Konjunktur

01. März 2011 10:38; Akt: 01.03.2011 10:53 Print

Frankenstärke wird Wirtschaft bremsen

Trotz des starken Frankens hat insbesondere die Exportwirtschaft im vierten Quartal der Schweizer Konjunktur Impulse gegeben. Das dürfte sich im laufenden Jahr aber ändern.

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Die Stärke des Frankens - 2010 hat die Schweizer Währung gegenüber dem Euro fast 19 Prozent an Wert gewonnen - werde sich erst mit Verzögerung auf die Exportzahlen auswirken, sagte Aymo Brunetti, Chefökonom des Staatssekretariats für Wirtschaft. Die offene Frage für die wirtschaftliche Entwicklung im 2011 sei, wie ausgeprägt die Frankenstärke sich auf die Exportwirtschaft auswirke.

Dies gesamtwirtschaftlich zu beurteilen sei schwierig, da viele Unternehmen mit Effizienzsteigerung und mit Lieferanten aus anderen Währungsräumen dem starken Franken auch entgegenzutreten wüssten. Mit Sicherheit kann laut Brunetti aber davon ausgegangen werden, dass die Konjunktur 2011 schwächer ausfallen wird als im letzten Jahr.

Frankenstärke als Unsicherheitsfaktor

Die Prognosen der Konjunkturforscher fürs laufende Jahr liegen denn auch alle unter 2,6 Prozent. Wegen des Unsicherheitsfaktors der Frankenstärke ist auch die Spannbreite der Prognosen gross, allerdings gehen alle Konjunkturauguren weiterhin von einem BIP-Wachstum von mindestens 1,5 Prozent aus.

Mit einem solch soliden Wachstum könne gerechnet werden, weil derzeit die Binnenwirtschaft sehr stark sei, sagte Brunetti. Der Bausektor boome und auch beim Privatkonsum gebe es kein Anzeichen dafür, dass dieser in den nächsten Monaten nachlassen werde.

(sda)