Lauterkeitskommission

18. Oktober 2019 13:26; Akt: 18.10.2019 13:49 Print

Roger Federer machte keine Schleichwerbung

Die Lauterkeitskommission hat geurteilt: Roger Federer und Influencerin Xenia Tchoumitcheva haben nicht unlauter auf Social Media Werbung gemacht.

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Es geht um einen Post vom 6. Mai 2019: Er beinhaltete ein Video, in dem Tennisstar Roger Federer ein Bandana der Marke Uniqlo anzieht. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) beanstandete, dass ein Hinweis auf bezahlte Werbung fehlte. Daher sei das Schleichwerbung. Auf Instagram hat Federer knapp 7 Millionen Follower.

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Die Lauterkeitskommission hat die Beschwerde der SKS nun abgewiesen. Die Kommission kam zum Schluss: Für die Follower sei es klar, dass es sich um kommerzielle Kommunikation beziehungsweise um Werbung handelt. Bei Sportlern wie Roger Federer sei es üblich und damit gut erkennbar, dass Markenlogos aus rein kommerziellen Hintergründen präsentiert werden.

Nicht nur gegen Federer, sondern auch gegen Mode-Influencerin Xenia Tchoumitcheva hatte die SKS Beschwerde wegen Schleichwerbung eingereicht. Bei Tchoumitcheva ging es um einen Instagram-Post, der sie mit Markenschmuck zeigt. Auch diese Beschwerde wurde abgewiesen. Insbesondere weil der gesamte Account von Tchoumitcheva kommerzieller Natur sei, müsse der Beitrag nicht als Werbung gekennzeichnet werden, so die Lauterkeitskommission.

«Es herrscht nun Chaos»

Die SKS ist enttäuscht über den Entscheid. «Die Entscheide bringen weder den Influencern noch den Konsumenten Klarheit. «Es herrscht nun ein Chaos, wann Werbung in den sozialen Medien gekennzeichnet werden muss», sagt Geschäftsleiterin Sara Stalder.

Im Juli hatte die Lauterkeitskommission Posts von Iouri Podladtchikov und Jolanda Neff als nicht gekennzeichnete Werbung und somit als unlauter eingestuft. Die beiden Sportler hatten auf Instragram für ein Bekleidungsunternehmen sowie eine Kreditkartenfirma geworben und dies nicht entsprechend gekennzeichnet.

«Diese unterschiedlichen Beurteilungen sind nicht nachvollziehbar, denn der Snowboarder Iouri Podladtchikov wurde im Juli dazu angehalten, einen Post mit seinem Kleidersponsor als Werbung auszuweisen und auch Jolanda Neff wurde empfohlen, in ihrem Kanal die Werbung zu kennzeichnen», kritisiert Stalder.

Bei der Lauterkeitskommission kann jede Person eine Beschwerde einreichen. Allerdings spricht die Kommission keine rechtskräftigen Urteile, sondern Empfehlungen aus, die von den Werbetreibenden berücksichtigt werden sollen. Damit sollen Klagen oder Strafverfahren von staatlichen Behörden vermieden werden.

(vb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.P am 18.10.2019 13:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Roger ist kein Influencer sondern Sport berühmthei

    Auch einer der von Marken gesponsert wird, darf mal andere Markenkleider tragen ohne gleich einen Werbezweck dahinter sehen zu müssen.

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  • i-fit-you am 18.10.2019 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsumentenschutz

    Übernimmt jetzt etwa hierzulande der Konsumentenschutz die Rolle dieser ekelhaften Vereine, wie sie in Deutschland existieren und massenhaft Influenzer verklagen?

  • Peter Meier am 18.10.2019 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Name sagt alles

    Bei Influenzer sagt doch schon der Name alles: diese wollen/sollen uns manipulieren - früher nannten wir das Werbung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nino am 21.10.2019 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Verwandt mit RF?

