Produktion in Japan

20. Juni 2011 07:13; Akt: 20.06.2011 08:48 Print

Exporte im Mai um 10,3 Prozent gesunken

Das Erdbeben und der Tsunami vom vergangenen März haben in Japan vor allem in der Autoindustrie deutliche Spuren hinterlassen. Das Handelsdefizit wuchs auf den zweithöchsten Stand aller Zeiten.

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Trotz grosser Aufräumanstrengungen sind in Japan auch drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami die Spuren der Katastrophe noch allgegenwärtig. (Bilder Stand Mitte Juni) So präsentierte sich der Parkplatz eines Shoppingcenters in Otsuchi in der Präfektur Iwate am 13. März. Inzwischen könnten allfällige Kunden zumindest wieder parkieren. Kesennuma in der Präfektur Miyagi wurde vom Tsunami mit voller Wucht getroffen. Das Bild zeigt die Verwüstung am 15. März. Bis zum 3. Juni wurde bereits viel aufgeräumt, doch von einer Rückkehr zur Normalität ist man noch weit entfernt. Wieder Kesennuma am 13. März. Die enormen Trümmerberge sind verschwunden. Doch Neues ist bisher nicht entstanden. Natori in der Provinz Miyagi als der Tsunami am 11. März kam. Natori am 3. Juni: Das Wasser hat sich wieder zurückgezogen. Geblieben ist die Zerstörung und eine Halde voll schrottreifer Autos. Ein einziges Haus hat die Welle überstanden. Am 20. März sah es in Kesennuma noch so aus. Am 3. Juni ist der gröbste Schutt weg. Von einem Wiederaufbau ist aber noch nichts zu sehen. Japan wird noch viel Zeit brauchen, um die Überreste der Katastrophe zu beseitigen. Nach wie vor gilt es, enorme Mengen von Trümmern zu bewältigen, wie dieses Bild aus Yamada in der Präfektur Iwate vom 6. Juni beweist. Immer noch aktiv sind auch die Spezialisten der Polizei, die wie auf diesem Bild aus Kesennuma vom 8. Juni die Schuttberge nach den Überresten von Vermissten durchkämmen.

Japan - drei Monate danach.

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Japans Exporte sind im Mai um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Grund seien vor allem die massiven Produktionsausfälle in der Autoindustrie nach dem Erdbeben und dem Tsunami im März, teilte die japanische Regierung am Montag mit.

Die Autoexporte gingen im Mai um 38,9 Prozent zurück, die für Autoteile um 18,5 Prozent. Die Exporte schrumpften insgesamt um 4,76 Billionen Yen (5,05 Milliarden Franken) während die Importe um 12,3 Prozent auf 5,61 Billionen Yen (5,94 Milliarden Franken) wuchsen.

Für Japan sind die 853,7 Milliarden Yen Handelsdefizit das zweithöchste Defizit nach jenem vom Januar 2009. Damals hatte es 967,9 Milliarden Yen betragen.

(sda)