Wachsende Passagierzahlen

28. August 2019 04:49; Akt: 28.08.2019 04:49 Print

Schweiz muss ihre Flughäfen ausbauen

von Isabel Strassheim - Der Flughafen Zürich rechnet bis 2040 mit einem Anstieg auf 50 Millionen Passagiere. Dafür muss er erheblich erweitert werden.

Die Passagierzahlen des Zürcher Flughafen stiegen im ersten Halbjahr 2019 um 2,4 Prozent. (Video: rkn)
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Wenn die Ticketpreise weiter so tief bleiben, fliegen immer mehr Menschen: Der Flughafen Zürich rechnet bis 2040 gemäss Prognosen mit einem Anstieg auf rund 50 Millionen Passagiere. Im vergangenen Jahr waren es gut 31,1 Millionen. Treiber sind die Konjunktur und das Bevölkerungswachstum.

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«Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Passagiere pro Jahr bei uns zwischen 2 und 3 Prozent wächst», sagt Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling zu 20 Minuten. Andreas Wittmer von der Universität St. Gallen rechnet für alle nationalen Flughäfen (Genf, Basel, Zürich) zusammen mit einer ähnlichen Wachstumsrate. Dafür brauche es mehr Kapazitäten im Luftraum, aber vor allem auch bei den Flughäfen. Im Fokus steht dabei Zürich.

Zürich braucht ein weiteres Terminal

«Wir müssen sicher die Passagierinfrastruktur wie Check-in- und Ankunfts-Bereiche ausbauen, wenn dereinst 50 Millionen Passagiere über unseren Flughafen reisen wollen. Dazu gehören ein neues Terminal und ein neues Dock», sagt Flughafen-Sprecherin Zöchling. Der Zeitpunkt dafür ist gemäss Zöchling noch nicht bestimmt.

«Eine neue Piste können wir jedoch nicht bauen, weil das heutige Pistensystem gegeben ist», betont die Flughafen-Sprecherin. Die maximal mögliche Zahl für Starts und Landungen jährlich in Zürich sei erst bei 350'000 erreicht. Es gibt also noch Spielraum, denn im Moment liegt die Zahl bei rund 278'000 pro Jahr.

Weniger Passagiere nur mit massiv teureren Tickets

Dennoch: Es wird eng. Und die Zeit drängt – jedenfalls wenn weiter so viel geflogen wird wie bisher. «Will der Zürcher Flughafen die für 2040 zu erwartende Nachfrage befriedigen, braucht er weitere Infrastrukturinvestitionen wie Terminalgebäude, Pistenkapazitätserhöhung durch Pistenverlängerungen oder mehr Pistenausfahrten», sagt Aviatik-Professor Wittmer. Und: «Die Planung dafür müsste schon 2020 beginnen, denn vor allem auch der politische Vorlauf braucht sehr lange.»

Ein politischer Entscheid wäre jedoch auch, das Fliegen zu verteuern und damit die Passagierzahl einzudämmen. «Dann müssten die Tickets aber deutlich teurer werden», sagt Wittmer. So teuer, dass sich die Flugkunden überlegen würden, den einen oder anderen Flug nicht zu machen. Die derzeit von der Politik diskutierte CO2-Abgabe oder der freiwillige CO2-Ausgleich reichten nicht. Das habe man auch in Deutschland mit der Passagierabgabe gesehen. «Nur eine echte Lenkungsabgabe kann das Wachstum der Passagierzahlen bremsen», sagt Wittmer.

Swiss zeigt sich diplomatisch

Steigt die Passagierzahl aber im gleichen Tempo weiter an wie bisher, gibt es zunehmende Probleme in der Schweiz. Das weiss auch die Airline Swiss. Sprecherin Meike Fuhlrott drückt es diplomatisch aus: «Da die Infrastruktur momentan nicht im Einklang mit dem Passagieranstieg erweitert wird, sondern die infrastrukturellen Rahmenbedingungen insbesondere in Zürich gar laufend schwieriger werden, ist Wachstum wenn überhaupt fast nur durch grössere Flugzeuge denkbar.»

Grössere Flugzeuge passen laut Wittmer jedoch ins Konzept der Zukunft. Denn mit der steigenden Passagierzahl verändern sich auch die Angebote. «Es wird mehr Direktflüge geben, denn die lohnen sich für Airlines. Somit können vermehrt sekundäre Flughäfen direkt ohne Umsteigeverbindung angeboten werden», sagt Wittmer. Das reduziere die Kapazität am Flughafen aber kaum.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michi am 28.08.2019 05:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Die Klima-Jugend wird künftig bestimmt nicht Fliegen. Das sagen sie doch jeden Freitag!

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  • Milea am 28.08.2019 05:15 Report Diesen Beitrag melden

    War ja klar

    War ja klar, dass die Klimabewegung bloss eine Modeerscheinung war. An sowas sieht man es dann ziemlich genau...

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  • Greta Thunfisch am 28.08.2019 05:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Segeln als Alternative

    Hehehe , ist der Klimahype schon vorbei ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • JackMac am 29.08.2019 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Zürich Airport muss gestoppt werden

    Halt halt, die Jugendlichen haben mit dem Ausbau gar nichts zu tun. Alle, die mit dem Flughafen Geld verdienen wollen, Geschäfte machen (Investoren - also Absahner, Mitarbeiter, Chefs usw.), die wollen den Flughafen ausbauen. Die Baufirmen und alles was dazu gehört. Also die Väter der Jungen, die Grossväter der Jungen. Schön aufpassen. Zürich hatte es schon immer hoch im Kopf.

    • Bruno 60 am 29.08.2019 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @JackMac

      nein,nein! die jungen Leben eben genauso in diesem Luxus! Wasser Predigen und Wein saufen! die ganze Nacht Partys feiern, wahnsinnig Klimafreundlich, und auf der Straße und am See Ufer überall den Plastikmüll, Glasflaschen und Zigarettenkippen liegen lassen! das ist Fakt!

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  • Bruno 60 am 29.08.2019 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teure Wohnlage und möglichst Ruhig!

    Eigenheimer wehren sich wegen des Lärms! Kommt mir vor, wie dieser Herr, an der Goldküste, der durchsetzen konnte, das die Schiffe auf dem See nicht mehr ein Signal also Hornen dürfen! selber aber war er Pilot und setzte Jahrzehntelang Lärm und CO² Emmissionen in die Umwelt, und verdiente sich so sein Vermögen! wo leben wir eigentlich! wenn ich diesen Herr wäre, würde ich mich nicht mehr vor der Haustüre zeigen trauen! der sollte sich in Grund und Schand schämen! trauriger geht's nicht, Geld regiert die Welt und wird so bleiben, solange es Menschen gibt wie solch gierige, wo nur im eigenen Interesse und an sich selbst denken! einfach nur Traurig!!!!!!!!!

  • socom am 29.08.2019 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schulschwänzer

    und ich dachte immer, die freitagskinder sorgen dafür, dass weniger geflogen werde.... ;-)

  • RX400 am 29.08.2019 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die Zubringer?

    Hoffentlich kauft die SBB diesmal rechtzeitig neue und verlässliche Züge. Oder kommen alle im Auto zum Flughafen? Dann sollte der jetzige Autobahn-Ausbau der A1 um weitere Spuren ergänzt werden.

  • Realist am 29.08.2019 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbauen`??

    Es geht in die Falsche Richtung.