Investorenlegende

18. Februar 2014 12:50; Akt: 18.02.2014 12:58 Print

George Soros wettet auf Börsen-Crash

Die Fondsgesellschaft der US-Investorenlegende George Soros geht offenbar von einem baldigen Börsenabsturz aus. Sie wettet 1,3 Milliarden Dollar auf fallende Kurse.

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Glaubt nicht mehr an eine Aktienmarkt-Rally in den USA: Investorenlegende George Soros. (Bild: Keystone)

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Kommt nach der Börsenrally der Crash? Geht es nach der US-Investorenlegende George Soros ist dies sehr gut möglich. Er wettet im grossen Stil auf fallende Kurse.

Das geht aus den neusten Dokumenten der US-Börsenaufsicht hervor. Wie das «Wallstreet Journal Deutschland» schreibt, finden sich dort Hinweise, dass Soros Fund Management seine sogenannten Short-Positionen auf den amerikanischen Leitindex S&P 500 auf 154 Prozent ausgebaut hat. Short-Papiere sind Leerverkäufe, mit denen ein Anleger von fallenden Kursen profitieren kann.

Soros Fund Management ist eine vom weltberühmten Investor gegründete Hedgefonds-Firma. Der Wert der grössten Einzelposition des Fonds ist von 470 Millionen auf 1,3 Milliarden Dollar gestiegen. Sollte es tatsächlich zu einem Börsencrash kommen, würde Soros ein Vielfaches von diesem Einsatz als Gewinn einfahren.

Auch als Absicherungsposition verwendet

Allerdings muss die Short-Position nicht zwingend mit der Erwartung eines Börsenabsturzes einhergehen. Solche Positionen werden von Investoren gern auch als Absicherung verwendet, sollte es zu einem Crash kommen. Sie dürfte von den Anlegern aber als Warnsignal aufgenommen werden.

Zumal Soros in der Vergangenheit mit seinen Prognosen öfters richtig lag und er im Januar wiederholt auf die Risiken – besonders aus China – hingewiesen hat. Diese seien laut Soros vergleichbar mit der Entwicklung im Westen von 2008, die damals zum Absturz führte.

(hoy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Semäsi am 18.02.2014 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh weh oh schreck !

    Betrifft mich nicht !hab nach Bezahlung der Steuern sowieso fast keine kohlen mehr und den Rest frisst sonst noch irgend eine Rechnung weg die unerwartet hereinschneit Aber ich lebe trotzdem und bin zufrieden mit dem was ich hab. Meine Frau und Kinder sind mein Reichtum

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  • DonnieStrange am 18.02.2014 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte um Erklärung!

    Mann kann auf den Zusammenbruch unseres Finanzsystems wetten und dann auch noch Mrd. dafür einfahren??? Und das ist dann auch noch hübsch mit Short-Papieren benannt, also ganz legitim??? Was ist eigentlich los mit dieser Welt?? Kann mir jemand erklären, was das soll??? Oder ist die Börse vielleicht zu einem riesen Zockerkabinett für Superreiche geworden, die Gewinn mit einfach ALLEM generieren können? Denn was solls, wenn wieder was zusammenbricht dann können sie die Steuerzahler, also UNS, melken wie die Milchkühe Ich fass es einfach nicht!

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  • Hanna M. am 18.02.2014 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Idiotie

    Eigentlich sollte an der Börse Leerverkäufe, Gewinnmöglichkeiten aufgrund von Verlusten und Investitionen, um Kurzfristig möglichst viel zu verdienen, verboten und verhindert werden. Mir scheint, viele halten die Börse für ein Perpetuum Mobile: aus nichts profitieren. Sie vergessen eins: wer an einem Ende verdient, nimmt jemand anderem am anderen Ende etwas weg! Man kann nicht immer ständig wachsen und profitieren, unendlich gross ist nicht mal das Universum. Nur wenn Gewinn und Geld im Umlauf bleiben wird das Getriebe geschmiert und läuft weiter...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tommi am 19.02.2014 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh mann

    hört doch auf mit diesen "Die Börse und die ganze Wirtschaft sind das pure Böse und gehören abgeschafft" Kommentare. Tauschhandel ist etwas, das die Menschheit schon sehr lange begleitet. Heute ist er einfach anders als früher. War/ist er immer fair? Sicher nicht. Versuchen wir ihn so fair wir möglich zu halten, ohne dabei immer gleich ein ganzes System zu verurteilen, von dem die wenigsten hier wissen wie es überhaupt genau funktioniert.

  • Maria Frapolli am 19.02.2014 05:49 Report Diesen Beitrag melden

    Casino Royal

    In der Schweiz werden Casinos verboten. Glücksspiele haben Suchtpotenzial. Aber wenn die Grossen zocken nennt man das Börse. Also lieber eine Runde Texas hold em, da kann man seinem Gegner in die Augen sehen. Vorallem man kann aussteigen.

  • mwagner am 18.02.2014 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frage ist nicht ob sondern wann...

    1924=2014? In dem Fall wäre es empfehlenswert Immobilien temporär zu verkaufen und Bargeld z.B. in Silber oder Gold zu wechseln. (Aber nicht bei der Bank aufbewahren) Wen nach einem oder zwei Jahren die Krise Ihren Höhepunkt erreicht hat, neue Immobilien kaufen und Geld wieder gestaffelt in Papierform investieren. Da ich keine Immobilien besitze und meine bescheidenen Reserven bereits in Silber investiert sind, darf die Krise gerne kommen. Lieber jetzt in meinen 30ern als später im Rentenalter. MfG

  • kbucher am 18.02.2014 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Und alle predigen wahre Werte......

    Wenn genug Leute in diesem weltweiten Glücksspiel / Casino daran glauben, wird's schon passieren. Fundamentalwerte vs. Börsencasino und viele jubeln Soros zu.

  • Wolfram der Jäger am 18.02.2014 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    Er weiss dass es kracht

    denn ende 2015 ist wirklich schluss mit lustig und zinslipicken, aus ende feuer. Er ist ja selbst die Elite!