Telekom

17. Februar 2011 07:37; Akt: 17.02.2011 10:03 Print

Fastweb zieht Swisscom ins Minus

Die Swisscom hat im vergangenen Jahr weniger umgesetzt und verdient. Der Umsatz sank um 0,1 Prozent auf 11,988 Mrd. Franken. Der Reingewinn ging um 7,1 Prozent auf 1,786 Mrd. Fr. zurück.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Grund für die deutlichere Abnahme ist eine Rückstellung für die italienische Tochter Fastweb. Die Mailänder Breitbandanbieterin ist in Italien in eine Mehrwertsteueraffäre verwickelt. Für das das Verfahren habe die Swisscom 70 Mio. Euro (102 Mio. Fr.) zurückgestellt, was den Gewinn belaste, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank aus diesem Grunde um 1,9 Prozent auf 4,597 Mrd. Franken. Bereinigt um die Rückstellung und Währungseffekte wäre der EBITDA um 1,7 Prozent gestiegen, hiess es.

Den schwachen Euro bekam die Swisscom auch beim Umsatz zu spüren. Auf Basis konstanter Währungen wäre der Umsatz um 2,1 Prozent geklettert.

Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Analysten verfehlt, die gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem leichten Umsatzanstieg auf 12,012 Mrd. Fr. gerechnet hatten. Auch die Schätzungen für den Betriebsgewinn EBITDA (4,679 Mrd. Fr.) und Reingewinn (1,87 Mrd. Fr.) hatten höher gelegen.

Loosli ab September Präsident

Nach der Verschiebung herrscht nun Klarheit über den Amtsantritt des künftigen Swisscom-Präsidenten: Coop-Chef Hansueli Loosli werde sein neues Amt am 1. September übernehmen, hiess es.

Bis dann werde er die operative Führung beim Detailhandelskonzern abgegeben haben, wo er ebenfalls am 1. September das Präsidium übernimmt. Der bisherige Swisscom-Präsident Anton Scherrer stellt sich aus diesem Grunde an der Swisscom-Generalversammlung vom Frühjahr noch einmal als Präsident bis zum 31. August zur Verfügung.

(sda)