Reiche

21. Oktober 2019 09:28; Akt: 21.10.2019 10:36 Print

In der Schweiz leben aktuell 810'000 Millionäre

von Mira Weingartner - Die Zahl der Millionäre ist laut einer Studie hierzulande gestiegen. Einen schweren Stand in Sachen Vermögen haben aber die Millennials.

So reich sind die Reichsten. (Video: 20min / miw)
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Weltweit gibt es mehr Millionäre. Auch in der Schweiz ist die Zahl der Reichen weiter gestiegen, das zeigt der Global Wealth Report 2019 der Credit Suisse (CS). Die Grossbank hat darin das Vermögen (siehe Box) der Weltbevölkerung durchleuchtet. Das sind die wichtigsten Resultate:

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Länder
Das sind die vermögendsten Länder

In keinem anderen Land ist das Vermögen von Erwachsenen so gross wie in der Schweiz. Bezüglich des Vermögens pro Erwachsenen liegt laut CS die Schweiz weltweit auf Platz 1. Gleich dahinter liegen die USA, dann Japan und die Niederlande (siehe Video oben).

Millionäre
So viel haben mehr als eine Million Dollar

Schätzungen zufolge gab es Mitte 2019 weltweit 46,8 Millionen Millionäre. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,1 Millionen gegenüber 2018. Über die Hälfte dieses Anstiegs geht auf die USA
zurück – hier erhöhte sich die Anzahl der Millionäre in nur einem Jahr um weitere 675'000 Personen.

Und hierzulande? Gemäss der Credit Suisse leben derzeit in der Schweiz 810'000 Millionäre – sie alle besitzen mindestens eine Million US-Dollar. Die Anzahl Millionäre im Inland ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls angestiegen: Im Jahr 2018 waren es noch 791'000 gewesen, die mehr als eine Million US-Dollar auf ihren Konti horteten.

Nachwuchs
So kommen die Millennials zu Geld

Die Generation der Millennials hat laut dem Bericht finanztechnisch einen eher schweren Stand. Ihre jungen Jahren prägte die globale Finanzkrise. Heute sind sie von schlechten Jobaussichten betroffen. Auch hohe Immobilienpreise und niedrige Zinsen machen die Lage nicht einfacher. Zum Glück gibt es da noch fürsorgliche Eltern: «Obwohl die Millennials einige Nachteile erleiden, profitieren sie in vielen Fällen von finanzieller Unterstützung durch ihre Eltern sowie von Erbschaften», heisst es im Report.

100 Mio. plus
Wo leben die Superreichen?

Superreich ist, wer ein Nettovermögen von mindestens
100 Millionen Dollar auf seinen Konti hat. Der CS-Bericht geht derzeit von weltweit 55'920 Superreichen aus. Davon sollen 4830 Personen gar ein Kapital von mehr als 500 Millionen haben. Doch wo leben diese Superreichen? Bei den Regionen liegt Nordamerika mit 84'050 Personen (50 Prozent) vorne, in Europa sollen es 33'550 Personen (20 Prozent) und in der Region Asien/Pazifik 22'660 Personen (14 Prozent) sein.

Schere
So ungleich ist das Geld verteilt

Das weltweite Vermögen ist nicht gleichmässig verteilt: Die unteren 90 Prozent der Weltbevölkerung besitzen heute 18 Prozent des weltweiten Vermögens. Diese Ungleichheit ging in den meisten Ländern seit der Jahrtausendwende zwar etwas zurück. «Es wäre noch verfrüht zu sagen, dass sich die Vermögensungleichheit in einer Abwärtsphase befindet», heisst es aber vonseiten der CS. Die verfügbaren Fakten deuteten immerhin darauf hin, dass 2016 den vorläufigen Höhepunkt der Ungleichheit markiert hat.

