Inserateeinnahmen

25. Februar 2010 17:07; Akt: 25.02.2010 17:20 Print

Für die Zeitungen wirds immer enger

Die Inseratemisere für die Schweizer Presse hält an. Die Inserateeinnahmen sind im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,7 Prozent auf 101,6 Mio. Fr. gesunken. Der Einbruch traf die Tagespresse am härtesten.

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Bei den Tageszeitungen betrug die Einbusse 21,9 Prozent, wie die WEMF AG für Werbemedienforschung am Donnerstag zu ihrer Inseratestatistik mitteilte. Die Publikumspresse musste mit 14,8 Prozent weniger Inserateerlösen auskommen, die Spezialpresse büsste 10,1 Prozent ein.

Die Sonntagspresse verzeichnete eine Einbusse von 4,9 Prozent, die Finanz- und Wirtschaftspresse einen Rückgang um 4,3 und die Fachpresse einen um 2,9 Prozent. Einen Zuwachs von 14,3 Prozent verbuchte einzig die regionale Wochenpresse.

In den verschiedenen Inseratekategorien schlug das Minus von fast 30 Prozent bei den Stelleninseraten am stärksten zu Buche. Bei den Liegenschaftsanzeigen ergab sich im Vergleich zum Januar 2008 ein Rückgang von 11,5 Prozent.

In der für die Verleger wichtigsten Kategorie, den komerziellen/ übrigen Anzeigen, belief sich das Minus auf 15,8 Prozent. Diese Kategorie generierte noch 74,6 Mio. Franken. Immerhin verzeichnete die WEMF bei den Prospektbeilagen ein Plus von 5 Prozent. Angesichts des geringen Umfangs von 8,5 Mio. Fr. ist das aber ein schwacher Trost.

Bereits im Gesamtjahr 2009 war die Schweizer Presse vom Inseraterückgang arg gebeutelt worden. Sie verdiente an den Anzeigen gut ein Fünftel weniger. Besonders markant - um 45 Prozent - sanken im vergangenen Jahr die Stelleninserate. Damit nicht genug: Schon 2008 waren die Inserate-Einnahmen bei Zeitungen und Zeitschriften um 6 Prozent gesunken.

(sda)