Erspartes in Gefahr

16. Dezember 2011 18:10; Akt: 17.12.2011 16:48 Print

Gold und Franken sind nicht mehr krisensicher

Gold und Schweizer Franken bieten den Anlegern nach Ansicht der Grossbank UBS keine Zuflucht mehr vor der Euro-Schuldenkrise und den Turbulenzen an den Finanzmärkten.

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Die Turbulenzen um den Schweizer Franken haben eine Geldblase entstehen lassen, die jederzeit platzen kann. «Es ist eine völlig unstabile Situation und man weiss derzeit nicht, wie man da wieder herauskommt», sagt Alfred Roelli, Leiter der Finanzanalyse bei der Privatbank Pictet gegenüber morgenpost.de. Entstanden sei die Blase, weil die Nationalbank den Euromindestkurs auf 1.20 Franken festgelegt und deshalb die Notenpressen auf Hochtouren laufen lässt.

Gold und Schweizer Franken seien nicht länger sichere Häfen, schreibt auch UBS-Investment-Chef Alexander Friedmann in einem am Freitag verfügbaren Brief an die Kunden der Grossbank. Mit Bindung des Frankens an den Euro habe die Schweizerische Nationalbank (SNB) im September die Schweizer Währung faktisch von der Liste der als sicher geltenden Anlagen genommen, so Friedmann weiter.

Auch Gold birgt Risiken

Es sei anzunehmen, dass die SNB die Euro-Untergrenze mindestens in den nächsten sechs Monaten bei 1,20 Franken halten werde. Wenn die Schweizer Wirtschaft aber noch mehr unter Druck komme, könnte der Franken über eine Anhebung dieser Grenze abgewertet werden.

Gold sei zwar Abwertungsversuchen durch eine Notenbank nicht ausgesetzt, erklärte Friedmann. Und in einem Umfeld, in dem die Verzinsung von Anlagen die Teuerung nicht mehr ausgleiche, sei auch entgangener Zinsertrag kein Thema. Trotzdem riet Friedmann zur Vorsicht. Anleger könnten nicht davon ausgehen, dass sich das Edelmetall als sichere Anlage erweise, sollten Investoren Gold in grossem Stil verkaufen, um an Liquidität zu kommen.

(whr/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jürg M. am 16.12.2011 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Euro

    Als der Euro noch >Fr. 1.60 war hat die Exportindustrie auch keinen Aufschrei gestartet, dass sie zuviel Verdienen!!!

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  • Worst Case am 16.12.2011 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Vermögenstransfer

    Wenn die Währungen unsicher werden ist Gold als Anlage willkommen. Man beachte jedoch, dass nur Gold in physischem Zustand auch in einer Krise den Schutz gewährt. Sicher ist man nie, denn leider kann der Goldbesitz auch Verboten werden. Darum auch kleine Grössen (Bsp. Münzen) für ganz schlimme Szenarios halten.

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  • JAY am 16.12.2011 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe 10kg Reis und andere Waren angelegt in der Speisekammer... Wenns hart auf hart kommt ist das mehr wert als alles andere.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • trader am 18.12.2011 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gold? crash? 

    wenn die medien vom kommenden crash warnen ist er meistens schon da. liebe leute... seht euch mal den chart an. wir sind viel naeher bei 1500 als bei 2000 und noch was wenns so weiter geht kommen die kleinanleger wie wohl viele von euch und verkaufen weil sie 30% verloren haben als sie bei 1800 gekauft haben. da werden sich dei hedge funds freuen die seit 1700 short sind und das nicht mit 1 baren a 50'000!!

  • golden girl am 17.12.2011 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    verantwortung

    wer die leute jetzt aus dem gold jagt, entreisst ihnen die einzige möglichkeit, ihr vermögen zu sichern. wer als «experte» papiergeld mit edelmetallen gleich setzt, handelt fahrlässig und vorsätzlich.

  • Erwin Müller am 17.12.2011 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Drehen und wenden

    so kann man den Goldpreis auch drücken indem man heraus bringt dass das Anlegen in Gold nicht sicher ist, und man besser dran tun würde zu verkaufen. Verkaufen genügend Leute sinkt der Goldpreis und jemand anders profitiert davon...

  • S. Egli am 17.12.2011 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist eigentlich das Ziel

    Diese ganze Geschichte scheint einzig und alleine ein panikspiel zu sein. Das große jammern von allen Ländern dessen Schulden während Jahrzehnten niemanden interessiert hat. Die frage ist doch eine ganz andere, was wollen die Staaten wirklich erreichen, Krieg, Macht, Bevölkerung reduzieren? Diese frage sollte mal Aufkommen. Es gibt genug für alle jedoch ist es nicht richtig verteilt und die die schon zu viel haben wollen immer noch mehr. Warum nicht eine vermogensobergrenze von 1 Mia einrichten?

  • S. Egli am 17.12.2011 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist eigentlich das Ziel

    Diese ganze Geschichte scheint einzig und alleine ein panikspiel zu sein. Das große jammern von allen Ländern dessen Schulden während Jahrzehnten niemanden interessiert hat. Die frage ist doch eine ganz andere, was wollen die Staaten wirklich erreichen, Krieg, Macht, Bevölkerung reduzieren? Diese frage sollte mal Aufkommen. Es gibt genug für alle jedoch ist es nicht richtig verteilt und die die schon zu viel haben wollen immer noch mehr. Warum nicht eine vermogensobergrenze von 1 Mia einrichten?