Provokation

07. Februar 2011 16:36; Akt: 07.02.2011 17:31 Print

Frauen machen Chefetage farbig und schön

Der Top-Banker Joe Ackermann mischt sich in die Diskussion um eine Geschlechterquote in deutschen Unternehmen ein. Mit saloppen Aussagen über Frauen sorgt er für rote Köpfe.

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Diese Bild hat Joe Ackermann weltbekannt gemacht: Deutsche-Bank-Chef zeigt am 21. Januar 2004 zu Beginn des Mannesmann-Prozesses in Duesseldorf das Victory-Zeichen zu Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser. (Bild: Keystone)

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Die Provokation des Schweizer Top-Bankers Joe Ackermann mit zwei zum Victory-Zeichen ausgestreckten Fingern beim Auftakt zum Mannesmann-Prozess im Jahr 2004 ging um die Welt. Der Deutsche-Bank-Chef, einst im Verwaltungsrat von Mannesmann, stand damals wegen seiner unstrittenen Rolle bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone in der Kritik. Nun provoziert der Deutsche-Bank-Chef einmal mehr massiv und schaltet sich in die Diskussion um eine Frauenquote in Deutschen Unternehmensvorständen (in der Schweiz Verwaltungsräte) ein. Laut Ackermann machen Frauen die Führungsgremien «farbiger» und «schöner».

Ackermann erklärte, dass sich im Vorstand seiner Bank und auch eine Ebene darunter derzeit kein weibliches Mitglied finde. «Aber ich hoffe, dass das irgendwann dann farbiger sein wird und auch schöner», so der Top-Banker mit Schweizer Herkunft laut der Nachrichtenagentur AFP.

Ackermann soll Bilder aufhängen

Diese Aussagen bringen Frauen aus Wirtschaft und Politik auf die Palme. «Wer es farbiger und schöner mag, soll auf eine Blumenwiese gehen oder ins Museum», wettert Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Und die FDP-EU-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin ärgert sich: «Wenn Herr Ackermann mehr Farbe im Vorstand will, soll er sich Bilder an die Wand hängen.» Einzig die Unternehmerin Jette Joop nimmt Ackermanns Aussagen gelassen: «Das tradierte Rollenbild von Herrn Ackermann holt ihn ein, oder warum hat er seinen 60. Geburtstag im Bundeskanzleramt bei Frau Merkel gefeiert?»

Die Deutsche Bank sah sich wegen des Rummels um die Aussagen ihres Bosses zur einer Stellungnahme genötigt und liess verlauten, dass Ackermanns Aussagen aus dem Kontext gelöst worden seien. Frauenförderung sei der Bank ein wichtiges Anliegen. Mit Zigarre und Herrenclub habe das Frauenbild des Chefs nicht zu tun.

(sas)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • georg am 07.02.2011 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    und wenn es so ist?

    für mich ist es egal ob dort eine frau oder ein mann sitzt. die kriterien sind eh gewinnoptimierung auch in krummen geschäften. und eine frau die ihre weiblichen seiten einbringen möchte, ist nicht gefragt. und wenn es eine frau gäbe die genügend qualifiziert ist und genug skrubel hat bringt eh keine veränderung. also was soll diese diskusion, eine bank ist und bleibt eine bank....

  • Bob am 07.02.2011 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Finde auch...

    ist doch schön und farbig:-). Was soll da schlimm sein??? Ist doch ein Kompliment. Würde als Mann auch gern Schönheit und Farbe ins Geschäft bringen können :-).

  • Paul Gerber am 07.02.2011 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Emanzen!

    Da ist einer charmant und macht ein Kompliment. Und was machen die Emanzen daraus? Eine Beleidigung sei das. Männerhass als Lebensinhalt: Wie traurig

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul Gerber am 07.02.2011 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Emanzen!

    Da ist einer charmant und macht ein Kompliment. Und was machen die Emanzen daraus? Eine Beleidigung sei das. Männerhass als Lebensinhalt: Wie traurig

  • Bob am 07.02.2011 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Finde auch...

    ist doch schön und farbig:-). Was soll da schlimm sein??? Ist doch ein Kompliment. Würde als Mann auch gern Schönheit und Farbe ins Geschäft bringen können :-).

  • georg am 07.02.2011 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    und wenn es so ist?

    für mich ist es egal ob dort eine frau oder ein mann sitzt. die kriterien sind eh gewinnoptimierung auch in krummen geschäften. und eine frau die ihre weiblichen seiten einbringen möchte, ist nicht gefragt. und wenn es eine frau gäbe die genügend qualifiziert ist und genug skrubel hat bringt eh keine veränderung. also was soll diese diskusion, eine bank ist und bleibt eine bank....

  • blubb am 07.02.2011 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    ach wie krass...

    kaum zu glauben, worüber man sich wieder aufregt. bin selber eine frau und sehe die aussage überhaupt nicht als beleidigung, wer es in die chefetage einer bank schafft hat was drauf, egal ob farbig&schön oder nicht, und das weiss auch herr ackermann. er wollte nur charmant sein, aber nein das darf man ja nicht...

    • Keine Quotenfrau am 07.02.2011 18:47 Report Diesen Beitrag melden

      Verunglimpung ist in ....

      Wenn man jemanden verunglimpfen will, dann reisst man einfach Aussagen und Zitate aus dem Kontext. Aber das ist ja heute ein beliebter Sport. Und apropos Quoten-Frauen: wer möchte denn aufgrund einer Quote die Karriereleiter hochsteigen. Oder wer möchte als Quotenfrau gelten? Ich möchte respektiert werden für das, was ich kann, leiste und für das Unternehmen einbringe. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich wegen meines Geschlechts Nachteile hatte. Und will denn jede Frau Karriere machen. Es gäbe noch viel zu schreiben!

    • Frauen-Power am 07.02.2011 19:55 Report Diesen Beitrag melden

      Relaxed

      Ok.... Herr Ackermann ist nicht wirklich ein Mann, der nicht wüsste, wie man wirklich charmant ist... Er ist ja nicht blöd. Ich empfinde seinen Kommentar schon als ziemlich herablassend (genauso wie sein berühmtes Victory Zeichen damals), aber störts mich? Nein, denn auch er muss sich letzten Endes damit abfinden, dass irgendwann mal alle die in die Chefetage kommen, die was können. Egal, ob Männlein oder Weiblein!

    • Madeleine K. am 07.02.2011 20:42 Report Diesen Beitrag melden

      sehe ich genauso

      arbeite selbst im mittleren kader einer bank - und sehe ich wie userin blubb. gewissen feministinnenkreisen kanns ein mann, egal mit welcher aussage, kaum recht machen. entweder ist mann ein chauvi, ein weichei oder ein zurückgebliebener pflock. je nachdem wies den entrüsteten ins bild passen soll.

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