Prozess vor Strafgericht

07. November 2018 16:16; Akt: 07.11.2018 17:36 Print

Frankreich fordert von der UBS 1,6 Milliarden Euro

Die UBS steht in Paris vor Gericht. Die Vorwürfe sind happig: Geldwäscherei und Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Es droht eine Milliarden-Busse.

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Die Staatsanwaltschaft fordert von der Schweizer Grossbank eine gewaltige Summe. (Bild: Keystone/Melanie Duchene)

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Im Steuerhinterziehungsprozess gegen die UBS am Pariser Strafgericht fordert der französische Staat eine gewaltige Summe von der Grossbank. Die UBS solle «eine Entschädigung von 1,6 Milliarden Euro» zahlen.

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Dies forderte der Staatsanwalt Xavier Normand-Bodard am Mittwoch. Die UBS habe ein ausgeklügeltes Betrugs- und Geldwäschereisystem aufgebaut, in dem die Bank im Namen des Bankgeheimnisses behauptete, nichts zu hören, nichts zu sehen und nichts zu wissen.

Kunden illegal angelockt

Normand-Bodard forderte den Pariser Strafgerichtshof auf, dieses jahrelang praktizierte System hart zu bestrafen. Ziel der Grossbank sei es gewesen, den Kunden mittels Nummernkonti, Trusts oder Stiftungen bei der Steuerhinterziehung zu helfen.

Die UBS soll laut dem Staatsanwalt zwischen 2004 und 2012 illegal Bankberater nach Frankreich geschickt haben, um Reiche in eine Filiale der UBS France zu locken. Die Kunden seien an Empfängen, Jagdgesellschaften oder an Sportanlässen angesprochen worden, um sie von der Eröffnung von Schwarzgeld-Konten in der Schweiz zu überzeugen.

UBS spricht von «oft unbegründeten Vorwürfen»

Die UBS steht in Frankreich seit dem 8. Oktober und voraussichtlich noch bis zum 15. November 2018 vor Gericht, wo sie sich gegen Vorwürfe der Geldwäscherei und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung verteidigen muss. Im Juli 2014 hatte die UBS eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen müssen.

Die Grossbank soll französische Kunden dazu angestiftet haben, mehr als zehn Milliarden Euro am Fiskus vorbei zu schmuggeln. Die UBS selbst spricht von «oft unbegründeten Vorwürfen». Die Anklage beruht teilweise auf Aussagen und Dokumenten von ehemaligen Mitarbeitenden.

(bee/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mensch am 07.11.2018 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Habens von den amis gelernt

    Reicht nicht, dass unser Geld in die USA fliesst, Frankreich kommt nun auch noch mit Erpressung.

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  • 1291 am 07.11.2018 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch so

    kann man das Staatsdefizit reduzieren.

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  • Dagobert am 07.11.2018 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Freunde mehr von diesem Staat

    Super, wenn man solche Mitarbeiter hat die plaudern, wie errechnet sich diese Summe und oder ist es einfach von den Amis kopiert, toll, wenn man solche Freunde hat, die Franzosen haben sicher eine ganz weisse Weste

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Claudia am 09.11.2018 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bring die Beute heim

    Wie heisst der uralte Spruch: Der Hehler ist schlimmer alls der Stehler. Nun der Hehler ist das schweizer Volk mit seinen Stehlerschutzgesetzen für die Stehler, dass sind meistens die staatlich diplomierten Banken.

    • Cynthia am 10.11.2018 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Claudia

      Wir alle profitierten vom Bankgeheimnis. Unsere Urahnen während ddes Weltkrieges und wir danach. Geschichte und Staatskunde war bei uns Pflicht.

    • Sandra am 11.11.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Cynthia

      Ja, und die Verfolgten im 2. Weltkrieg nicht zu vergessen, jetzt sieht man, wie sie es uns danken

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  • Andy am 09.11.2018 06:23 Report Diesen Beitrag melden

    Die wahren Täter...

    Warum UBS angeklagt wird und nicht die Täter, ist mir etwas schleierhaft. Wer odet was ist UBS, besteht ja aus vielen unschuldigen Angestellten. Es sind wie immer die verantwochtlich, die 20mil oder mehr Boni im jahr einsacken. Sollen die angeklagt werden und die Bussen bezahlen. Kann doch nicht sein, dass Bonus für verbrechen an verbrecher ausbezahlt werden und schlussendlich, alle führ ihr verbrechen bezahlen müssen...

    • 0815 Andy am 09.11.2018 06:52 Report Diesen Beitrag melden

      System????

      Und es stellt soch die Frage, in desen Fällen, dass ich wirklichen Täter nicht die Bank ist, sondern diejenigen, die das Geld waschen oder Steuerhinterziehen... somit kann eine Bank höchstens als mit Täter und nicht als haupttäter beschuldigt werden... Zudem, sollten sich usa und Frankreich gedanken machen, wie ihre Steuererklährung funktioniert. Anscheinend verschwinden sehr einfach milliarden und man merkt es auf den Steuerämter nicht. Ich als 0815 arbeiter kann nicht einmal 100sFr hinterziehen, ohne dass es das Steueramt nicht merken würde.

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  • Das Wort am 09.11.2018 04:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sklaventreiber und Gauner

    Jeder der für BNken und Versicherungen etc arbeitet mach sich mitschuldig. Deshalb hat Gott am 11 Sept die Flugzeuge ins WTC gelenkt. Hört auf für solche Gauner zu arbeiten sonst geht eich gleich.

  • Investigator am 09.11.2018 01:36 Report Diesen Beitrag melden

    Und das interessiert die Schweizer Justiz nicht?

    Und wenn die Buße bezahlt werden muss, heißt es eigentlich, dass die französiche Justiz recht hat, was aber die Frage aufwirft, warum nicht auch die Schweizer Behörden gegen die UBS vorgehen, denn Geldwäscherei und Beihilfe zur Steuerhinterziehung sind nicht nur in Frankreich schwerwiegende Delikte, sondern auch bei uns. Oder hat das Ganze mit Korruption zu tun?

  • Bio Power am 09.11.2018 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    Schnellschnell

    Unbedingt sofort hurti Konto bei UBS eröffnen! Die Zahlen ja wenn was ist!