Finanzen

30. März 2011 11:12; Akt: 30.03.2011 11:20 Print

Finanzkrise kann Luzern nichts anhaben

Der Kanton Luzern hat 2010 zum sechsten Mal in Folge einen Ertragsüberschuss erwirtschaftet, und das Resultat fiel noch besser aus als erwartet.

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Die Laufende Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 3,360 Mrd. Fr. und einem Ertrag von 3,442 Mrd. Fr. mit einem Ertragsüberschuss von 82,6 Mio. Franken. Budgetiert war ein Gewinn von 47,1 Mio. Franken. Der Aufwand fiel um 1 Prozent, der Ertrag um 2 Prozent grösser aus als im Staatsvoranschlag vorausgesehen.

Luzern investierte 2010 total 379,6 (Voranschlag: 341,2) Mio. Franken. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 208,2 (204,9) Mio. Franken. Die Finanzierungsrechnung schliesst statt mit einem Fehlbetrag von 5,9 Mio. Fr. mit einem Überschuss von 32,3 Mio. Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 115,5 Prozent.

Sturm blieb aus

Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sagte am Mittwoch bei der Präsentation der Staatsrechnung, das Budget 2010 sei vor dem Hintergrund der Finanzkrise als «Schönwetterbudget» kritisiert worden. Nun zeige sich aber, dass die Krise für den Luzerner Staatshaushalt weitgehend ohne Folgen geblieben sei.

Schwerzmann führt dies auf eine minutiöse Planung, Sparsamkeit und die gute Konjunktur zurück. Es sei aber auch Folge der Finanzstrategie der letzten zehn Jahre, in denen der Kanton seine Schulden um mehr als 70 Prozent abgebaut habe.

Hochbauprojekte vorziehen

2010 verringerte Luzern seine Schulden um über 40 Mio. Fr. auf 706,7 Mio. Franken. Die Nettoschuld pro Kopf beträgt noch 1877 Franken. Der Ertragsüberschuss soll, wie vom Finanzhaushaltsgesetz vorgesehen, in das Eigenkapital gelegt werden.

Angesichts des vergrösserten finanzpolitischen Spielraumes will der Regierungsrat Hochbauinvestitionen um ein Jahr vorziehen. Es handelt sich dabei um Investitionen zu Gunsten des Gefängnis Grosshofs, des Sicherheitszentrums Sempach und der Zentral- und Hochschulbibliothek.

(sda)