Aromen

08. Februar 2011 08:22; Akt: 08.02.2011 18:11 Print

Givaudan 2010 mit Gewinnsprung

Der Riechstoff- und Aromenhersteller Givaudan blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Reingewinn stieg um 71 Prozent auf 340 Mio. Franken.

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Der weltgrösste Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan hat 2010 deutlich mehr verdient als im Jahr zuvor. Der Reingewinn stieg um 71 Prozent auf 340 Mio. Franken, wie Givaudan am Dienstag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 8,9 Prozent auf 4,2 Mrd. Franken.

Etwas Sorgen machen dem Konzern die höheren Rohstoffkosten, die zu Preissteigerungen bei den Kunden führen werden. Ansonsten hat Givaudan die im letzten August neu aufgestellten Ziele bestätigt.

Bei der Division Riechstoffe konnten die Verkäufe um 9,0 Prozent auf knapp 2 Mrd. Fr. gesteigert werden. Hier hätten sich die Verkäufe nach Zuwächsen im zweistelligen Prozentbereich in der ersten Jahreshälfte auch im zweiten Halbjahr trotz höherer Vergleichszahlen stark entwickelt, hiess es dazu.

Die Geschäftssparte Aromen legte um 5,4 Prozent auf 2,25 Mrd. Fr. zu. Auch hier spricht Givaudan von einer starken Verkaufsdynamik in der zweiten Jahreshälfte trotz höherer Vergleichszahlen.

Strikte Kostenkontrolle

Die guten Verkaufszahlen färbten auch auf das operative Ergebnis ab: Das Betriebsergebnis (EBITDA) von Givaudan stieg um 17 Prozent auf 963 Mio. Franken. Die Zunahme der Verkäufe, die höhere Bruttomarge sowie die strikte Kostenkontrolle hätten zu diesem Ergebnis beigetragen, so der Aroma- und Riechstoffkonzern.

Die Nettoverschuldung des Konzerns lag Ende 2010 bei 1,35 Mrd. Fr. und damit unter dem Vorjahreswert von 1,49 Mrd. Franken. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer Bardividende von 21,50 Fr. je Aktie vor, im Vorjahr waren es 20,60 Franken.

2010 verzeichnete der Konzern Restrukturierungskosten von 27 Mio. Fr. und Wertminderungen von 10 Mio. Franken. Die Gesamtkosten der zum Teil noch laufenden Restrukturierungsprogramme, der unter anderem auch 120 Stellen im zürcherischen Kemptthal zum Opfer fallen, dürften sich auf 75 Mio. Fr. belaufen. Der Abschluss der Restrukturierung sei für 2011, heisst es in der Mitteilung.

Mit einem jährlichen organischen Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent will das Westschweizer Unternehmen auch zukünftig schneller als die Konkurrenz wachsen.

Händler sagten, insgesamt habe der Konzern mit dem Jahresabschluss eine Punktlandnung hingelegt. Der eher enttäuschende Ausblick belastete aber die Aktie stark. Der Kurs sank um 3,5 Prozent. Der Gesamtmarkt (Swiss Performance Index) lag dagegen im Plus (+0,35 Prozent).

(sda)