Missbrauch befürchtet

17. Mai 2015 21:15; Akt: 17.05.2015 21:15 Print

Firma bietet Frauen Geld für Muttermilch

Von einer amerikanischen Firma erhalten Mütter seit kurzem Geld für überschüssige Milch. Doch der finanzielle Anreiz sorgt für reichlich Kritik.

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Geld für Muttermilch: Das Angebot einer amerikanischen Firma sorgt für Kritik. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Da Muttermilch die Überlebenschancen von Frühgeborenen erhöht, wird sie auf Intensivstationen benötigt. Mit 1200 Liter Muttermilch konnten im vergangenen Jahr in der Schweiz 460 Frühgeborene ernährt werden. Bisher sorgten Milchbanken, die die Milch von freiwilligen Spenderinnen bezogen, für kostenlosen Nachschub.

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Jetzt sorgt ein neues Angebot allerdings für Unmut. So bietet die amerikanische Firma Prolacta Bioscience den Müttern seit kurzem eine finanzielle Aufwandsentschädigung für überschüssige Milch, schreibt die «NZZ am Sonntag». Diese wird schliesslich zu einem Konzentrat verarbeitet und an Intensivstationen verkauft.

Das sorgt bei den Milchbanken für Kritik. So würden durch diesen finanziellen Anreiz sozial schlechtergestellte Frauen angelockt. Zudem bestehe damit die Gefahr, dass Mütter ihre Milch verkauften und dem eigenen Baby Fertignahrung geben, sagt Gillian Weaver, Präsidentin der European Milk Bank Association zur Zeitung.

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hanftuedi am 17.05.2015 21:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz

    Ist halt nicht wie in der Schweiz wo die Mütter es gratis abgeben aber bei der nächsten Familie steht es auf der Spitalrechnung. Ist wie bei den Organen, die Leute Spenden gratis und die Spitäler verrechnen es für 50'000 und machen fett Kohle

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  • Susi am 17.05.2015 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ok

    Eine Entschädigung finde ich ok. Schliesslich ist das für die Mutter auch ein Aufwand. Sicher muss die dazu irgendwohin fahren

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  • iris am 17.05.2015 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Besser als im Lavabo zu entsorgen

    Habe vor etwa 30 Jahren einige Liter im Lavabo entsorgt, wenn dies heute den Müttern einfacher gemacht wird und für die Unkosten gesorgt wird finde ich eine gute Sache. Hätte meine auch weiter gegeben wen es nicht so umständlich gewesen wäre. Die Muttermilch wird sicher auch heute nicht in jedem Dorf angenommen und damals ohne Auto. Mit Kühlung per Post oder bei einem Arzt oder Mediservice, heute gibt es viel mehr Möglichkeiten. Trotzdem sollte es jeder Frau freigestellt sein und sie sollte nicht als Milchkuh ausgenutzt werden nur wegen dem Geld.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sonja am 18.05.2015 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natürlicher geht nicht!

    Warum nicht wen der Körper mehr als genug produziert! Aber bitte genug gut Bezahlen! Für Milchersatz verlangt man ja auch viel Geld!

  • ..?.. am 18.05.2015 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irreführend

    Die Diskussion über "kriegt die Mutter Geld oder nicht" ist doch müssig. Vielmehr beunruhig mich "es wird zu einem Konzentrat verarbeitet um es zu verkaufen". Also man nehme natürliche Muttermilch, reduziert diese und fügt dann noch lauter Konservierungsstoffe, etc. hinzu. Aus meiner Sicht fraglich ob dies dann noch den gewünschten Effekt bei Frühchen hat. Im Allgemeinen ist ja erwiesen das verarbeitete Nahrungsmittel wesentlich gesünder sind als frische Lebensmittel. Vielleicht hab ich jetzt da auch was verwechselt?

  • Huch? am 18.05.2015 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Lecker

    Man kann ja davon halten was man will, aber ich finde die ganze Diskussion und besonders das Titelbild einfach nur ekelerregend... "Magste einen Latte? Hab noch etwas Milch übrig." Wäh gruusig.

  • R.F. am 18.05.2015 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    ....!

    Wenn eine Mutter ihre eigenen!ilch verkauft umd Fertignahrung füttert, war und wird sie nie eine Mutter

  • El barto am 18.05.2015 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    meine kleine Farm

    da mache ich doch glatt eine Farm auf. So mit 15 - 20 Frauen, könnte doch recht Kohle bringen.

    • Anna Nachwuchs am 18.05.2015 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      habe ich auch gedacht

      habe ich auch gedacht aber was machen wir mit den jungtieren verkaufen ist ja verboten oder kunstlich befruchten damit sichergestellt ist das der nachwuchs weiblich ist für die spätere broducktion.

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