Devisenmärkte

09. Februar 2011 08:41; Akt: 09.02.2011 10:19 Print

Franken wird schwächer und schwächer

Der Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken scheint nachzulassen: Der Euro kletterte in der Nacht zum Mittwoch auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Auf den asiatischen Devisenmärkten wurden am frühen Morgen 1,3160 Franken für den Euro notiert. So viel war die Einheitswährung seit dem vergangenen 2. Dezember nie mehr Wert gewesen. Allein seit dem vergangenen Donnerstag machte der Euro gegenüber dem Franken fast drei Rappen gut.

Im Vergleich zu den Tiefstkursen Ende Dezember beträgt der Kursgewinn mehr als sieben Rappen. Nach dem deutlichen Durchbrechen der Marke von 1,30 Franken sehen Analysten ein weiteres technisches Erholungspotenzial bis auf 1,34 Franken.

Der sichere Hafen

Die Abschwächung des Frankens wird unter anderem mit der gestiegenen Differenz der Geldmarktzinsen zwischen den beiden Währungen erklärt. Hinzu kommt eine gewisse Beruhigung der Situation in Nordafrika, die die Rolle des Frankens als sicherer Hafen etwas in den Hintergrund rücken lässt.

Der Kursanstieg des Euro schlägt sich zumindest vorläufig in kräftigen Buchgewinnen auf den Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank nieder. Verglichen mit Ende letzten Jahres dürften es zurzeit etwa acht Milliarden Franken sein, falls sich die Währungszusammensetzung der Devisen nicht deutlich verändert hat.

Letztes Jahr hatte die Nationalbank einen Verlust von rund 26 Milliarden Franken auf den Fremdwährungspositionen erlitten und unter dem Strich ein Minus von 21 Milliarden Franken ausweisen müssen.

(bb)