Brand Asset Valuator

20. Oktober 2015 18:59; Akt: 20.10.2015 18:59 Print

Google ist die stärkste Marke der Schweiz

von K. Wolfensberger - Erstmals gewinnt eine ausländische Digital-Firma den Preis als stärkste Schweizer Marke. Mit der Migros oder der Rega sind aber auch helvetische Klassiker in den Top Ten vertreten.

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Schweizer sind bei Marken patriotisch: Von den Top-Ten-Brands der Schweizer Konsumenten kommen nur drei aus dem Ausland. Ein Vierter (Toblerone) ist heute in ausländischer Hand, stammt aber ursprünglich aus der Schweiz. Das sind die Resultate der neusten Ausgabe des Brand Asset Valuator der Beratungsfirma Young & Rubicam (Y&R) Group. Für die repräsentative Markenanalyse werden Schweizer Konsumenten über die Wahrnehmung von mehr als tausend Marken befragt.

Im Gegensatz zur Ausgabe von vor zwei Jahren hat diesmal aber nicht mehr die Migros die Nase vorn. Der Detailhändler galt lange als stärkste Marke der Schweiz. Neu steht mit Google ein ausländischer Brand an der Spitze. An dritter Stelle folgt die Rega, die 2013 noch den 4. Rang belegte. Danach folgen Lego und Toblerone.

Club der Power-Marken

Betrachtet man die Top 20 des aktuellen Rankings, so stellt man fest: Insgesamt gehörten 13 der 20 stärksten Marken der Schweiz bereits 2013 dem exklusiven Club der absoluten Power-Marken an. Auffällig ist, dass es Migros-Konkurrent Coop neu auch in die Top 20 geschafft hat, ebenso wie Caran d’Ache, Halbtax, Victorinox, Microsoft Windows und das Schweizerische Rote Kreuz.

Ricola wiederum schafft nach einer Pause im Jahr 2013 die Rückkehr unter die Top 20. Aus den Top 20 verabschieden sich dieses Jahr hingegen Coca-Cola, Cumulus, M-Budget, Ikea, Microsoft Office, Ragusa sowie Swatch. Im Gesamtkontext gehören sie aber weiterhin zur Spitze der Schweizer Markenlandschaft.

Unterschiede zwischen Generationen

Besonders deutlich gehen aus der Studie die Unterschiede zwischen den Generationen hervor. Bei den jüngeren Konsumenten bis 29 Jahre finden sich in den Top Ten fünf digitale Marken. Bei den Personen bis 54 Jahre sind mit Google und Wikipedia noch zwei digitale Marken vertreten, während bei den über 55-Jährigen gar keine Digital-Brands mehr zu finden sind. Bei den über 55-Jährigen ist besonders auffällig, dass sich die Top Ten mit Ausnahme von Lego ausschliesslich aus Marken mit Schweizer Herkunft zusammensetzen.

Was führt Marken zum Erfolg? Die Konsumenten müssen heute wie damals relevante Identifikationsmöglichkeiten erhalten, so die Experten von Y&R. Das heisst, es brauche eine intelligente Vernetzung verschiedener Kanäle wie Facebook, aber auch klassische Printmedien. Und beständig müssten diese mit Werbebotschaften bespielt werden, um den längerfristigen Erfolg einer Marke garantieren zu können.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gekauft am 20.10.2015 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geht nicht auf für mich

    Sorry, aber die Reihenfolge kann ich nicht nachvollziehen, und Coop erscheint nirgends? Toblerone ist schon lange nicht mehr aktuell und ausländische Marken zählen für mich nicht. Wieso nicht nur die Schweizer Marken?? Und 20. Min ist für mich absolut nicht top, weil die meisten Meinungen gelöscht werden.

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  • Eher IT-Mensch am 20.10.2015 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sie ein IT-Mensch...klar

    Google produziert nichts? Hat keine lagerbestände? Doch! Nur ein wenig anders als Migro eben...all die Daten über die User? Android betriebssystem? Chromecast? Alle services? Wir sind ein Dienstleistungsland...da passt google bestens rein!

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  • Mike am 20.10.2015 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Marken....

    Sorry, die Hälfte sind keine Schweizer Marken. Mit "die stärksten Marken in der Schweiz" wäre ich einverstanden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fragesteller am 21.10.2015 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Geht das nur mir so oder ist die Titelüberschrift falsch? Heisst es nicht korrekterweise "..in der Schweiz" anstatt "der Schweiz"? Es gibt auch den Unterschied "König in Preussen" und nicht "von Preussen". Da man so die Abstammung deklarierte.

  • Ronja am 21.10.2015 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    wers glaubt!

    Aha, eine ausländische Firma dsie bei uns KEINE Steuern zahlt! Die Liste ist einWITZ!!

    • Markus am 21.10.2015 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      Stimme ich zu

      Die ganzen riesigen amerikanischen Konzerne, welche jede nur erdenklichen Steuerschlupflöscher und Steuerhinterziehertricks nutzen nur um kaum Steuern zu bezahlen - ganz schwach. Aber Herr Bundesrat Ammann hat es ja vorgemacht, wie das geht.

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  • Urs am 21.10.2015 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zweifel

    Ich denke, Rivella hat es auf Platz 10 geschafft, weil sie seit ein, zwei Jahren zusätzlich noch ins Ausland exportiereb und trotzdem völlig auf den Schweizer Markt konzentriert sind. Evtl. wäre dies dann auch mal der Fall bei Zweifel, da diese in der Schweiz sowohl auch im Ausland mit Genuss gegessen werden.

  • dr. uwe am 21.10.2015 02:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was

    Und wo bleiben nescafe, nestle und rolex... eigentlich müssten ja eine der drei marken mind. in den top ten sein.... hat wahrscheinlich ein lehrling vor feierabend noch schnell gemacht :p

    • roke01 am 21.10.2015 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @dr. uwe

      nestle meiden sehr viele und das zurecht. nestele ist seit langem nicht mehr schweiz würdig

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  • Analytiker am 21.10.2015 01:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz? Zürich!

    Google würde der Schweiz wohl bald den Rücken kehren, wenn die Firma nicht in der Stadt Zürich - einer der linken und nich fremdenfeindlichen Inseln - ansässig wäre. Basel, Bern oder Genf gingen wohl auch noch.