Airline-Marke

10. Juni 2019 19:50; Akt: 10.06.2019 19:50 Print

Germania Flug wird noch diesen Monat umgetauft

Das Rebranding der Germania Flug AG steht unmittelbar bevor. Das Geheimnis, wie die Airline künftig heissen soll, soll noch diesen Monat gelüftet werden.

Bildstrecke im Grossformat »
Der noch bestehende Teil ist nun in Schweizer Hand: der Ferienflieger Germania. In der Schweiz war die insolvente deutsche Germania mit ihrer Tochtergesellschaft Germania AG weiterhin aktiv. Germania hatte schon länger in einer Finanznot. Hauptgrund dafür waren steigende Treibstoffpreise, die die kurzfristige Zahlungsfähigkeit beeinträchtigten. Auch rückläufige Ticketkäufe dürften eine Rolle gespielt haben. So meldete der Schweizer Reiseanbieter Hotelplan Mitte Januar, dass Kunden nur noch auf eigenes Risiko Tickets kaufen könnten. Germania agiert in der Schweiz mit der nun eigenständigen Tochterfirma Germania AG. Im Gegensatz zur deutschen Mutterfirma hat die Germania AG ihren Mitarbeitern im Januar die Löhne ausbezahlt, wie Chef Urs A. Pelizzoni in einem Interview mit dem Brachenportal Travelinside sagte. Die Schweizer Germania verfügt aber nur über einen Bruchteil der Germania-Flotte mit 40 Fliegern: Laut der Germania AG sind es drei Flugzeuge, die von Zürich Destinationen wie Palma de Mallorca oder Teneriffa anfliegen. Aviatik-Experte Andreas Wittmer von der Hochschule St. Gallen prophezeit der Germania AG einen steinigen Weg: «Um mit einer so kleinen Flotte auf dem hart umkämpften Flugmarkt zu überleben, braucht eine Airline Partner.» Germania könnte laut Wittmer mit grossen Airlines wie Swiss und Easyjet Kontakt aufnehmen. «Es ist unwahrscheinlich, dass die Germania AG es im Alleingang schafft.» Doch am 3. Mai beteiligte sich nun eine polnische Gesellschaft. Die Schweizer Reiseanbieter Kuoni und TUI Schweiz arbeiten mit der Germania AG zusammen. Von TUI Schweiz hiess es zuvor, man beobachte die Lage laufend. Und: «Germania ist weiterhin ein wichtiger Partner. Der Flugplan wird eingehalten und die Lage ist ruhig.» Bei der Konkurrentin Kuoni klingt es ähnlich: «Unabhängig vom Fall Germania sind wir darauf eingestellt, dass Airlines Insolvenz anmelden können. Als Reiseveranstalter bieten wir unseren Kunden in so einem Fall auch kurzfristige Lösungen an.» Flugpleiten haben für Reiseanbieter hohe Kosten zur Folge. Wie Hotelplan-CEO Thomas Stirnimann im Rahmen eines Gesprächs an einer Tourismus-Messe im Oktober 2018 sagte, sollen die Pleiten von Fluggesellschaften im Jahr 2018 den Konzern rund eine halbe Million Franken gekostet haben.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Noch diesen Monat soll die Germania Flug AG ihren neuen Namen enthüllen. Im Kunden-Newsletter schreibt die Schweizer Airline «Bye-bye Germania» und verspricht bis zur nächsten Ausgabe einen neuen Markenauftritt. Auch «Travel Inside» berichtet, der Namenswechsel stehe noch diesen Monat an.

Umfrage
Was halten Sie vom Namen CH-Air?

Wie die Airline künftig heissen wird, ist unklar. Im April spekulierte der «Blick», Germania könnte auf den Namen «Chair» beziehungsweise «CH-Air» umgetauft werden. Grund dafür sei, dass die Inhaberfirma den Begriff im Markenregister hinterlegt hat.

Schweizer Airline nach Germania-Pleite

Nach der Pleite der Berliner Airline Germania gelangte die Schweizer Tochter Germania Flug AG in die Hände der Schweizer Unternehmerin und Air-Prishtina-Chefin Leyla Ibrahimi-Salahi. Kurz darauf trennte sie sich aber bereits wieder von 49,9 Prozent ihrer Anteile an der Fluggesellschaft.

Die polnische Charterfluggesellschaft Enter Air übernahm diese Anteile. Die restlichen 50,1 Prozent bleiben bei der Schweizer Albex Aviation von Ibrahimi-Salahi. Finanzielle Details wurden keine genannt. Die konkursite Airline Germania aus Deutschland war ursprünglich zu 40 Prozent an der Schweizer Germania Flug AG beteiligt.

Erst vor kurzem hatte die Germania Flug bekannt gegeben, dass sie mehrere Destinationen aus dem Flugplan streicht. Als Grund hatte sie genannt, dass ihr im Sommer aufgrund des Groundings der «Boeing 737 Max»-Flugzeuge lediglich drei statt wie geplant vier Flugzeuge zur Verfügung stünden.

(rkn/sda)

sentifi.com

20min_ch_app Sentifi Börseneinblicke aus den sozialen Medien

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin Stebler am 10.06.2019 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chapter 11?

    Ich warte seit 2 Monaten auf die Rückvergütung meines gestrichenen Fluges. Soviel zu dieser Schweizer Airline...

    einklappen einklappen
  • Anymore am 10.06.2019 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lausiger Service unter anderem Namen...

    Wäre besser auch von der Bildfläche verschwunden. Hatte einen Flug von ZRH nach Ibiza und wurde nicht mal informiert, dass diese Destination nicht mehr angeflogen wird. Auch auf das Geld warte ich bis heute. Das ist Kundendienst vom Feinsten und wird sich sicher durchsetzen in dem hart umkämpften Markt. Da kann man auf den Flieger schreiben und malen was man will.

    einklappen einklappen
  • Farim am 10.06.2019 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gar nie

    würd ich NIEMALS fliegen unter diesen Eignern. googelt mal

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • ENU am 11.06.2019 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klingen

    AirSwiss CHLines HelAir sind auch Varianten die gut klingen.

  • Emin M. am 11.06.2019 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unicorn Airways

    Ich hätte diesen Flieger auf Unicorn Airways umbenannt und sollte dann über den Regenbogenwolken fligen. Dieser Flieger sollte dann mit Regenbogeneinhörner Lackiert werden. :D

  • Melikae am 11.06.2019 15:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    egal

    egal. american ist meine Airline die flieg ich immer

  • Stefan Notz am 11.06.2019 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz ist drinnen..

    Ich finde gewisse Kommentare echt geschmacklos. Leyla Ibrahimi-Salahi ist in der Schweiz geboren und hat den Schweizer Pass. Ihr Vater hat AirPrishtina gegründet und Sie hat die Firma übernommen. AirPrishtina war Kunde bei Germania Flug AG. Sie hat die 40% der Germania Flug AG von der Deutschen Germania erworben um den Flugbetrieb so gut wie möglich aufrecht zu halten. Welche Schweizer Airline fliegt ab Zürich ausser Germania Feriendestinationen an? Es gibt ja nur noch Edelweiss.

  • 007 am 11.06.2019 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ex fluggast

    bekomme noch Gelder zurück warte schon fast 10 Wochen auf die Rückerstattung nie wieder mit dieser fluggesellschaft.