Deutschland

13. Dezember 2015 16:06; Akt: 13.12.2015 16:27 Print

Gehört der Lohn bald aufs Stelleninserat?

Frauen soll beim Gehaltsgespräch der Rücken gestärkt werden. Damit will Deutschland für mehr Lohngerechtigkeit sorgen.

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Frauen verdienen in Deutschland meistens weniger als ihre männlichen Kollegen. Das will das Familienministeriums ändern.

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Unternehmen in Deutschland sollen in Stellenausschreibungen künftig immer angeben, wie viel sie für den Job mindestens zahlen werden. Das geht aus einem Referentenentwurf des deutschen Familienministeriums hervor, wie der «Spiegel» am Samstag berichtete. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte die Darstellung auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.

Bei dem Entwurf geht es demnach um das geplante Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern. Informationen über die finanziellen Vorstellungen des potenziellen Arbeitgebers sollten Frauen dabei helfen, in Gehaltsgesprächen besser zu verhandeln.

In einer Stellenausschreibung solle das Entgelt mitgeteilt werden, «das als Mindestgrundlage für die Vertragsverhandlungen dienen soll», zitierte der «Spiegel» aus dem Entwurf. Ist ein Arbeitgeber bereit, mehr zu bezahlen, «hat er diese Bereitschaft in der Ausschreibung anzugeben».

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 13.12.2015 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ewige Frauenförderung

    Kann es nicht mehr hören - und wo bitte schön bleibt die Gleichberechtigung der Männer. Noch heute !! müssen Männer 1 Jahr länger arbeiten wie die Frauen. Auch die Militärpflicht verstösst eklatant gegen die Gleichberechtigung.

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  • Andy86zh am 13.12.2015 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Österreich

    Schaut mal nach Österreich, da ist das bereits der Fall. Ist also nicht wirklich aussergewöhnlich.

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  • Walter Senn am 13.12.2015 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Löst keine Probleme

    Dann müsste man aber auch ganz genau und detailliert die Anforderungen publizieren. Und selbst, wenn ein bis ins Detail vergleichbarer Mitarbeiter bereits 3 Jahre im Unternehme ist, wird dieser mehr Lohn haben. Ganz einfach, weil er Sachen weiss und kennt, die kein Auswärtiger wissen oder können kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fräulein Gwunder am 14.12.2015 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    @ Marco

    @ Marco, Naja noch müssen Männer auch keine Kinder auf die Welt bringen, und müssen nicht Ihre Karriere unterbrechen wegen der Familienplannung.. Also ich denke mit Milität und 1 Jahr länger arbeiten können Sie hier nicht argumentieren. Aber für gleiche Arbeit sollte auch der Gleiche Lohn bezahlt werden, egal ob Mann oder Frau.. das ist Gleichberechtigung.. Alle anderen Punkte sind sicher Diskussionen wert, aber widersprechen nicht dem Punkt dass Lohngleichheit herschen soll.

    • Dudelum am 14.12.2015 19:49 Report Diesen Beitrag melden

      müssen?

      Also auch Frauen "müssen" keine kinder auf die Welt bringen. Das geschieht immer noch ganz freiwillig.

    • Peter Müller am 14.12.2015 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fräulein Gwunder

      Da muss ich Marco recht geben. Ich sehe nicht ein warum nur die Männer Militär, Zivilschutz und Militärpflichtersatz leisten müssen! Die Frauen zahlen weniger als 10 Milliarden CHF in die AHV ein beziehen aber gleichwohl 19,4 Milliarden CHF! Der Unterschied ist groß und macht ziemlich genau 10 Milliarden CHF aus, jährlich! Nach Verursacherprinzip müssten die Frauen bis 68 und die Männer nur bis 64 arbeiten. Lohnanalysen zeigen, dass die Differenzen klein sind, wenn man Gleiches mit Gleichen vergleicht! Die nicht erklärbaren Lohndifferenzen betragen zwischen 2,0 bis 2,6 Prozent!

    • Miss Marna am 14.12.2015 21:12 Report Diesen Beitrag melden

      Komische Statistiken

      Herr Müller, Statistiken könne immer interpretiert werden wie man möchte. Dann würde ich nämlich vorschlagen dass die arbeitende Männerbevölkerung den Frauen die Zuhause den Haushalt schmeissen und Kinder grossziehen, doch einen angemessenen 100% Lohn zahlen, dann können diese Frauen dann auch Standesgemäss in die AHV einzahlen. Ich denke somit würde sich diese Statistik aber gerade sehr zu ungunsten der Männer verändern.

    • Peter Müller am 14.12.2015 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miss Marna

      Das hat leider nichts mit einer "komischen" Statistik zu tun. Diese Umverteilung wurde von den SP Politikerinnen transparent gemacht, unfreiwillig allerdings! Der Staat ist ein tägliches 50-Millionen-Franken-Geschäft für die Frauen.

