SkyWork-Pleite

30. August 2018 02:31; Akt: 30.08.2018 08:01 Print

Flughafen Bern verliert 60 Prozent aller Flüge

Trotz der Pleite von SkyWork sei der Flughafen Bern nicht unmittelbar gefährdet, teilt der Betreiber mit.

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Nach der Pleite des Hauptkunden SkyWork bleibt der Flughafen Bern vorläufig in Betrieb. Die Existenz des Flughafens sei durch das Aus der Regionalfluggesellschaft unmittelbar nicht gefährdet, teilte der Flughafenbetreiber in der Nacht auf Donnerstag mit.

Die Betriebseinstellung der SkyWork Airlines führe kurzfristig zu einem Wegfall der Linienflüge und verursache beim Flughafen einen erheblichen Umsatzrückgang, hiesst es in der Mitteilung. Die Airline erbrachte fast 60 Prozent aller Flüge am Hauptstadtflughafen.

Der Verwaltungsrat und die Leitung des Flughafens hätten Massnahmen vorbereitet und stünden in Kontakt mit mehreren Fluggesellschaften. Der Flughafen will demnach möglichst bald die nachfragestärksten Destinationen im Streckennetz ab und nach Bern erhalten. Die Umsetzung werde von den Ergebnissen der Akquisitionsbestrebungen der Airlines abhängen, heisst es in der Mitteilung.

Flughafen bedauert SkyWork-Aus

Der Flughafen bedauert die Betriebseinstellung von SkyWork. Er dankte in der Mitteilung den Investoren, dem Management und den Mitarbeitenden für deren Engagement.

Die Airline habe einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass sich der Luftverkehr von und nach Bern in den letzten Jahren mit einem breiten Streckennetz und steigenden Passagierzahlen entwickelt habe, heisst es in dem Schreiben. Obwohl der Linienverkehr positive volkswirtschaftlich Effekte generiert habe, habe das Investment und das unternehmerische Risiko in privater Hand gelegen.

Der Flughafen empfiehlt SkyWork-Passagieren, nicht am Flughafen zu erscheinen und sofort ihre Buchungsstelle zu kontaktieren. Er offeriert den sich trotzdem am Flughafen einfindenden Fluggästen dennoch Hilfe für alternative Reisemöglichkeiten und bei Bedarf einen kostenlosen Transfer zum Bahnhof Bern.

Von Nachfrage überzeugt

Der Sommerflugbetrieb mit Helvetic Airways ab Bern findet unverändert statt, heisst es in der Mitteilung des Flughafens weiter. Helvetic fliegt von Bern aus zu Ferienzielen in Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland.

Der Flughafenbetreiber ist weiter im Grundsatz vom Linienverkehr ab Bern überzeugt. Dass die Nachfrage nach einem Angebot von Linien- und Charterstrecken vorhanden sei, hätten die letzten Jahre gezeigt. Im Einzugsgebiet des Flughafens lebten rund drei Millionen Einwohner und wirkten rund 4000 Unternehmen. Das jährliche Passagieraufkommen erreiche knapp 300'000 Fluggäste.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dumby am 30.08.2018 04:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bye bye

    Bye Bye Skyworks, es waren schöne Zeiten und die guten Erinnerungen werden bleiben. Schade dass eine solche Fluggesellschaft im Geiz ist geil Zeitalter nicht überleben konnte...

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  • Iceman422 am 30.08.2018 06:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Schade müssen sie aufgeben. Als so kleine Airline ist es halt schon schwierig, zumal Basel Zürich und Genf auch nicht weit weg sind. Ich wünsche allen viel Kraft und das sie alle bald einen neuen Job finden.

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  • Mani Motz am 30.08.2018 05:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Austausch

    Da hätte es ja Kapazitäten frei, die Zürich abgeben könnte. ZRH klagt ja über zuwenig Kapazität.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 30.08.2018 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Der Verlust...

    wird ganz bestimmt nicht spurlos an der Flughafen Betreiberin vorbeigehen. Ich bin überzeugt, dass sie alles daran setzen wird, eine neue Airline nach Bern zu bringen. Ansonsten bleibt halt nichts anderes übrig, sich nach neuen Geschäftsbereichen des Airline Business umzusehen oder es ist eine Schrumpfungsstrategie auf Privat- und Rettungsflüge einzuleiten.

  • Nicht viel Flieger am 30.08.2018 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Fragezeichen

    Meiner Meinung nach ist der Belper-Flughafen nur für direkte Destinationen in Europa interessant. Wer jedoch für einen Weiterflug in Genf, Zürich oder Basel umsteigen muss, fährt eher direkt zu diesen Flughäfen. Bin auch schon Sky Work geflogen, und war eigentlich sehr zufrieden. Anfangs waren die Preise noch eher bezahlbar. Leider wurden die Destinationen immer teurer & teurer, was dann wohl für einige Passagiere, gerade diejenigen die umsteigen und weiter fliegen sollten. Die genauen Gründe werden wohl nie klar bekannt gemacht.

    • D.I. am 30.08.2018 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      Ausrufzeichen ...

      das ist doch ein guter Beitag an die CO2 Reduktion!

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  • Remo M. am 30.08.2018 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Billig - Konkurrenz zu gross

    es ist halt schwierig als Unternehmen was Qualität anbietet gegen Billigairlines zu bestehen. Tausende Beschwerden über Billigangebote aber die Qualität die Schweizer Unternehmen bieten - wollen und können bedauerlicher Weise nicht Alle bezahlen. So leid wie es mir für die Angestellten tut, aber unser Konsumverhalten wird noch mehr Schweizer Unternehmen in die Knie zwingen

  • The Observer am 30.08.2018 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Hat mehrere Gründe...

    Leider gab es auch Anwohner, die sich vehement gegen den Ausbau der Piste ausgesprochen haben und auch die Anzahl der Flugbewegungen limitiert haben wollten. Auf Dauer kann das keine kleine Airline durchhalten. Hätte man dem Ausbau des Flughafens zugestimmt, hätten auch grössere Flieger starten/landen können und somit mehr Destinationen erfasst werden können. Die Limitierung der Flugbewegungen war der zweite Grund. Aber jetzt können alle Nörgler eben 2h früher aufstehen, um an ihre Ferienorte zu gelangen, weil sie zuerst auf Genf oder Zürich müssen! Und günstiger wird es dadurch auch nicht!

  • Eveline Kehrli am 30.08.2018 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu Teuer

    Mir sind einfach die Flüge zu teuer. Ich Fliege nur ab Belp wenn es gerade ein Sonderangebot gibt.