen überlässt, ist kein Unternehmer, sondern ein Egoist...

  • Marcel am 25.04.2012 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Immer wieder und nichts passsier!

    Einmal mehr: Abzocken, Aushöhlen und auf dickem Fuss leben und am Schluss zahlen die treuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und der Steuerzahler. Vermögenszuwachs von mehr als 200'000.- / Jahr sollte dem Staat abgeliefert werden. Denn mehr kann mit ehrlicher Arbeit nach Abzug der Lebenskosten schlicht nicht gespart werden. Nur so hört dieses moderne Raubrittertum auf!