Eurozone

03. Mai 2012 16:11; Akt: 03.05.2012 16:41 Print

Geld bleibt weiterhin billig

Der Leitzins für die 17 Länder der Eurozone bleibt wie erwartet auf dem historischen Tiefstand von einem Prozent. Das hat der Rat der Europäischen Zentralbank am Donnerstag mitgeteilt.

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EZB-Chef Mario Draghi hält den Leitzins weiterin tief. (Bild: Keystone)

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Der Leitzins bleibt auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte. Nach ihrer jüngsten Geldflut sehen die Währungshüter Politik und Banken am Zug. Im Dezember und Februar hatte die EZB den Banken extrem billiges Geld für bis zu drei Jahre angeboten.

Die Institute liehen sich insgesamt gut eine Billion Euro. Notenbank-Präsident Mario Draghi hatte gemahnt, die Krisenhilfe zu Reformen zu nutzen. Der Italiener brachte zudem die Idee eines Wachstumspaktes auf. Zuletzt hatte es am Finanzmarkt Spekulationen gegeben, Draghi könnte die Möglichkeit einer Zinssenkung für den Fall signalisieren, dass die Krise sich verschärft.

Der Druck zu weiteren Schritten der Notenbank war zuletzt gestiegen - unter anderem aufgrund diverser Forderungen beider Kandidaten im französischen Präsidentschaftswahlkampf, Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und seines Konkurrenten François Hollande.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Angesichts der nach wie vor weit über 2 Prozent liegenden Teuerungsrate in der Euro-Zone halten viele Ökonomen eine solche Kehrtwende der EZB aber für unwahrscheinlich.

Wegen der Proteste gegen den strikten Sparkurs der Regierung in Madrid fand das Treffen der Zentralbanker in der Wirtschaftsmetropole Kataloniens unter massiv erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Spanien steht seit Wochen im Zentrum der Euro-Schuldenkrise.

(sda)