Zürich

14. März 2011 23:01; Akt: 15.03.2011 01:14 Print

Folgen für die Schweiz bleiben überschaubar

von Elisabeth Rizzi - Das Japan-Beben ist dramatisch für die Wirtschaftsmacht Nummer drei. Aber die Folgen für die Schweiz und die Welt bleiben überschaubar.

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Die Zahl der japanischen Touristen in der Schweiz wird wohl zurückgehen. (Foto:Bruno Schlatter)

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Schweizer Ökonomen sind sich einig: Kommt es nicht zu einem atomaren Super-GAU, wird die Erdbeben- und Tsunamikata­strophe in Japan die Welt­wirtschaft nicht erschüttern. «Be­zogen auf die Weltkonjunktur schlägt sich Japan in den Nachkomma-Stellen nieder», so ­Jan-Egbert Sturm von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (Kof). Auch Felix Brill von Wellershoff & Partners erwartet keine globale Rezession. Urs Müller von BAK Basel Economics rechnet nicht einmal mit grösseren Verwerfungen an den Finanzmärkten. Dies obwohl gestern die Preise für Kreditausfallversicherungen in Japan stiegen und die Börse in Tokio um 6,2% einbrach.

Anders als bei den Ver­werfungen im Euro- und Dollarraum muss sich auch die Schweizer Wirtschaft nicht vor einem Einbruch fürchten. Zwar ist Japan noch immer die drittgrösste Wirtschaftsmacht. «Allerdings gehen nur 3,3 Prozent der Schweizer Exporte nach ­Japan», so Müller. Davon ist die Pharmaindustrie am bedeutendsten. «Bei den Medikamenten ist kein Einbruch zu erwarten», sagt Rudolf Minsch vom Schweizer Wirtschaftsverband Economiesuisse. Bei den Uhren hingegen rechnet er mit einem gewissen Rückgang. Auswirkungen dürften auch die Rückversicherungen und der Tourismus spüren. Und sollte der Yen nachhaltig fallen, ist laut Sturm auch eine weitere Stärkung des Frankens möglich. Die Produktion hierzulande bleibt jedoch unbeeinflusst. Denn Schweizer Firmen importieren kaum aus Japan.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • tina am 15.03.2011 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophe

    So eine Katastrophe. ..An stelle von helfen, denken die "reichen mächtigen" Schweizer wieder ans Geld. Obwohl man gesehen hat das die Natur stärker ist. Leute werdet doch zwischen der Geldgir widermal vernünftiger.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • tina am 15.03.2011 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophe

    So eine Katastrophe. ..An stelle von helfen, denken die "reichen mächtigen" Schweizer wieder ans Geld. Obwohl man gesehen hat das die Natur stärker ist. Leute werdet doch zwischen der Geldgir widermal vernünftiger.

    • Balsi am 15.03.2011 12:41 Report Diesen Beitrag melden

      Chernobyl II

      Wir würden unsere Weltkriege nicht nummerieren wenn wir vernünftige Wesen wären.

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