Ägypten

31. Januar 2011 22:46; Akt: 07.02.2011 11:44 Print

Firmen holen Mitarbeiter zurück

von Elisabeth Rizzi - Diverse Schweizer Firmen sind vom Aufstand in Ägypten betroffen. Sie holen ihre Angestellten in die Schweiz zurück und haben die Produktion gestoppt.

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Der Aufstand in Ägypten trifft nicht nur den Tourismus. Diverse Schweizer Firmen sind am Nil tätig. Nach der neusten Empfehlung des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das Land zu verlassen, werden sie aktiv. Die UBS etwa beschäftigt in ihrer ägyptischen Niederlassung rund ein halbes Dutzend Mitarbeitende. «Es wurde beschlossen, das Büro zu schliessen, bis sich die Verhältnisse normalisiert haben», sagt Sprecher Dominique Gerster. Nestlé evakuiert laut Sprecherin Nina Backes gegenwärtig die Familien von 20 Expatriates. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern hat die Aktivitäten in der Region vorübergehend ganz unterbrochen. Nestlé betreibt in Ägypten drei Fabriken und beschäftigt 3000 Angestellte. Auch der Energiekonzern ABB hat temporär die Produktion in Ägypten eingestellt. Unter den 1600 Angestellten seien wenige Schweizer, die das Land verlassen.

Im Dilemma steht der Pharmariese Novartis. Er unterstützt einerseits die Rückkehr der Schweizer Angestellten in Ägypten. Andererseits «arbeiten wir eng mit dem lokalen Team vor Ort, um sicherzustellen, dass die Versorgung von ­lebensnotwendigen Medikamenten zu den Patienten weiter gewährleistet ist», so Sprecher Satoshi Sugimoto. Novartis beschäftigt 1200 Angestellte in Ägypten. Nur bei Mövenpick tut man, als wäre nichts. «Sofern es die Gegebenheiten zulassen, erscheinen die 2797 Angestellten normal zum Dienst», so Sprecherin Kerstin Lehnert. Alle Hotels seien offen und empfingen Gäste.