Devisenaffäre

31. Mai 2014 04:46; Akt: 31.05.2014 04:46 Print

Grossbanken bestreiten Vorwürfe in US-Prozess

Neuer Ärger für UBS und CS: Zwölf Finanzinstitute müssen in den USA mit einer Klage wegen Devisenmanipulation rechnen. Doch sie fordern den Antrag beim Bezirksgericht abzuweisen.

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Kommen weitere Risse in die Fassade? Zwölf US-Firmen sowie die UBS und CS müssen eventuell mit einer Klage wegen Devisenmanipulation rechnen. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Zwölf grosse Finanzinstitute, unter ihnen die UBS und die CS, wehren sich in den USA gegen Vorwürfe, Devisenkurse manipuliert zu haben. In einem gemeinsamen Antrag forderten sie das Bezirksgericht in Manhattan am Freitag auf, eine Kartell-Sammelklage abzuweisen.

Die Klageseite, darunter die Stadt Philadelphia sowie eine Reihe von Hedge- und Pensionsfonds, habe die Vorwürfe nicht belegt, hiess es. Die zwölf Banken sind: Bank of America, Barclays, BNP Paribas, Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, HSBC, JPMorgan Chase, Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland und UBS.

Milliardenstrafen möglich

Weltweit untersuchen Aufseher seit etwa einem Jahr mutmassliche Manipulationen auf dem Devisenmarkt, an dem täglich etwa fünf Billionen Dollar umgesetzt werden. Dabei stehen Unregelmässigkeiten bei der Festsetzung von Referenzkursen für verschiedene Währungen im Fokus.

Experten halten Milliardenstrafen für die Institute für möglich, wie bei den Tricksereien um die Referenzzinssätze Libor und Euribor. In der Schweiz ermitteln unabhängig voneinander die Wettbewerbskommission (Weko) und die Finanzmarktaufsicht (Finma) gegen mehrere Banken.

(sda)

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