Konkurrenz für Swisscom und Co.

01. Februar 2019 20:33; Akt: 01.02.2019 20:33 Print

Gibt es bald einen neuen Mobilfunkanbieter?

Derzeit findet eine Auktion der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G statt. Swisscom, Salt und Sunrise könnten von einem britischen Anbieter Konkurrenz bekommen.

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Beim mobilen Internet wird bald der Turbo gezündet. Nämlich dann, wenn 5G in der Schweiz in Betrieb genommen wird. Bevor es aber so weit ist, müssen die Anbieter vom Bund die begehrten Frequenzen erwerben. Derzeit findet eine Auktion der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G statt.

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Braucht es ein 5G-Netz in der Schweiz?

Was zunächst technisch klingt, hat eine enorme Bedeutung für die Schweizer Netzbetreiber: Um über diese Funkfrequenzen 5G-Signale zu senden, brauchen sie die Konzession des Bundes. Nur wenn sie diese bekommen, dürfen sie die neue Technologie kommerziell einsetzen.

Vermutlich werden sich die drei grossen Mobilnetz-Betreiber der Schweiz um die Konzession bemühen. Neben Swisscom, Salt und Sunrise soll laut der «NZZ» aber auch noch ein weiterer Akteur an der Konzession interessiert sein.

Post und SBB haben kein Interesse

Die Anzeichen verdichten sich, dass dieser unbekannte Akteur aus dem britischen Raum stammt. Ein anderes Schweizer Unternehmen als Swisscom, Salt und Sunrise dürfte kaum interessiert sein. Die Post arbeitet zwar derzeit an einem eigenen Funknetz, nimmt nicht an der Auktion teil. Auch die SBB, die für ihre Züge bereits ein eigenes Mobilfunknetz bereit, ist nicht interessiert.

Aufschluss gibt ein öffentliches Dokument, in dem die Fragen der Interessenten an das zuständige Bundesamt für Kommunikation aufgelistet sind. Die meisten Fragen sind auf Deutsch oder Französisch gestellt. Eine Frage lässt aber aufhorchen. Auf Englisch wird gefragt, ob britische Firmen nach dem Brexit zur Auktion zugelassen sind.

Aus Grossbritannien kommen nur zwei Firmen infrage: Vodafone und Liberty Global, die mit der Tochterfirma UPC bereits ein Standbein in der Schweiz hat. Liberty Global verneint auf Anfrage der «NZZ» ein Mitbieten bei der Konzession. Bleibt also nur noch Vodafone übrig. «Vodafone betreibt kein Netzwerk in der Schweiz», lässt Vodafone auf Anfrage der «NZZ» mitteilen. Ob sie aber bei der Auktion mitbietet, verrät die Firma nicht.

(20 Minuten)

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