Geschlechter
Der Unterschied beim Vermögen

Geschlechtsspezifisch findet eine weibliche Aufholjagd statt: Das Vermögen der Frauen ist in den meisten Ländern im Vergleich zu demjenigen der Männer gestiegen. Dies hat gesellschaftliche Hintergründe. Die stärkere Erwerbsbeteiligung der Frauen, aber auch eine ausgewogenere Vermögensaufteilung zwischen Ehepartnern beeinflussen diese Zunahme.

Beim Vermögen der Frauen fallen auch Erbschaften ins Gewicht: «Erbschaften sind traditionell für Frauen eine wichtigere Vermögensquelle als für Männer», steht im Report. Dies erkläre sich zum Teil dadurch, dass Frauen wegen geringerer Einkommen nur bedingt selbst Vermögen anhäufen konnten – ein Erbe fällt deshalb besonders ins Gewicht. Da Frauen zudem eine höhere Lebenserwartung haben als Männer, können sie länger an ihrer Erbschaft festhalten als die männlichen Erben.

Aussicht
459 Billionen bis 2024

Das globale Vermögen wird Schätzungen zufolge in den nächsten fünf Jahren um 27 Prozent steigen und im Jahr 2024 459 Billionen Dollar erreichen. Länder mit geringen bis mittleren Einkommen machen 38 Prozent dieses Anstiegs aus.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bazi am 21.10.2019 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1/10 Millionäre

    1/10 der bevölkerung sind millionäre?! Und 90% muss quasi jeden rappen umdrehen um überhaupt zu überleben können. Irgendwas stimmt in der schweiz nicht mehr.....

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  • Hei Ri am 21.10.2019 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reich ist relativ

    In der Schweiz ist man mit einer Million nicht reich. Oft steckt das Geld auch im selber bewohnten Eigentum.

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  • Mana76 am 21.10.2019 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuern zahlen!!!

    Ich hoffe die zahlen alle genug Steuern! Kein Wunder ist in der Schweiz alles so teuer!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • H.M. am 22.10.2019 23:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt immer noch Reichere

    Man sollte mit dem was man hat grundsätzlich zufrieden sein. Reichere Personen gibt es immer (Ausnahme: Der reichste Mensch der Welt). Was nicht heisst, dass man nicht auch materielle Ziele haben kann. Nur sollte das persönliche Glück nicht primär daran hängen.

  • L.M. am 22.10.2019 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vermögen

    Ich glaube viele lesen nur die reisserische Überschrift. In dieser Zahl sind auch die PK Vermögen drin. Schaut einmal euren PK Ausweis an!

  • Ch_Millionär am 22.10.2019 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Musst auch in Herrliberg wohnen.

    Ein paar davon leben in Herrliberg, sogar Milliardäre. Coole Sache. Dort sind wir unter uns und müssen nicht mit den Armen zusammen ein Quartier teilen.

  • magoA am 22.10.2019 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    von wegen . geld macht nicht glücklich

    ich hätte gerne mehr geld. habe endlich wieder einen job. vom rav bekam ich nur 70% vom lohn. zahnarzt will 8000.- , meine katze ist krank geworden , kann nur medis geben , aber keine bluttest machen lassen weil vorauskasse erwünscht. wenn man in schwierigkeiten kommt braucht man geld ... genug geld.... der staat hilft uns "schweizern " nicht

  • Vreni Ott am 22.10.2019 20:58 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht auf der hohen Kante

    Das Geld ist meist nicht, wie geschrieben, auf der hohen Kante, sondern ins Eigenheim gesteck. Da dies in der Schweiz enorm teuer ist, wird man schnell zum "Millionär", sofern man möglichst wenig Hypotheken hat. Dies ist vor allem bei alten Menschen so, die vor 20 Jahren noch einen Hypothekensatz von 6% und mehr zu berappen hatte. Dafür 40 Jahre gearbeitet, wenig Ferien, 6 Tage-Woche und keine Reisen ins Ausland.