    Offenbar sind die Zuständigen bei der Lauterkeitskommission Verwandte oder Kollegen von RF. Ihre Argumentation, dass für den Betrachter klar sei, dass es sich um Werbung handeln würde, ist ein Witz und die Lauterkeitskommission somit überflüssig. Denn dann kann man auch gleich argumentieren, dass sobald man irgendwo eine Marke zu sehen ist, es sich immer offensichtlich um keine Schleichwerbung handelt. Dann müsste auf einer klassischen Coca Cola Flasche schon das Etikett fehlen um überhaupt noch unter unlauter zu fallen. Und ob es bei Sportlern üblich ist oder nicht, ist auch egal.

  • Xenia Federer am 21.10.2019 03:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schleichwerbung beim SKS

    Wenn der SKS nichts gescheiteres zu tun hat, kann er sich gleich auflösen! Ist doch klar - wer kann macht Werbung gegen Geld. Da sind wohl einige vom SKS neidisch auf jene, welche füs tragen von Kleidung oder Uhren etwas bekommen was unterumständen mehr ist als was sie pro Jahr verdienen!

  • Prophet am 20.10.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    RF hat keine Schleichwerbung

    gemacht, schleichen tut er ausschliesslich auf dem Tennisplatz. Deshalb ists auch bald vorbei mit seiner Karriere und nächstes Jahr wird Nadal den GS Rekord innehaben plus die zweite Olympia Goldmedaille im Einzel. Sodann wird RF langsam ins Nichts abdriften aus den Köpfen der Menschen...bis hin zur totalen Vergessenheit

    • Terminator am 20.10.2019 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Prophet

      Federer hat eine unglaubliche Karriere mit vielen Rekorden hingelegt - war weit länger Nummer 1 als Nadal und Djokovic und liegt immer noch vor Nadal bei den Grand Slams. Von seinen weltweiten Beliebtheitswerten die Nadal und Djokovic weit übertreffen, will ich gar nicht erst anfangen. Denn diese Beliebtheitswerte steigern bekanntlich die Werbeeinnahmen, darum hat Federer mit 900 Millionen ein Vermögen das mehr als doppelt so hoch ist, als das Vermögen von Nadal oder Djokovic. Also was kümmert es da Federer ob und was Nadal sportlich noch so hinlegt.

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  • Taeb59 am 20.10.2019 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir entscheiden

    Werbung, Influencing, Sponsoring hat zum Ziel, Produkte oder Dienstleistungen im Verkauf zu unterstützen. In alten Zeiten wanderten "Influencer" mit ihren Pferdekarren vollgepackt mit Waren durch die Lande und verführten due Leute zum Kauf. Heute gibt es SocialMedia, Unterbrecherwerbung, PaidPosts, Sportveranstaltungen,..... muss ich noch weiter aufzählen? Werbung schleicht sich immer bei uns ein. Und wir entscheiden ob und wie weit wir darauf eingehen wollen.

    • Melusine am 20.10.2019 09:44 Report Diesen Beitrag melden

      @Taeb59

      Heute geht es anders. Zuerst werden mit aggressiver, geschickt versteckter Werbung Bedürfnisse geschaffen, die es eigentlich gar nicht gibt. Wenn das Zielpublikum dann anbeisst und nach solchen Produkent sucht, werden diese mit viel Trara auf den Markt geschmissen. Und die Werbefritzen schneiden sich vom Kuchen auch noch ein schönes Stück ab. Auch 'Markenbotschafter' kommen nicht zu kurz....

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  • josipovicz am 19.10.2019 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Schleichwerbung

    super Artikel, euch fehlen offenbar reisserische Themen, ob Federer Werbung macht ist mir schnurz, ich schaue keine Werbung an, ausserdem hat er Genug Kohle, aber offenbar hat man nie genug...???

    • Taeb59 am 20.10.2019 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @josipovicz

      Du schaust keine Werbung? Warum trägst Du dann gerade diese Designerklamotten?

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