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  • Adrian am 14.12.2015 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ursache statt die Symptome bekämpfen!

    Ist doch offensichtlich warum Frauen weniger verdienen, seltener befördert werden und kaum in der Führungsetage anzutreffen sind: 1. Sind sie bei Lohnverhandlungen und Mitarbeiter viel zurückhaltender und bescheidener. 2. Wenn nur 20% (angenommen) der Mitarbeiter in einem Unternehmen Frauen sind, kann man doch nicht erwarten, dass es im Management 30, 40 oder gar 50% sind. 3. Frauen arbeiten viel häufiger teilzeit, was in vielen höheren Positionen nicht möglich ist. 4. Frauen gewichten Familie und Privates viel höher als Männer. ... Potentielle Lösungen: 1. Kurse anbieten, wie man sich richtig verkauft. 2. Ziele bzgl. Frauenquote im Management abhängig von der Frauenquote in der Basis setzten. 3. & 4. Frauen auch mal klar machen, dass man nicht s Weggli und den Batzen haben kann. Wenn Männer zwischen Familie und Karriere entscheiden müssen, sollten das Frauen auch tun. Dass sie sich häufig anders entscheiden, muss man akzeptieren!

    • meier ruth am 14.12.2015 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Fam & Karriere

      ehhh... Männer müssen nicht zwischen Famile und Karriere entscheiden...

    • Isabella am 14.12.2015 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Adrian

      Das ist ja jetzt wirklich mal der gipfel. Männer müssen sich nicht entscheiden. Genau das ist der punkt. Denn männern wird seit jahrtausenden alles in den schoss geworfen. Und wenn wir frauen nach all der unterdrückung auf gleichberechtigung pochen: heissts "seid endlich dankbar?' Und fragt nicht nach mehr"?

    • Peter Müller am 14.12.2015 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Isabella

      Da bist du aber gewaltig auf dem Holzweg. In der Schweiz werden die Männer massiv benachteiligt. Einige Beispiele: AHV Frauen 64, Männer 65; Witwenrente ob Kinder da sind oder nicht, Witwerrente nur wen Kinder da sind und nur bis 18 Jahre; Mutterschaftsurlaub 14 Wochen, Vaterschaftsurlaub 1 Tag; Krankenkassenprämien für Frauen und Männer sind identisch trotzdem dass die Frauen mehr kosten! Frauen im Schnitt 3721 Franken, Männer im Schnitt 2800 Franken; bei den Scheidungen sind die Frauen massiv bevorzugt, trotz gemeinsamen Sorgerecht erhalten die Frauen in den meisten Fällen die Kinder; usw.

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  • Adriana Leoni am 14.12.2015 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Ich finde das eine gute Idee...ich bin sowiso für die totale Transparenz!

  • M.D. am 14.12.2015 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    RS für alle

    An alle die kritisieren, dass Frauen keine RS machen müssen: ja das ist schade, denn ich wäre sofort dabei und fände es unheimlich spannend (auch wenn es wie im Hühnerstall zu und her gehen würde bei soviel Frauen). Ich habe das nicht so entschieden, aber müssten die Frauen auch die RS absolvieren: kein Problem, ich bin dabei!

  • Russian am 14.12.2015 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wie Oft muss ich es noch sagen:

    Sollten Frauen wirklich systematisch weniger verdienen, weshalb, bitte sagt mir weshalb, Arbeitgeber überhaupt noch Männer einstellen? Jeder Wirtschaftsstudent würde nur Frauen einstellen, da er ja (mit gleicher Arbeitskraft) weniger Personalausgaben, sprich mehr Gewinn hat. Ich halte das ganze für Unfug. Klar kann es Lohnunterschiede geben, aber die bestehen auch unter Männern! (verdine selbst einiges weniger als viele meiner älteren Kollegen, obwohl ich mehr Arbeite und auch mehr Gebiete Abdecke). Schlussendlich bin ICH schuld, da ICH den Arbeitsvertrag so unterschrieben habe.

    • Peter Müller am 14.12.2015 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Russian

      Weil die Lohnerhebung 2012 des Bundesamtes für Statistik (BFS) nicht korrekt ist, entstehen die Horrormeldungen. Zentrale Parameter wie berufliche Erfahrung, Weiterbildungen oder Erwerbsunterbrüche wurden vom BFS nicht berücksichtigt! Lohnanalysen zeigen, dass die Differenzen minimal sind, wenn man Gleiches mit Gleichem vergleicht! Die nicht erklärbaren Lohndifferenzen betragen 2,0 bis 2,6 Prozent!

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