Pestizide

29. März 2011 16:29; Akt: 29.03.2011 16:30 Print

Export-Stopp für thailändisches Gemüse

Chili, Koriander und über ein Dutzend thailändische Gemüse- und Kräutersorten sind zurzeit in den Schweizer Läden nicht mehr erhältlich.

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Zuviel Pestizide eingesetzt: Thailand stoppt den Export von Gemüsen und Gewürzen in die Schweiz.

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Schlechte Nachrichten für Liebhaber der thailändischen Küche. Wegen übermässigem Pestizideinsatz hat Thailand Mitte März einen Exportstopp verhängt. Auslöser sei eine Intervention der EU und der Schweiz in Bangkok gewesen, wie Coop-Sprecherin Denise Stadler am Dienstag eine Meldung von Radio Zürisee und des «Landboten» bestätigte.

Die Europäer hatten befürchtet, dass in den Gemüsen Schädlinge eingeführt würden. Sie drohten deshalb Thailand mit einem Importstopp für alle Gemüsesorten. Daraufhin hätten viele kleine thailändische Produzenten übermässig viel Insektizid eingesetzt, erklärte Stadler weiter. Deshalb habe die Regierung Thailands den Export schliesslich gestoppt. Auch die Migros bestätigte das Ausfuhrverbot.

Dauer des Lieferstopps nicht klar

Aus diesem Grund fehlen in den Regalen der Grossverteiler Frischprodukte wie zum Beispiel Thai-Basilikum, Chili und Koriander aus Thailand. Auch Fertig-Mahlzeiten wie zum Beispiel Currys, Tom Kha Ghai-Suppen und Frühlingsrollen sind betroffen.

Alternativen - zum Beispiel andere Zutaten oder andere Anbieter - würden geprüft, sagte Migros-Sprecherin Monika Weibel. Wie lange der Lieferstopp dauern wird, ist nicht klar.

(sda)